Bevormundung im Anmarsch

Stadt Zürich Bevormundung im Anmarsch - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Wie neu ist das Phänomen Hitzesommer tatsächlich? 1976 herrschte z.B. europaweit während des ganzen Junis eine Trockenheit, durch die sich alle Grünflächen braun färbten. Bild Pixabay

WAS HINTER DEM GESCHÄFTSBERICHT DES STADTRATES LAUERT
Der Geschäftsbericht des Stadtrates von Zürich bleibt sich treu: Er ist, was er immer schon war, und dümpelt zwischen Schönwetterbericht und ideologischem Handbuch. Da passt die Klimapanik ebenso dazu wie die Mobilitätsbeschränkung.

Um es auf den autofeindlichen Punkt zu bringen, kann bei den Jahresschwerpunkten des Sicherheitsdepartementes eine Mär nachgelesen werden. Da sollten 140 000 Personen in Liegenschaften leben, die von übermassigem Strassenlärm betroffen seien: Geschwindigkeitsreduktionen sollen eine nützliche und günstige Massnahme dagegen sein, so das Mantra des Stadtrates: «Neben dem Beitrag zur Lärmreduktion fördern tiefere Geschwindigkeitslimiten auch die Verkehrssicherheit und die Aufwertung des Strassenraumes.» Das zielt auf die Durchseuchung mit Tempo- 30-Tafeln hin.

Ein repressives Regime

Wie ideologisch dies ist, zeigt die Tatsache, dass sich die Fakten umgekehrt präsentieren. Tempo 30 erzwingt meist das Fahren in einem tieferen Gang, das hat höhere Tourenzahlen zur Folge und damit mehr Lärm. Dazu kommt ein repressives System mit den Bussen: Selbst wer vorsichtig fährt, sich aber einmal irrt und fünfzig statt dreissig auf dem Tacho hat, landet bei einer Verwarnung (ein Damoklesschwert für zwei Jahre) und einer Strafsumme bei der Grenze zum vierstelligen Bereich. Da wird es klar, dass man sich auf die Geschwindigkeitsanzeige statt auf die Strasse konzentriert – bewusst oder unbewusst – womit die Risiken steigen und der Sicherheit ein Bärendienst geleistet wird. Nachdem die Ideologie der 30-Watt- Gesellschaft die letzten Geschäftsberichte beherrschte, ist es jetzt die Hitzedämmung. Dies nach bloss zwei besonders heissen Sommern in den beiden vorangegangenen Jahren, als ob diese die Regel und der Beweis für die Klimakatastrophe wären: Unterschlagen wird, dass der Sommer 1983 besonders heiss war und 1976 europaweit während des ganzen Junis eine Trockenheit herrschte, durch die sich alle Grünflächen braun färbten. Mit dieser Hitzedämmung soll nun überall so gebaut werden, dass der Hitze entgegengewirkt werde: Häuser am Fusse des Uetliberges sollten jetzt quer zum Berg gebaut werden, damit sie Windkanäle der kühlen Fallwinde ermöglichen. Dies nach bloss zwei heissen Sommern.

Initiative gegen unzulässige Verpflichtungen

Das führt so auch in Zukunft zu einer ideologischen Haltung. Da ist schon das stadträtliche Jammern zu hören, dass man mit der Ablehnung des CO2- Gesetzes die Verpflichtungen des Pariser Abkommens nicht mehr erreichen könne. Dabei tut man so, als ob dieses Abkommen direktdemokratisch legitimiert sei. Es hat darüber aber nie eine Referendumsmöglichkeit gegeben, die sogenannten Verpflichtungen sind obrigkeitlich eingegangen worden und so wird die Bevölkerung in Beschlag genommen. Ähnlich verhält es sich mit der EU-unterwürfigen, verschulenden «Bologna-Reform» an den Hochschulen: Auch diese wurde von Bürokraten eingefädelt – und alle Studierenden und Dozierenden haben sich dem zu fügen. Was für die Systeme einer parlamentarischen Demokratie wie in Deutschland oder eines Präsidialen Systems wie in Frankreich noch geht, ist in einer direkten Demokratie unzulässig. Da müsste man eine Initiative ergreifen, die das Eingehen solcher Verpflichtungen verbietet.

3. Juli 2021 Bernhard im Oberdorf