Die FDP vor ihrer Präsidentenwahl: Thierry Burkart – der neue Müller?

Allerlei Die FDP vor ihrer Präsidentenwahl, Thierry Burkart - der neue Müller? - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Wohin wird Thierry Burkart die FDP führen? Bild Wikipedia

Die FDP sucht einen neuen Präsidenten. Er soll die Nachfolge von Petra Gössi antreten. Mit dem Aargauer Ständerat Thierry Burkart ist ein sich besonders bürgerlich Gebender einziger Kandidat.

rw. Mit Philipp Müller wurde 2012 eine Art «rotes Tuch» zum FDP-Präsidenten. Mit seiner umstrittenen Initiative für einen Ausländeranteil von 18 Prozent verstand er es, betont bürgerliche Wähler an sich zu binden. So wurde er Aargauer Ständerat. Als FDP-Präsident verstand er es jedoch bestens, rechts zu blinken und links abzubiegen.

Auch Thierry Burkart setzt auf sein betont bürgerliches Netz. Er hat sich vor allem als Sicherheits- und Armeepolitiker einen Namen gemacht. So war er massgeblich daran beteiligt, dass das Volk – wenn auch knapp – der neuen Flugzeugbeschaffung zustimmte. Er setzte sich rechtzeitig an die Spitze der neuen Allianz Sicherheit und ist Präsident des Nutzfahrzeugverbandes ASTAG. Dieses Amt will er bei einer Wahl zum Parteivorsitzenden keinesfalls abgeben.

Bei der FDP hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine linksliberale, teilweise gar ökosozialistische Schicht gebildet, die das Steuer in der Hand hatte und für entsprechende Mehrheiten sorgte. Dies ist auch im Kanton Zürich zu beobachten. Die FDP stimmt im Zweifel links. Der Mann, der am 2. Oktober als einziger Kandidat zum neuen FDP-Übungsleiter gewählt werden will, hat keinen Gegenkandidaten. «Was hat Burkart vor?», schrieb kürzlich die «Weltwoche». Wird das «Vorbild für «Abweichler» sich einmitten?

Ob Burkart sich gegen diese linke Politik überhaupt wehren will, wehren kann? Ob die FDP damit wieder bürgerlicher wird? Er wolle mit allen zusammenarbeiten, lässt Burkart jetzt überall verlauten. Also auch mit Klimafetischisten und EU-Verstehern, die in seiner Partei doch recht zahlreich sind? Fragen über Fragen. Vielleicht ist das Ganze auch nur ein PR-Gag – und die FDP bleibt dass, was sie ist: Unzuverlässig. Das dann ganz nach dem Motto eines seiner Parteipräsidenten-Vorgänger, Philipp Müller. Man erinnert sich. Es gab schon einmal einen Aargauer Standesherrn, der rechts blinkte und dann links abbog.

16. September 2021 Reinhard Wegelin