Der linke Adventskalender des Schweizer Radios und Fernsehens

Kritik Der linke Adventskalender des Schweizer Radios und Fernsehens - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Am 2. Dezember kam im SRF-Adventskalender die erlösende Kunde: Die Firma Lego erhielt Lob für die Einführung geschlechtsneutraler Figuren. Hat der Baumeister alter Schule bald ausgedient? Bild Pixabay

MEDIENKRITIK
Die News-Abteilung des Schweizer Radios und Fernsehens SRF hatte in der Adventszeit eine schöne Idee, um uns Zwangsgebührenzahlern den Dezember zu versüssen. Die Redaktion veröffentlichte nämlich einen Adventskalender, der 24 positive Meldungen des Jahres 2021 hervorhob. Diese 24 angeblich guten Nachrichten enthüllten vor allem eines: den Linksdrall des SRF.

Die Mitarbeiter der News-Redaktion des Schweizer Radios und Fernsehens meinten es im Dezember gut mit dem Schweizer Volk. Sie wollten es jeden Tag mit einer positiven Meldung aufheitern und sammelten deshalb die ihrer Meinung nach positivsten 24 Ereignisse des Jahres 2021, die in Form eines Adventskalenders veröffentlicht wurden.

Hinter den 24 Türchen verbargen sich dann tatsächlich 11 Meldungen, die man als politisch neutral bezeichnen kann. Ein Hund zum Beispiel rettete in Australien Koalas aus dem brennenden Wald, in den USA wurde ein entführtes Mädchen gefunden, und die Kinder in der Schweiz trieben mehr Sport. Auch die Meldung, dass Velofahrer vermehrt einen Helm trugen, könnte man unpolitisch nennen, wenn der zuständige Journalist nicht «Velofahrer: innen» geschrieben hätte.

Klima, Gender und Sozialismus

Fast die Hälfte der positiven Meldungen kam also neutral daher – eine überdurchschnittliche Leistung für eine linke Redaktion. Auch das wäre eigentlich eine Meldung wert gewesen. Doch an den anderen 13 Adventstagen entschieden sich die Journalisten für ihre Lieblingsthemen Klima, Gender und Sozialismus. So wurde zum Beispiel die erste Nachtwächterin in Lausanne gefeiert und Seegras als klimafreundliche Nahrungsquelle angepriesen.

In Verzückung gerieten die Journalisten im vergangenen Jahr, wenn vom Staat etwas gratis angeboten wurde, denn im linken Verständnis müssen Dinge, die gratis sind, von niemandem bezahlt werden. Deshalb fand das SRF positiv erwähnenswert, dass die Stadt Zürich neuerdings gratis Tests für Geschlechtskrankheiten anbietet, Frankreich Verhütungsmittel an junge Frauen gratis abgibt, und die EU an Jugendliche Gratistickets für den Zug verschenkt. Und das alles noch vor Weihnachten!

Der linke Traum von Island

Richtig in Begeisterung versetzt wurde die Redaktion aber wegen Island. Am 12. Dezember wurde berichtet, dass Island die Vier-Tage-Woche eingeführt habe. Bei vollem Lohn, wie euphorisch geschrieben stand. Island mauserte sich im Jahr 2021 also zur Traumdestination aller Journalisten. Und ein ganz grosses Lob ging am 2. Dezember an die Firma Lego für die Einführung geschlechtsneutraler Figuren.

Denn herkömmliche Spielzeuge würden Geschlechterklischees verstärken, behauptete SRF steif und fest wie ein Weihnachtsstollen. Doch welch eine schöne Bescherung, dank Lego gibt es nun endlich geschlechtsneutrale Spielfiguren! Die politische Neutralität hingegen muss bei SRF noch warten. Alles andere wäre ein richtiges Weihnachtswunder.

7. Januar 2022 Tobias Infortuna