Die neue Macht der Besserwisser

Worte des... Die neue Macht der Besserwisser - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Bei den Gesamterneuerungswahlen 2015 erreichte die SVP im Nationalrat den höchsten Stimmenanteil in ihrer hundertjährigen Geschichte. Bild wikipedia

WORTE DES 2. VIZEPRÄSIDENTEN DER SVP KANTON ZÜRICH
Die Schweiz ist innert weniger Jahre eine andere geworden: Eine neue Generation von praxisfernen Klugschwätzern bestimmt den Kurs unseres Landes. Das müssen wir ändern.

Am 18. Oktober 2015 fanden eidgenössische Wahlen statt. Die SVP erreichte landesweit den höchsten Stimmenanteil ihrer hundertjährigen Geschichte, nämlich 29,4 Prozent. Zum Vergleich: Die SP als zweitstärkste Partei kam auf 18,8 Prozent, die Grünen auf 7,1 Prozent, und die Grünliberalen mussten sich mit 4,6 Prozent begnügen. Kurz zuvor hatte die GLP bei ihrer Volksinitiative für eine ökologische Steuerreform mit nur gerade 8 Prozent Zustimmung Schiffbruch erlitten.

Doch in den Jahren seit 2015 hat die politische Wetterlage im Grossen und im Kleinen dramatisch umgeschlagen. Das Parlament ist so links wie noch nie seit Gründung unseres Bundesstaates. Die immer selteneren bürgerlichen Mehrheiten müssen hart erkämpft werden. Aber auch in der Bevölkerung ist der Linksrutsch offenkundig: Grüne, ökologische und sozialistische Anliegen werden zunehmend salonfähig. Die Städter und Urbanen marschieren in Scharen zu den Urnen, die Bewohner der ländlichen Gebiete bleiben viel öfter zuhause. Das war früher umgekehrt, darum konnte 1992 die EWRVorlage gebodigt werden. Ich behaupte: Die politische Schweiz hat sich innert sechs Jahren mehr verändert als in den 150 Jahren zuvor.

Angriff auf Freiheit und Marktwirtschaft

Wie konnte es soweit kommen? Schliesslich gilt eigentlich immer noch die persönliche Freiheit der Bürger, die Marktwirtschaft, die Handels- und Gewerbefreiheit, die Eigentumsgarantie und die Meinungsfreiheit. Doch Facebook und andere soziale Medien sperren Beiträge, welche die Klimahysterie infrage stellen. Bei der Zeitung «20 Minuten» gibt es einen «Diversity Desk», der kritische Artikel über Migranten zensiert. Und es herrscht neuerdings eine Politikergeneration, die direkt von der Schulbank kommt. Leistungsorientierung ist für sie ein Fremdwort – und wird es auch immer bleiben. Heute bestimmen in der Politik äusserst selbstgefällige Personen des rot-grünen Lagers, die ihre Ausbildung abgebrochen haben. Als Besserwisser ohne berufliche Praxis, ohne je in der privaten Wirtschaft gearbeitet zu haben. Diese blutleeren Ideologen wissen vor allem eines: Wie sie uns, die wir anders denken, anders leben und anders arbeiten, umerziehen können. Wenn es freiwillig nicht funktioniert, dann halt mit Verboten, mit bürokratischen Vorschriften, neuen Gesetzen, mit Bevormundung und Verteuerung unseres Lebens.

Weltfremde Theoretiker bestimmen unser Leben

Die Büezer unseres Werkplatzes, die Chrampfer für unseren Wohlstand werden mit Steuern, Abgaben und Gebühren geplagt, um das Luxusleben der Luxussozialisten zu finanzieren. Die Bevormunder und Klugschwätzer wissen genau, wie wir unser Leben führen müssen, wie wir wohnen und heizen, wie wir leben und wie wir reisen sollen. Wir haben in der letzten Session erlebt, wie eine grünliberale Nationalrätin und Inhaberin eines «Beratungsbüros » unseren Bauern erklärte, sie hätten ihren Mastviehbestand massiv zu reduzieren, da wir weniger Fleisch essen sollten. Und das alles soll der Staat regeln, lenken, vorschreiben und kommandieren. Derselbe Staat übrigens, der in der Covid-Krise ausserstande war, genügend Masken und Schutzanzüge zu horten, genügend Intensivpflegeplätze bereitzuhalten und genügend Impfdosen einzukaufen. Ist Corona irgendwann hoffentlich vorbei, werden dieselben Umerzieher und Klugschwätzer wieder zu ihrem Lieblingsthema «Klimawandel» zurückkehren und die Bürger von A bis Z in diesem Bereich bevormunden.

Das CO2-Gesetz, über das wir am 13. Juni abstimmen, ist ein Erzeugnis dieser Besserwisser: Der Staat soll zugunsten der rot-grünen Profiteure umverteilen – für einen nutzlosen Leerlauf, der dem Klima null und nichts bringt. Die Wirtschaft, der Werkplatz, die KMU und die Gewerbler würden massiv geschädigt. Die Randregionen, vor allem aber die sozial Schwächeren werden Opfer dieser Luxussozialisten, indem sie massiv mehr für Heizöl, für Benzin und für die hart erarbeitete Flugreise ans Meer bezahlen müssen. Auch die Wirtschaft wird von diesem Ökosozialismus immer mehr belastet und leitetet die Kosten an die Konsumenten weiter.

Wir müssen uns wehren gegen die linken Grossmäuler, die Europa grenzübergreifend diktieren. Das ist nicht einfach, denn sie haben fast alle Medien auf ihrer Seite. Unser durch geräteunabhängige Steuern finanziertes Radio und Fernsehen und die ebenfalls am Staatstropf hängenden Zeitungen erzählen dasselbe wie die Besserwisser von Grünen, SP und GLP. Wenn unseren Chrampfern und Leistungsträgern, wenn den Opfern der linken Bevormundung endlich ein Licht aufgeht, wird es wieder besser. Sie müssen sich allerdings bei den nächsten Abstimmungen und Wahlen an die Urnen bemühen. Die Faust im Sack zu machen und am Stammtisch zu schimpfen, genügt nicht mehr, um die immer mächtigere rot-grüne Flut abzuwehren.

1. April 2021 Thomas Matter