Bemerkenswerte Worte aus deutscher Nachbarschaft

National Bemerkenswerte Worte aus deutscher Nachbarschaft - Onlinebote SVP des Kantons Zürich 1

«Indem man der Bevölkerung die Faktenbasis vorenthält, wandelt man begründete Urteile, die möglich wären, in unbegründete ‹Vorurteile› um», resümiert Thilo Sarrazin. Bild: Wikipedia

TRIFTIGE GRÜNDE FÜR DAS VERHÜLLUNGSVERBOT Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht. So titelt der langjährige deutsche SPD-Politiker Thilo Sarrazin sein 2018 erschienenes Buch. Verschiedene Kernaussagen untermauern die Argumente für ein klares JA zum Verhüllungsverbot am 7. März.

svp. Thilo Sarrazin (*1945) mag in der Schweiz nicht allzu bekannt sein. Doch in Deutschland ist er ein politisches Schwergewicht. Während 47 Jahren (!) war er Mitglied der SPD. Und überdies lange Zeit Finanzsenator (bei uns wäre das ein kantonaler Finanzdirektor) im ultraroten Berlin. Als Manager fungierte er überdies in leitender Position bei der Deutschen Bahn AG. Letztes Jahr schloss die im Dauerformtief dahinsiechende SPD ihn wegen seiner klaren Meinungen u. a. zum Thema Islam aus.

Ungeliebte Diskussion vermeiden …

Aufschlussreich in seinem Buch ist namentlich Kapitel 4 «Die Muslime in den Gesellschaften des Abendlandes». Dort äussert sich Sarrazin zur sozioökonomischen Situation der Muslime in Deutschland und Europa. Dabei geht er spezifisch auf den Aspekt der Kriminalität ein (Zitat S. 304–305): Vertrauensfragen In der Berichterstattung über die Flüchtlingskriminalität, aber auch generell über die Kriminalität von Muslimen, Migranten oder Ausländern, ist immer wieder ein Schwanken zu spüren. Man hat Angst davor, Vorurteile zu wecken oder zu schüren. Man möchte nicht den «falschen Leuten» Argumente in die Hand geben, man möchte nicht diskriminieren. Vielleicht will man aber auch ganz einfach eine ungeliebte Diskussion vermeiden und ihr die Faktenbasis entziehen.

… und Vorenthaltung der Faktenbasis

Damit läuft man in eine gefährliche Falle, denn indem man der Bevölkerung die Faktenbasis vorenthält, wandelt man begründete Urteile, die möglich wären, in unbegründete «Vorurteile » um, die man als solche denunzieren kann, weil ihnen die Faktenbasis fehlt. Dieses Spiel wurde in Deutschland, aber nicht nur da, viele Jahre gespielt, und die Versuchung dazu bleibt weiterhin für viele übermächtig, dazu einige aktuelle Beispiele: – In Zürich entschied der zuständige Dezernent im November 2017, die Nationalität von Tätern nicht mehr bekannt zu geben, weil die Herkunftsnennung die wahren Ursachen von Kriminalität verdecke und einer Vorverurteilung gleichkomme. Natürlich werden so Ressentiments erst recht geweckt, weil der Eindruck entsteht, es müsse etwas verschwiegen werden.1 Der letzte Satz der zitierten Stelle bringt es auf den Punkt: Wer Fakten kommunikativ gezielt ausblendet oder unterdrückt, ist auf der schiefen Bahn der Symptom- statt der Ursachenbekämpfung.

 

1 Vgl. Florian Schoop: «Zensur in Polizeiberichten. Ein falscher Entscheid», in: Neue Zürcher Zeitung vom 7. November 2017, https://www. nzz.ch/zuerich/zensur-in-polizeiberichten-ein – falscher-entscheid-ld.1326902  

 

Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht. Thilo Sarrazin, 2018 FinanzBuch Verlag, 80636 München ISBN Print 978–3–95972–162–2
21. Februar 2021 SVP Kanton Zürich