Da machten sich auch auf Malika und Julio

Weihnachten Da machten sich auch auf Malika und Julio - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

An so schönen Ferienbaumkugeln hat die Gleichstellungskommission der EU bestimmt Freude. Bild Pixabay

EU VERORDNET ERSATZ FÜR MARIA UND JOSEF
Kennen Sie Malika und Julio? Nicht? Die beiden stehen in der Krippe unter Ihrem Ferienbaum. Wie, Sie wissen nicht, was ein Ferienbaum ist? Dann sind Sie nicht mit den neuen Richtlinien der EU vertraut. Eine EU-Kommission, zweifelsohne aus den klügsten Köpfen des Kontinents bestehend, hat nämlich pünktlich zum ersten Advent neue Richtlinien veröffentlicht, die unter anderem empfehlen, das Wort Weihnachten und die Namen Maria und Josef nicht mehr zu verwenden.

Lange mussten die Europäer auf die neue Anleitung warten, wie man sich heutzutage zu verhalten hat, aber rechtzeitig zur Weihnachtszeit, Entschuldigung, Ferienzeit, war die schöne Bescherung da, der Leitfaden für inklusive Kommunikation. Im Vorwort dieses Werks hält die Kommissarin für Gleichheit (ja, so etwas gibt es in der EU) fest, dass gewisse Wörter nicht mehr verwendet werden sollten, da sie diskriminierend seien. Auf den 32 folgenden Seiten werden dann für einen Teil dieser Wörter Alternativen aufgelistet. Zudem wird den Lesern immer wieder das richtige Verhalten eingetrichtert, das nur eine Stossrichtung kennt: Die Europäer müssen sich den Einwanderern anpassen und die eigene Kultur vergessen.

Mit der Sprache gegen das Christentum

Namen, die an das Christentum erinnern, soll man grundsätzlich nicht mehr verwenden. Maria und Josef seien also zu vermeiden. Stattdessen wird vorgeschlagen, Malika und Julio zu sagen. Die EU-Kommission erlaubt auch Namen wie Medina und Jamaal. Nur christliche Namen sind tabu. Auch christliche Feiertage wie Weihnachten oder Ostern sollten nicht mehr so genannt werden. Besser sage man Ferien oder Feiertag. Sonst könnten sich Leute anderer Religionen diskriminiert fühlen. Im Bericht sind auch zum Text passende Fotos abgebildet. Man sieht einen weissen Mann mit einem dunkelhäutigen Kind, ein lesbisches Paar (beide mit schwarzer Hautfarbe) und einen betenden Moslem mit langem Bart. Da und dort kann man auch ein Bild mit weissen Menschen entdecken, aber anhand der Auswahl der Fotos ist klar, wohin die Reise Europas führen soll.

Herr und Frau wird ebenfalls ersetzt

Ein wichtiges Thema in diesen Richtlinien sind natürlich auch die Geschlechter. Um zu verhindern, dass sich Leute ausgeschlossen fühlen, die nicht wissen, ob sie ein Mann oder eine Frau sind, soll zum Beispiel auf die Anrede Herr oder Frau verzichtet werden. Für die englische Sprache wird die richtige Alternative erwähnt. Diese soll Mx. statt Mr. und Ms. heissen. Für den deutschsprachigen Raum fehlt im Leitfaden leider die korrekte Variante, die Herr und Frau ersetzen soll. Wie wäre es mit Herau oder mit Frerr? HFx wäre vermutlich zu schwierig auszusprechen. Ob der strenggläubige Moslem von Seite 18 mit dem lesbischen Paar von Seite 12 aber auch so schön korrekt sprechen würde, ist nicht bekannt. Das spielt jedoch keine Rolle, denn es geht der EUKommission einzig darum, die weissen und christlichen Menschen zu erziehen.

Kritik kam nur aus Italien

Die Kommission hat sogar bereits an die Zukunft gedacht. Man darf zum Beispiel keinesfalls «Kolonisierung des Mars» sagen, denn das könnte bei Afrikanern böse Erinnerungen wecken. Stattdessen soll man «Menschliche Besiedlung des Mars» verwenden.

Jede Minderheit soll immer und überall beachtet werden. Darum wird empfohlen, bei der Zusammensetzung jeder Arbeitsgruppe darauf zu achten, dass alle Religionen, Geschlechter und Kulturen vertreten sind. Praxisnah war die EU ja noch nie. Nach der Veröffentlichung äusserten Politiker aus Italien Kritik, worauf die EU den Leitfaden in die Überarbeitung schickte. Bei den Löhnen, die Kommissionsmitglieder in der EU erhalten, dürften die Kosten für dieses Gleichheitsprojekt bald unsere ganze Kohäsionsmilliarde verschlungen haben. Kein Wunder also, wollten zahlreiche Nationalräte die Milliarde für die EU verdoppeln – nicht als Weihnachtsgeschenk natürlich, sondern korrekt als Feiertagsgeschenk.

17. Dezember 2021 Tobias Infortuna