Alles Gute zum Mapatag

Fadegrad Hasta la vista, Winterthur - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

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Anlässlich des Muttertags am vorletzten Sonntag beschenkten wohl einige von Ihnen Ihre Mutter mit einem Blumenstrauss oder etwas Feinem.

Der Ausdruck «Muttertag» gilt aber möglicherweise bald als veraltet, zumindest in der Welt der Zürcher Politik und Verwaltung. Gemäss Trans- und Genderaktivisten ist er nämlich nicht «inklusiv» genug. Ausgegrenzt würden mit dem Begriff «Mutter» zum Beispiel Transmänner, die in Bezug auf eigene oder adoptierte Kinder eine mütterliche Rolle ausüben.

Im amerikanischen Kongress waren die Transgender-Aktivisten bereits erfolgreich. Nach der Machtübernahme der Demokraten im Jahr 2021 wurden die Begriffe Mutter und Vater aus der Geschäftsordnung des US-Parlaments gestrichen und durch den «inklusiveren» Begriff­«birthing person» ersetzt, was mit «gebärende Person» übersetzt werden kann.

Auch die Stadtzürcher Verwaltung beschäftigt sich seit längerem mit der Einführung einer «transinklusiven» Sprache, denn die sozialdemokratische Partei, tonangebend im Zürcher Gemeinderat, verlangt, dass das Stadtzürcher Personalrecht «umfassend» mit einer «durchgehend inklusiven Terminologie» überarbeitet wird.

In ihrem parlamentarischen Vorstoss fordern die Zürcher Sozialdemokraten, dass Begriffe wie «Mutter» und «Vater» oder «männliche» und «weibliche» Angestellte ersetzt werden. Das Geschlecht werde «je nach Kontext unterschiedlich definiert» meinte der AL-Politiker David Garcia Nuñez, der den Vorstoss unterstützte, und fügte an, dass es so viele Geschlechtergäbe «wie es Farben» gäbe. Ob sich als Ersatz für die «Mutter» der Ausdruck «gebärende Person» auch hierzulande durchsetzt, wird sich zeigen. Vielleicht greift man auch zu einer der Optionen, die Lann Hornscheidt, Professor für Genderwissenschaften, in seinem Buch «Wie schreibe ich gender­gerecht?» vorschlägt: «ein* Mapa» oder «ein* Pama».

 

 

20. Mai 2022 Stefan Urech