Absage an den alles überwuchernden Sozialstaat

Freundnachbarschaftliche Sommergrüsse Absage an den alles überwuchernden Sozialstaat - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Versteht nicht nur etwas von Elektrizität, sondern auch vom Bergheuen: Walti Gartmann.

Mit Walti Gartmann, Kantonsrat und Präsident der SVP St. Gallen, beschliesst der Zürcher Bote seine Serie von den Nachbarkantonen. Der Unternehmer und Familienvater verdeutlicht die Dringlichkeit, dem Prinzip Eigenverantwortung in unserer Gesellschaft wieder mehr nachzuleben.

Worüber freut sich der kantonale SVP-Präsident mit Blick auf den Kanton St. Gallen derzeit am meisten?

Dass unsere klare, gradlinige und konsequente Politik, welche nicht bei jedem Windstoss die Richtung wechselt, in der Bevölkerung goutiert und auch nachhaltig geschätzt wird. In dieser leidigen Corona-Zeit ist es für unsere Bürger ungemein wichtig, dass es noch eine Partei gibt, die sich für Freiheit, Eigenverantwortung und Normalität einsetzt. Wir tun dies im Kanton St. Gallen seit Beginn der Pandemie mit Vehemenz und klaren und nachhaltigen Argumenten. Ich denke, vor allem auch aus diesem Grund haben wir jüngst viele Neueintritte in unsere Partei verzeichnen können.

Und was verursacht Sorgenfalten?

Dass Vorkommnisse wie Covid-19 oder auch Themen wie Klima nur noch durch politische Profilierungsneurosen bearbeitet werden und selten konstruktive wie auch nachhaltige Lösungen in einer breiten Konsequenz erarbeitet werden. Diese negative Entwicklung gilt für alle politischen Ausrichtungen. Es hat auch bei uns solche Personen, genauso wie in allen anderen Parteien auch. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Covid-Pandemie ernst genommen werden muss, jedoch müssen wir irgendwann auch zur Normalität zurückkehren. Der Bund hat genug Impfstoffe für alle, die sich impfen lassen wollen, beschafft und somit seine Pflicht getan. Personen, welche sich nicht impfen lassen wollen, haben die Freiheit, dies in diesem Land zu tun, und sind so auch gewillt, selbst verantwortlich mögliche Erkrankungen zu akzeptieren. Deshalb bin ich für Auflösung aller Restriktionen und volle Freiheit mit Eigenverantwortung. Verbesserungen für Umwelt und Klima erreichen wir sicher nicht mit Demonstrationen und neuen Gesetzen, sondern vielmehr mit Fleiss und Ehrgeiz zu technischen Innovationen, die dann entsprechende positive Entwicklungen auslösen.

Der Kanton St. Gallen reicht vom Hochgebirge bis zum Bodensee und vom malerischen, am Zürichsee liegenden Rapperswil bis zur Kantonshauptstadt mit der HSG als internationale Kaderschmiede. Was prägt – ausser dem Dialekt – die St. Galler Identität?

Das ist für mich als St. Galler Oberländer natürlich eine sehr schwierige Frage 😊. Wir sind zwischen Chur und Zürich gelegen halt eher Bündner oder Glarner. Aber genau dies zeichnet den Kanton SG aus. Er ist sehr vielschichtig, hat mehrere Dialekte, grenzt an mehrere Kantone wie auch an mehrere Länder.

Sie sind selbst Unternehmer mit einem KMU in Mels. Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen, damit wir unsere wirtschaftliche Standortqualität beibehalten können?

Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht so ungehindert wie jetzt zu einem totalen Sozialstaat entwickeln. Es ist höchste Zeit, dagegen anzutreten. Sehen Sie, ich schätze Staatsangestellte sehr, genauso wie in der Privatwirtschaft hat es auch da ausgezeichnete Mitarbeiter und einige, die auf deren Kosten eine ruhige Kugel schieben. Der Staatsapparat wächst laufend und immer mehr Regulierungen behindern die Privatwirtschaft. Als ich meine Lehre machte, war man im Dorf noch stolz, gute Unternehmer mit einem gewissen Wohlstand zu haben. Sie garantierten Arbeitsplätze und eine positive Entwicklung in einer Gemeinde. Heute leben wir in einer Neidgesellschaft und gerade die öffentlichen Arbeiten werden teilweise mit miserablen Konditionen vergeben. Natürlich, der Beamte, welcher mit fremdem Geld den Auftrag vergibt, hat das Ziel, ihn an den Billigsten zu vergeben. Egal, woher die Unternehmung kommt und ob es sie in zwölf Monaten noch gibt.

Ihre Firma Elektro Hartmann ist unter anderem auf Solaranlagen, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektro- autos spezialisiert. Was sagt der Politiker und Unternehmer Gartmann zum Thema Energiewende?

Für mich ist es wichtig, Innovationen und technische Fortschritte, wo es Sinn macht, anzuwenden. Den Träumereien, dass eine Schweiz mit Windrädern und Solarstrom ihren zukünftigen Energiebedarf abdecken kann, erteile ich eine klare Absage. Ich wünschte mir eine weiterhin aktive Erforschung und Weiterentwicklung der Kern-Energie. Sie ist effizient und wohl auch eine mögliche Alternative. Das übereilige Verbot von Atomkraftwerken ist meines Erachtens einer rein polemischen und unüberlegten Handlung einer ehemaligen CVP-Bundesrätin zu verdanken. Sie wurde zwar durch die Atom-Lobby gewählt, hat aber offenbar im Rausch des Regierens ihre Herkunft vergessen.

 

Steckbrief

Als vierfacher Vater geniesst Walti Gartmann seine Freizeit gern mit der Familie.

Er bewirtschaftet überdies einen kleinen Rebberg, den er vom elterlichen Bauernhof geerbt hat.

Wenn dann noch Zeit bleibt, spielt er Tuba in der Konkordia Mels.

 

14. Oktober 2021 SVP Kanton Zürich