Die linke Demontage des «Züri Fäschts»

Stadt Zürich Die linke Demontage des «Züri Fäschts» - Onlinebote SVP des Kantons Zürich 1

Die allseits beliebte Flugshow am «Züri Fäscht» ist Geschichte. Rot-Grün hat es wieder einmal geschafft, uns allen ihre Ideologie aufzuzwingen. Bild: Wikipedia

AUS DEM ZÜRCHER GEMEINDERAT
Vorgestern Mittwoch war das beliebte «Züri Fäscht» ein dominantes Thema in der Gemeinderatssitzung. Neben der eigentlichen Weisung wurde auch über drei Begleitpostulate debattiert und entschieden. Bereits vor den Sommerferien war das Fest medial stark vertreten, weil die linken Parteien das traditionelle Feuerwerk und die Flugshows aus Umweltschutzgründen mit Änderungsanträgen verbieten wollten. Grüne, SP und AL begründeten diese Forderung mit der gewonnen «Netto-Null»-Abstimmung im vergangenen Frühjahr.

Bei der Vorstellung der Weisung wiesen die Bürgerlichen auf die Bedeutung des «Züri Fäschts» hin. Mehrere tausend Personen haben Arbeit. Viele Unternehmen profitieren von diesem dreitägigen Anlass, an dem über 2 Mio. Besucherinnen und Besucher teilnehmen.

Die direkte Wertschöpfung liegt bei rund CHF 350 Mio. Der Antrag des Stadtrats lautet auf einen jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrag von Fr. 1 250 000.— bzw. Fr. 3 750 000.—pro Fest, da dieses nur alle drei Jahre stattfindet.

Für die SVP war klar, dass sie der unveränderten Weisung des Stadtrats zustimmt, denn das «Züri Fäscht» ist ein äussert beliebtes Volksfest, das weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt ist. Der Rat stimmte dem Betriebsbeitrag zu.

Nun zogen dunkle Wolken im Rat auf, indem über den Änderungsantrag beziehungsweise das Verbot der Flugshows diskutiert wurde. Die fundierten Ausführungen von Stefan Urech, SVP, über die Bedeutung der Flugshows für viele Festbesucher, konnten das Unheil nicht mehr abwenden. Die Grünen argumentierten, dass synthetische Treibstoffe mit viel Strom hergestellt werden und damit Flugzeuge nicht CO2- neutral fliegen können. Auch die fehlende Sicherheit der Bevölkerung und die Kondensstreifen am Himmel wurden bemüht, um den Flugshows den «Garaus» zu machen.

Unfassbar aber war, der Änderungsantrag wurde mit 59 Ja- gegen 55 Nein- Stimmen angenommen. Damit sind Flugshows am «Züri Fäscht» Geschichte. Wirklich sehr schade!

Im ersten Begleitpostulat fordern die Linken für das «Züri Fäscht» innovative Konzepte und Prozesse, damit das Fest mit den Klimazielen der Stadt Zürich verträglich wird. Der Anlass würde aktuell 12 500 Tonnen CO2 ausstossen, was den Vorgaben zum Klima entgegenläuft. Besonders im Bereich Verkehr und Verpflegung müssten Massnahmen zur CO2-Reduktion ergriffen werden.

Am «Züri Fäscht» haben wir viel weniger Mobilität in der Stadt als an jedem anderen Wochenende und damit paradoxerweise einen deutlich tieferen CO2-Ausstoss.

Im zweiten Begleitpostulat verlangen auch wieder die Grünen, dass nur noch Mehrweggeschirr oder Einweggeschirr mit geringer Umweltbelastung eingesetzt werden darf.

Diese Pflicht soll für alle gelten, die Esswaren oder Getränke am Fest verkaufen.

Wir von der SVP haben das Postulat abgelehnt, nicht weil wir etwas gegen Mehrweggeschirr hätten, sondern weil die Stadtverwaltung in der Kommission ihr Nachhaltigkeitskonzept vorgestellt hat. So werden Fingerfood und umweltfreundliches Einweggeschirr bereits jetzt empfohlen. Z

Im dritten Begleitpostulat verlangen die Fraktionen von SP und Grünen, dass das Feuerwerk am «Züri Fäscht» baldmöglichst durch innovative und umweltfreundliche Alternativen ersetzt wird.

Die Linke begründet die Forderung auch wieder mit der Belastung der Umwelt durch Feuerwerke und zudem würde das laute Knallen viele Menschen, Haus- und Wildtiere erschrecken. Weiter würde der Feinstaub Luft und Wasser verschmutzen und sei er für vulnerable Menschen eine gesundheitliche Gefährdung.

Die SVP wies darauf hin, dass Feuerwerke zu den beliebtesten Attraktionen des «Züri Fäschts» gehören und nur für 0,2% der Emissionen verantwortlich sind. Alle drei Begleitpostulate wurden leider an den Stadtrat überwiesen.

1. September 2022 Walter Anken