Bashing der NZZ-Kommentatoren gegen die SVP

Zuschrift Corona-Berset als
LESERBRIEF

Die NZZ-Kommentatoren betreiben ein regelrechtes Bashing gegen die SVP beziehungsweise ihre Vertreter im Zusammenhang mit dem Ergebnis der Covid- 19-Gesetz-Abstimmung. Gleich dreimal griffen die Journalisten vergangene Woche in die Tasten mit Titeln wie: «Bittere Niederlage», «Was Christoph Blocher immer verhindern wollte» und «Patient SVP».

Weshalb, frage ich mich, will man der SVP im Zusammenhang mit dem Covid-19-Gesetz eine bittere Niederlage anhängen? Ja, sie hat als einzige grosse Partei die Nein-Parole herausgegeben, ohne sie allerdings aktiv zu bekämpfen.

 

Wenn nun 38% ein Nein in die Urne legten – bei einem SVP-Wähleranteil von ca. 26% – haben doch ca. 12% der andern Parteien nein gestimmt und das ist doch bitter für die anderen Parteien. In den erwähnten Artikeln wurde auch verschwiegen oder vergessen, dass kurz vor der Abstimmung die Fallzahlen extrem stiegen und neu die Corona- Variante «Omikron» in Südafrika auftauchte.

Im Übrigen wurde im Vorfeld der Wahlen meines Wissens auch NZZ-Intern keine Wahlempfehlung abgegeben, was letztlich auf die unterschiedlichen Themen: Impfen, aber auch Freipass zur Machtausübung des Bundesrates zurückzuführen sind. Dass Corona die SVP in eine Führungskrise stürzte, kann selbst mit Hilfe eines Vergrösserungsglases nicht bestätigt werden. Natürlich kommen in den verschiedenen Leitungsgremien zum Teil unterschiedliche Ansichten auf den Tisch.

Und wenn die SVP des Kantons Aargau die Ja-Parole zum Covid-19-Gesetz beschloss, ist das legitim. Die Medien wissen allerdings nur zu gut, dass in SVP-Regierungsrat Jean-Pierre Gallati im Kanton Aargau ein für sie willkommener «Partei-Abweichler » in Sachen Corona zu finden ist.

Im Unterschied zu den übrigen Bundesratsparteien – die sich oft scheinheilig hinter die willkürlichen und oft chaotischen Massnahmen des Bundesrates positionieren, stelle ich bei der SVP klare Corona-Massnahmen und -Ziele fest. Unter anderen: Eine Impfpflicht kommt nicht infrage. Es darf kein 2G geben.

Der Grenzschutz ist zu verstärken. Täglich kommen unzählige Grenzgänger, Reisende auch aus Südafrika (neustens viele mit Ausnahme-Bewilligungen) und Illegale unkontrolliert in unser Land. Viel einfacher ist es, Schweizern und Schweizerinnen ohne Zertifikat das Kaffeetrinken zu verbieten und dafür diese möglichst lückenlos zu kontrollieren.

 

Karl Meier-Zoller Effretikon

10. Dezember 2021 Leserbrief