Das Werkzeug zur Bevormundung

Stadt Zürich Das Werkzeug zur Bevormundung - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Nur noch ein Zimmer beheizen – wie zu Grossvaters Zeiten? Genau das heisst «Netto Null» ohne innovations- und damit wirtschaftsfreundliche Politik. Bild Pixabay

NETTO NULL
Die Stadt Zürich hat nach der Volksabstimmung 2008 ein quantitatives Klimaschutzziel auf eine Tonne CO2-Ausstoss pro Einwohnerin und Einwohner bis 2050 in der Gemeindeordnung verankert. Eine später eingereichte Motion verlangt nun vom Stadtrat ein «Netto Null»-Ziel bis 2030, das selbst der Stadtrat ablehnt, weil es völlig unrealistisch ist. Stattdessen soll nun «Netto Null» bis 2040 in der Gemeindeordnung festgeschrieben werden.

Um «Netto Null» jedoch zu erreichen, müsste der Wärmebedarf trotz Bevölkerungswachstum radikal abnehmen. Der beheizte Raumbedarf pro Person beim Wohnen und Arbeiten müsste reduziert und höchste energetische Anforderungen konsequent durchgesetzt werden. Sämtliche Öl- und Gasheizungen müssten bis 2040 aus der Stadt verschwinden.

Der motorisierte Individualverkehr würde massiv reduziert und elektrifiziert. Der öffentliche Verkehr müsste um 40 Prozent wachsen, ebenso der Fuss- und Veloverkehr. Weiter müsste der Stadtrat direkt auf die Ernährung, Mobilität, Flugreisen und das Wohnen der Menschen Einfluss nehmen.

Innovation ist die Lösung

Es stellt sich die Frage, wie das Problem des C02-Ausstosses gelöst werden kann ohne diese massiven Kosten und Einschnitte in unser gewohntes Leben. Innovationen! Ja, Innovationen und damit technischer Fortschritt helfen uns Menschen seit Jahrtausenden, aktuelle und neue Probleme zu lösen. Im Gebäudebereich konnte der CO2-Ausstoss seit 1990 um 40% reduziert werden – und das bei einem Bevölkerungswachstum von 27%. Wenn wir so weitermachen, haben wir 2050 im Gebäudebereich «Netto Null» erreicht. Deutschland stellt heute schon mit Windenergie Wasserstoff her, mit dem Lastwagen betrieben werden. Ebenfalls mit Wasserstoff können künstliche Treibstoffe hergestellt werden, die den Flugverkehr in Zukunft CO2 neutral machen. Es ist heute schon möglich, technisch der Atmosphäre CO2 zu entziehen.

Gewaltige Kosten vernichten das Eigenkapital

Die Weisung «Netto Null» geht während der nächsten 20 Jahre von Gesamtkosten von ca.12 Mrd. Franken aus oder umgerechnet jährlich von ca. 570 Mio. Franken. Die Stadt Zürich ist weltweit betrachtet für einen Anteil von knapp 0,1 Promille am jährlichen CO2-Ausstoss verantwortlich. Wegen Corona sind wir aktuell in einer Wirtschaftskrise. Der Stadtrat und die linke Mehrheit im Gemeinderat tun so, als gäbe es die Wirtschaftskrise nicht, und sie machen munter weiter mit Geld verteilen. Das Budget 2022 und der Finanz- und Aufgabenplan weisen in den nächsten Jahren tiefrote Zahlen aus, und zwar mit jährlichen Defiziten von rund 200 Mio. Franken.

Das Eigenkapital der Stadt wird in wenigen Jahren aufgebraucht sein, sodass Steuererhöhungen sehr schnell Realität werden. Die SVP ist nicht bereit, den kommenden Generationen massiv höhere Steuern und einen Schuldenberg zu hinterlassen und lehnt deshalb diese Weisung entschieden ab.

16. Dezember 2021 Walter Anken