Das Verschwinden der Väter und Mütter

News Das Verschwinden der Väter und Mütter - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Fortan soll gesetzlich statt vom Vater vom zweiten Elternteil die Rede sein. Bild Pixabay

EIDGENÖSSISCHE POLITIK AUF ABWEGEN
Angeblich zukunftsgerichtete Themen wie Familienpolitik, Chancengleichheit und Gleichmachung sollen nun zum Verschwinden der Väter führen. Für die Zeugung eines Kindes braucht es zwar noch den Mann. Damit aber alle alles dürfen, – können tun wir ja schon vieles – soll nun im ZGB der Begriff Vater aus dem Artikel 252 verschwinden.

Dies Aufgrund der neu eingeführten «Ehe für alle». Väter müssen ihren Platz mit dem Wortlaut «Die Entstehung des Kindesverhältnisses im Allgemeinen» in besagtem Artikel räumen und Kinder erhielten neben der Mutter einen «zweiten Elternteil», dessen Geschlecht nicht definiert würde. Somit werden sie nun zum ersetzbaren Subjekt erklärt. Gegen die Ehe für alle ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Sie weckt aber die Begehrlichkeit nach dem Recht auf Kinder. Womit automatisch neue Ungerechtigkeiten ins Leben gerufen werden. Eine Samenspende war bis anhin für kinderlose heterosexuelle Paare erlaubt, jedoch für lesbische Paare nicht. Mit dem neuen Gesetzesartikel soll sie aber auch ihnen ermöglicht werden. Homosexuelle Männer werden somit wiederum benachteiligt, denn die Leihmutterschaft ist in der Schweiz verboten. Ja, wir gönnen doch jedem und jeder das Glück zu zweit und haben volles Verständnis für homosexuelle Beziehungen; damit hat wohl hoffentlich niemand mehr ein Problem. Das reicht nun aber offenbar nicht. In diesen Fällen kann die eingetragene Partnerschaft zum Einsatz kommen. Um das Bild zu wahren, soll nach aussen eine Diskriminierung der Kinder, welche in gleichgeschlechtlichen Beziehungen aufwachsen, vermieden werden. Und wie sieht es im Inneren des Kindes aus? Hat sich das auch schon jemand gefragt? Bei einer Samenspende wird dem Kind die ersten 14 Jahre der Vater, also das männliche Element, vorenthalten, um nicht zu sagen gestohlen. Das Kind darf seinen Samenspender erst danach kennenlernen. Für eine optimale Entwicklung eines Kindes braucht es aber beide Elemente. Die Väter haben zu vielem einen anderen Zugang und lösen Probleme ganz anders als die Mutter. Das kennen wohl alle. Väter erfüllen z.B. nach den ersten drei Lebensjahren die wichtige Funktion der Ablösung des Kindes von der Mutter, was das autonome Bewusstsein des Kindes weckt. Zudem werden Selbstständigkeit und Unabhängigkeit gefördert. Dies aufgrund eines eher risikoreicheren spielerischen Umgangs, der den Kindern mehr zumutet. Niemand hegt Zweifel an genügend Fürsorge für das Kind. Aber ist es in Ordnung, dem Kind den einen Elternteil so viele Jahre vorzuenthalten? Jeder hat das Bedürfnis, seine Abstammung zu kennen. Der grosse Aufwand, welche adoptierte Kinder als Erwachsene auf sich nehmen, um ihre leiblichen Elternteile zu finden, spricht da Bände. Übrigens müsste dann noch die Priorität der Vergabe von Adoptionen festgelegt werden. Wird dann aus Antidiskriminierungsgründen den gleichgeschlechtlichen Paaren der Vorrang gegeben? Zieht das Klagen von heterosexuellen Paaren nach sich, oder umgekehrt? Dieses Beispiel ist in den USA nicht neu.

«Elternteil 1» und «Elternteil 2»

Bei der Entfernung des Begriffs Vater aus dem ZGB wird es nicht bleiben. Hat ein Kind zwei Mütter, wird wohl auch der Begriff Mutter sterben, denn er wird wie gesagt, durch Elternteil zwei ersetzt. Das ruft früher oder später automatisch nach einem Streit zwischen Nummer eins und zwei. Die traditionelle Familie wird einmal mehr geschwächt. Schlussendlich müssen wahrscheinlich alle das Recht auf Kinder haben. Sind nun alle Paragraphen im Gesetz geregelt, kann die Diskriminierung des Kindes in der Schule vorkommen. Da darf dann nicht mehr nach Mutter und Vater gefragt werden. In den USA ist man da wie üblich schon weiter. In New York City hat eine Schule kürzlich einen Leitfaden für Eltern bezüglich Ausdrücken herausgegeben. Anstatt Mutter und Vater sollen sie die Begriffe Erwachse oder Leute verwenden. Die Begriffe Mädchen und Jungen sollen gendergerecht dem Ausdruck «Menschen » oder ebenfalls «Leute» weichen. Dann kommt der ganze Rattenschwanz der diskriminierenden Ausdrücke aufgrund der sexuellen Orientierung oder religiösen Dazugehörigkeit dazu. Dafür steht dieser Schule ein zwölfseitiger Leitfaden zur Verfügung. Tatsache ist bei aller künstlich erzeugten Änderungshektik, dass wir alle nur eine Mutter und einen Vater haben. Nie will ich mir nehmen lassen, meine Mutter und meinen Vater aus Rücksicht auf Minderheiten nicht mehr so nennen zu dürfen. Das hätten sie beileibe nicht verdient. Jahrhundertealte Familienbegriffe werden auf dem Altar des Fortschritts und des LGBTQ+-Kultes geopfert. Das Bundesparlament hat in der Wintersession einem Vorstoss zugestimmt, dass sich jeder Mensch ab 16 Jahren beim Zivilstandsamt unkompliziert in ein anderes Geschlecht einteilen lassen kann. Also vor der RS vom Mann zur Frau und vor der Pensionierung umgekehrt. Randbemerkung: für einen Handyvertrag braucht jemand unter 18 die Unterschrift der Eltern, für die Änderung des Geschlechts jedoch nicht. Ohje, wohin geht die Reise noch? Schöne neue Welt.

10. April 2021 Therese Schläpfer