Abstimmungen Top – Ersatzwahlen Flop!

Worte des... Der Versuch, Jugendliche zu instrumentalisieren - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Das Stimmvolk ist den Parolen der SVP gefolgt. Bild: Pixabay

WORTE DES PARTEISEKRETÄRS

Am vergangenen Sonntag haben nicht nur Abstimmungen stattgefunden. In vielen Gemeinden standen Ersatzwahlen in Gemeinderäten und Schulbehörden an und es wurden Friedensrichterwahlen durchgeführt.

Bei den allermeisten Friedensrichterwahlen wurden Parteilose gewählt, oftmals mit der Unterstützung der SVP und weiterer Parteien. Auffallend ist, dass über den ganzen Kanton insbesondere grüne Kandidaten die Friedensrichterstellen angegriffen haben. Welches Kalkül hinter diesem «Sturm auf das Friedensrichteramt» steht, ist mir nicht ganz bewusst. Jedenfalls sind die grünen Kandidaten in den allermeisten Kampfwahlen deutlich gescheitert.

Aber auch die SVP ist gescheitert, insbesondere bei diversen Ersatzwahlen in Gemeinderäten und Schulbehörden.

Wie kann es passieren, dass eine Gemeinde das CO2-Gesetz mit 60% Nein bachab schickt, gleichzeitig aber dem SVP-Gemeinderatskandidaten «nur» 30% Wählerstimmen zufliessen? Praktisch alle SVP-Kandidaten vom Wochenende mussten ihre Nichtwahl zur Kenntnis nehmen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an diese Kandidaten für Ihren Einsatz. Kopf hoch, die Lehren ziehen und bei den Gesamterneuerungswahlen 2022 wieder antreten!

Hat die SVP die falschen Leute nominiert, oder weshalb sind unsere Kandidaten so schlecht weggekommen? Wenn 60% der Wähler teilweise gegen ihre eigenen Parteiparolen stimmen, müsste doch die Sympathie zur SVP vorhanden sein, deren Kandidaten in Exekutivämter zu wählen. Und dennoch braucht es mehr als nur das SVP-Parteibüchlein, um Kandidierende in Exekutivämter zu bringen. In diesem Belang müssen wir uns verbessern und auf die anstehenden Kommunalwahlen 2022 Lösungen und Strategien finden.

Zum Schluss möchte ich auf den Grosserfolg der SVP Dübendorf hinweisen. Die SVP hat alleine gegen alle eine Vorlage zur Einführung von 30er- Zonen bekämpft und gewonnen, dies ein Jahr vor den Kommunalwahlen. Solches Engagement führt zu Anerkennung und kann zum Wahlerfolg umgemünzt werden. Es lohnt sich zu kämpfen!

Um in den Gemeinden die Wahlen 2022 gut vorzubereiten, ist es wichtig, die Kandidaten früh zu kennen und diese in Position zu bringen. Die Kandidaten sollen sich jetzt in der Gemeinde zeigen, Leserbriefe schreiben, Posts absetzen zum Beispiel auf den Seiten «Du bisch vo …», an Veranstaltungen teilnehmen und ihr persönliches Umfeld aktivieren. Die SVP des Kantons Zürich wird im Herbst Kurse anbieten, damit sich Kandidaten in diversen Wahlkampffertigkeiten weiterbilden können. Je persönlicher und individueller ein Wahlkampf ausgetragen wird, umso höher stehen die Erfolgschancen.

Die Sektionen unterstützen ihre Kandidaten, ebnen das Umfeld und schmieden Allianzen. In Landgemeinden macht es durchaus Sinn, mit anderen Parteien auf stille Wahlen hinzuarbeiten, auch wenn uns dies in unserem tiefsten Demokratieverständnis etwas widerstreben mag. Im Weiteren soll sich die Ortspartei politisch vernehmen lassen und möglichst mit positiven Äusserungen und Vorlagen auffallen, so wie es die Dübendorfer am Wochenende gemacht haben. Erfolgreichen Kommunalwahlen 2022 steht nichts mehr im Weg!

18. Juni 2021 Martin Suter