Armeeabschaffer als Kampfjet-Experten

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Haben die bürgerlichen Armeebefürworter nichts gelernt? Sie verstricken sich erneut in Diskussionen über die Typenwahl des künftigen Kampffliegers. Sie diskutieren ernsthaft mit der SP, in deren Programm steht: «Durch die Abschaffung der Armee setzt die Schweiz ein globales Zeichen, das ihr eine glaubwürdige internationale Friedenspolitik erleichtert.» Die bürgerlichen Armeebefürworter diskutieren ernsthaft mit den Grünen, in deren Programm steht: «Wir treten für eine Abrüstung der Armee ein», nämlich solange «eine Abschaffung der Armee nicht mehrheitsfähig ist». So werden die Armeebefürworter wieder auf die Nase fallen. Genau wie bei der Abstimmung über den schwedischen Gripen. Auch damals sprachen sie nur vom Flugzeugtyp, vom Herstellerland, von Preis, Gegengeschäften und Planungsstand. Als sichtbares Zeichen der Verirrung trug der Verteidigungsminister den Flugzeugtyp im Knopfloch; die aktuelle Verteidigungsministerin schwafelt von «Ferrari» oder «VW». Und schon ertränkten sich die Bürgerlichen in den trüben Fluten der Typenwahl. Es ist sinnlos, darüber mit Priska Seiler Graf, Edith Graf Litscher, Marionna Schlatter, Min Li Marti und Franziska Roth zu streiten. Oder wie die linken Armee-Expertinnen heutzutage alle heissen. Denn sie alle und ihre Parteiprogramme wollen die Armee abschaffen. Wie kommt irgendjemand auf die groteske Idee, diese Politikerinnen strebten nach dem Besten für die Verteidigungsbereitschaft, die Wehrfähigkeit und den militärischen Luftschirm? Sie wollen immer das Schlechteste. Nämlich die Armee abschaffen. Das müssten die bürgerlichen Armeebefürworter den Kritikerinnen der Typenwahl von SP und Grünen täglich, ja stündlich unter die Nase reiben. Und von nichts als einer wirkungsvollen Landesverteidigung mit moderner Ausrüstung reden. Hierzu sind die Kampfflieger das erste, beste und wirkungsvollste Mittel. Unsere Armee braucht Flügel. Und glaubwürdige Sicherheitspolitiker. Wer diskutiert schon mit dem Imam der örtlichen Moschee über die optimale Kelterung der Bordeaux- Weine Château Pétrus?

9. Juli 2021 Christoph Mörgeli