Die alte Leier

Worte des... Die alte Leier - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Linke wollen ihr nicht genehme Formen des Zwangskonsums durch Gratisangebote beseitigen. Bild: Pexels

WORTE DES STELLVERTRETENDEN PARTEISEKRETÄRS

SP-Urgestein Jacqueline Badran bläst zum Halali auf Vermieter. Mit überhöhten Renditen – laut ihr oft im zweistelligen Bereich – müsse nun endlich Schluss sein. Kommt ihre parlamentarische Initiative nicht durch und gibt es auch am runden Tisch mit Vermietern und Mietern keine Lösung nach linkem Gusto, will die Zürcher Nationalrätin den bösen Hauseigentümern mit einer Volksinitiative Beine machen.

Szenenwechsel: Die Schweiz belegt gemäss einer Studie der international renommierten Lausanner Kaderschmiede IMD weltweit den ersten Platz in Sachen Wettbewerbsfähigkeit. Unser kleines Land löst damit Singapur ab und liegt vor Schweden und Dänemark. Um im Ranking die Nase vorn zu haben, brauchts Bestnoten für die ökonomische Leistung, die Wirtschaftspolitik, die Effizienz der Wirtschaft und – für den Zustand der Infrastruktur.

Immobilien, um den Bogen zu Frau Badrans Anliegen zu spannen, gehören zur Infrastruktur und wir tun gut daran, sie in Schuss zu halten, wenn wir im internationalen Vergleich weiterhin ein attraktiver Standort bleiben wollen. Ohne Investitionen geht das nicht und diese gilt es, unter anderem aus einem angemessenen Ertrag aus Bestandesliegenschaften, zu erwirtschaften.

In der Lesart der SP ist es stossend, mit Wohnungszinsen Geld zu verdienen, weil Wohnen eine Form von Zwangskonsum darstelle. Stimmt! Doch da gibt es viele andere Bereiche, in denen es genau gleich ist. Als Paradebeispiel können Lebensmittel ebenso wie Kleider gelten. Bei beidem haben Konsumenten eine riesige Auswahl vom Discounter bis zum Delikatessenladen oder zur Haute-Couture-Boutique. Dass die Preise vor allem im Retailbereich äusserst günstig sind, liegt daran, dass viele Anbieter um die Gunst der Kunden buhlen.

Über den Begriff Zwangskonsum lässt sich gerade mit Blick auf linksgrüne Durchmarschpolitik in Grossstädten trefflich philosophieren. Parkplatzwucher in Zentren oder Roadpricing- Allüren zählen dazu, denn mit ihnen lassen sich jene schamlos melken, die für die Arbeit oder privat (grösserer Einkauf mit Kindern) aufs Auto angewiesen sind.

Geht es nach dem Willen der Linken, sind alle ihr nicht genehmen Formen des Zwangskonsums durch Gratisangebote (z.B. auch ÖV und Hallenbäder) zu beseitigen. Ebenso wie unsere tägliche «Zwangsarbeit» – denn was sonst ist Erwerbstätigkeit? – durch ein bedingungsloses Grundeinkommen auszumerzen ist. Absurd: Wir erhielten dann ohne Leistung Geld für Dinge, die gratis sind. Religion, so hielt ein vermeintlicher Weltverbesserer fest, sei Opium fürs Volk. Heute sind es die Phantastereien von Rot- Grün. Und so vernünftig unser Volk ist, unsere permanente Aufklärung bleibt unerlässlich.

24. Juni 2021 Thomas Ammann