Bitte nichts mehr kaufen!

Fadegrad Bitte nichts mehr kaufen! - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Ein weiterer Angriff von Links-Grün auf unsere freie Marktwirtschaft erfolgt nun über die Werbung.

An der letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien 2022 reichten die linken Mehrheitsparteien (SP, Grüne und AL) einen Vorstoss ein, der den Stadtrat auffordert, sämtliche Leuchtdrehsäulen und alle digitalen Werbeflächen in der Stadt Zürich zu entfernen und diese auch nicht durch «analoge Reklameflächen», wie zum Beispiel Plakate zu ersetzen. Das angestrebte Verbot wird damit begründet, dass die digital betriebenen Werbeflächen «sowohl den Energiebedarf als auch die Treibhausgasemissionen erhöhen» und somit mit den Klimazielen der Stadt Zürich nicht konform seien. Auch von den Plakaten möchten die rot-grünen Parteien in Zürich immer weniger hängen sehen, denn die «kommerzielle Werbung» erhöhe «den Konsum» der Stadtzürcher Bevölkerung und dieser trage «zur Erhöhung indirekter Emissionen auf Stadtgebiet bei.». Die rot-grünen Parteien möchten also, dass wir weniger konsumieren. Doch wenn weniger konsumiert wird, läuft das früher oder später meistens auf eine wirtschaftliche Rezession hinaus. Die Parteien hinter dem Anti-Konsum-Vorstoss scheinen diesen Zustand aber nicht etwa zu befürchten, sondern geradezu anzustreben. Zurzeit gibt es in Zürich 1934 Plätze für analoge Aussenwerbung und nur gerade 58 von der Stadt betriebene digitale Werbeflächen. Die Zahl der analogen Werbeflächen wird dieses Jahr um 130 sinken. In den nächsten Jahren war im Gegenzug eine Vervierfachung der digitalen Werbeflächen geplant. Diese sind für die Stadtverwaltung nämlich besonders lukrativ, denn sie spülen jährlich rund 15 Millionen Franken in die Staatskasse. Die beiden grössten Anbieter von Aussenwerbung der Schweiz, die APG|SGA und Clear Channel, bezahlen zudem gemeinsam jährlich 1,5 Millionen Franken Steuern in der Stadt Zürich und beschäftigen insgesamt 520 Arbeitnehmer, davon 150 in der Stadt. Auch zahlreiche Grafiker, Texter, Fotografen, Drucker und Marketingexperten in der Werbebranche versteuern ihre Einnahmen im Grossraum Zürich. Angesichts fortlaufend steigender Ausgaben der Verwaltung sollte die Stadt die Notwendigkeit entsprechender Einnahmen kennen. Doch die Zürcher Parlamentsmehrheit tickt anders. Sie orientiert sich in diesem Fall explizit an der links regierten Stadt Grenoble in Frankreich, die 2015 zur ersten werbefreien Stadt Europas gekürt wurde. Grenoble macht auch sonst von sich reden: Seit 2019 fungiert die Stadt kontinuierlich in den Top Ten der höchstverschuldeten Städten Frankreichs.

1. September 2022 Stefan Urech