Älplerfest statt Gender*sternchen

Eidgenössische Politik Älplerfest statt Gender*sternchen - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Unser Nationalsport Schwingen zeigt eindrücklich, dass für viele Menschen in unserem Land konservative Werte wie Fairness, Sauberkeit, Bodenständigkeit und auch Kampfgeist noch etwas bedeuten. Bild: Wikipedia

EIN HOCH AUF UNSERE WERTE!
Eine mächtige Demonstration von Schweizer Traditionen, Brauchtum, Ordnungssinn und Sauberkeit, Organisationstalent, Bodenständigkeit, Kraft und Qualität mit unzähligen freiwilligen Helfern war das diesjährige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) im basellandschaftlichen Pratteln.

Da war kein Platz für Gendersternchen, Rastalocken und Geschlechterdiskussionen – es gab übrigens nur Toiletten für zwei Geschlechter – und niemand war deswegen beleidigt. Im Ring wurde gerungen, daneben Steine gestossen, gehornusst und gefeiert. Menschen aus allen Kulturen, Landesgegenden und Gesellschaftsschichten freuten sich innerhalb und ausserhalb des Rings am Dargebotenen. Ein grandioses Fest, welches die traditionelle Schweiz mit der modernen Schweiz verband und niemanden ausschloss.

Es wurden weit über 400 000 Besucher gezählt, und keine Fälle von «Needle Spiking» wurden bekannt. Es lief alles immer gesittet ab, und es darf wohl angenommen werden, dass diese Besucher nicht viel mit den fordernden LGBTQAktivisten am Hut hatten. Eigentlich verblüffend, dass einige wenige Personen – mit grosszügiger Unterstützung der Medien – welche nach ihrer Meinung von «Ausgrenzung» bedroht sind, der grossen Mehrheit ihre Meinung aufdrücken können. Jedenfalls waren keine Minderheitenklagen zu hören. Nicht einmal von der Nationalratspräsidentin Irene Kälin, welche mit einer unter ihrem Umhang schwitzenden Weibelin in die Arena pilgerte.

Welche Grossveranstaltung kann heute noch ohne rigorose Sicherheitsvorkehrungen, Metalldetektoren und Leibesvisitationen durchgeführt werden, um dann im Stadion seinen Speck und das Brot mit dem mitgebrachten Messer aufzuschneiden und das Ganze mit einem Schluck Bier oder Wein aus einer Glasflasche – kein Plastik – runterzuspülen? Beim ESAF sowie allen anderen Schwingfesten ist das ganz normal – und wenn dann doch einmal ein paar Jungspunde übertreiben würden, sind schnell ein paar massige Schwinger zur Stelle, welche zum Rechten schauen. Eine heile Welt? Ja, und vor allem eine richtige Welt. Hier wird nicht immer alles auf die Waagschale gelegt, hier kann man abschalten und geniessen.

Auch auf der Festmeile gibt es «gluschtige» Happen und freudige Gesichter. Das Wetter machte mit und die Aussteller freuten sich. Im Vergleich zu anderen Anlässen wie der «Street Parade» blieben abends keine Abfallberge liegen! Weder Pandemie noch unsichere Energielage oder Inflation und Krieg konnten dem ESAF etwas antun. Trotz der Unbill unserer Zeit haben wir die Zuversicht und die Freude am Feiern und an Traditionen nicht verloren. Auch alle bisherigen 37 Kranzfeste in diesem Jahr haben dieselben Zuschauerzahlen angezogen wir vor der Pandemie. Wir lassen uns nicht unterkriegen, weder von Pandemien noch von um sich greifenden Haar- und Kleidervorschriften. Die Kern-Arena, das grösste demontierbare, temporäre Stadion der Welt mit über 50 000 Sitzplätzen, wurde übrigens von einer Ostschweizer Firma gebaut – niemand sonst kann das. Das ESAF ist definitiv auch organisatorisch in der Moderne angekommen. Die Resultate wurden digital direkt vom Tablet zur Zentrale übermittelt.

Zusammen mit dem chinesischen Botschafter und der englischen Botschafterin hörten wir gespannt der interessanten Vorstellung des ESAF durch den Vize des OK zu. Er erwähnte, dass 400 000 Besucher erwartet werden. Da meinte der Gatte der Engländerin zum Chinesen: Stell dir mal vor, hier sind etwa 5% der Schweizer Bevölkerung anwesend – in China wären das über 60 Millionen Menschen. In China unmöglich – bei uns schon! Diese Aussage zeigt uns, wie wichtig das ESAF für viele Schweizer ist. Ein grosser Teil interessiert sich für unsere Traditionen und freut sich daran. Die Aussage zeigt uns aber auch, dass wir als kleiner Staat und mit unserer direkten Demokratie viel beweglicher und bürgernäher sein können. In einem riesigen Staat wie China ist es viel schwieriger, Bürgernähe zu leben.

Oder wie es der Baselbieter SVP-Regierungsrat Thomas Weber in seiner Begrüssungsansprache im Ring sehr treffend sagte: «Lebendige Traditionen haben eine Zukunft. Sie sind im ländlichen Gebiet und in den Agglomerationen wichtige Stützen des Gemeinschaftslebens. Sie machen auch in den Städten immer wieder bewusst, dass die Städte Teil der Schweiz sind und wir unseren Wohlstand nur gemeinsam mehren können. Die Schweiz ist wohl die beste, sicherste, freiheitlichste und friedlichste Gesellschaft, in der Menschen je leben durften. Wir wissen, dass das nicht selbstverständlich ist. Arbeiten wir deshalb daran, dass die Schweiz anders bleibt – dass die Schweiz ‹Schweiz› bleibt.»

Dem ist nichts hinzuzufügen

Ausser vielleicht, dass all diese «Normalos » am Montag wieder pflichtbewusst ihrer Arbeit nachgingen.

Freuen wir uns also auf das nächste ESAF im Glarnerland … und ich hoffe sehr, dass bis dann Gendersternchen und Woke-Gedanken ausgedient haben und unsere Kultur und die Traditionen auch die nächsten Jahrhunderte überleben werden.

1. September 2022 Therese Schläpfer