«Die Schweiz muss sehr gut aufpassen, in welche Richtung sie sich entwickelt»

Freundnachbarschaftliche Sommergrüsse «Die Schweiz muss sehr gut aufpassen, in welche Richtung sie sich entwickelt» - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Thomas und Carmen Werner am eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug. Bild zVg

FREUNDNACHBARSCHAFTLICHE SOMMERGRÜSSE
Mit Thomas Werner hat die SVP des Kantons Zug einen Parteipräsidenten, der seinen Heimatkanton praktisch ebenso gut wie den Kanton Zürich kennt. Wie es Zug – vielen kaum mehr bewusst – vom Armenhaus zum heutigen Wohlstands- Turbo gebracht hat, sollten wir uns wieder vermehrt vor Augen halten. Auf Gemeinde-, Kantons und Landesebene.

Worüber freut sich der kantonale SVP-Präsident mit Blick auf den Kanton Zug derzeit am meisten?

Wir sind Eishockey-Schweizer-Meister und die Rechnung des Kantons Zug schliesst, auch dank der hervorragenden Leistung unseres SVP-Finanzdirektors, Heinz Tännler, mit einem Überschuss von 285,5 Millionen Franken. Das ist ein noch nie dagewesener Rekord. Der Kanton Zug hat seine Hausaufgaben gemacht, steht finanziell gut da, entwickelt sich dynamisch und ist in der Lage, in speziellen Zeiten und Situationen schnell zu Handeln.

Und was verursacht Sorgenfalten?

Die aktuelle Spaltung der Gesellschaft durch die Covid-19 Massnahmen, und die scheinbar vorhandene Gleichgültigkeit, die eigene Freiheit aufzugeben, schockiert mich. Zusammen mit den Medien spielt Bundesrat Berset ein regelrechtes Powerplay gegen die Freiheit und Selbstbestimmung. Der Bundesrat setzte dazu gekonnt das Spiel der Angst- und Panikmache ein. Aktuell übt er mit Unterstützung vieler Medien Druck auf ungeimpfte Personen aus. Es geht bei Covid-19 ohne wirkliche Notwendigkeit immer mehr Richtung indirekten Impfzwang, bleibende Einschränkungen und Diffamierung, was bis vor kurzer Zeit noch völlig undenkbar gewesen wäre. Nichts spaltet unserer Gesellschaft mehr als die Diskussionen um die Covid- 19-Massnahmen.

Der Kanton Zug wird bisweilen als «Rucksackkanton » von Zürich apostrophiert. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen diesen zwei wirtschaftlich ausgesprochen starken Kantonen?

Zug war, obwohl angrenzend an den reichen Kanton Zürich, einst das Armenhaus der Innerschweiz. Kluge und mutige Köpfe haben dann trotz grosser Not Weitsicht und Mut bewiesen und die Steuern nicht reflexartig erhöht, sondern gesenkt. Sie haben so den Grundstein für die Entwicklung unserer sehr starken Wirtschaft gelegt. Die Nähe zum Kanton Zürich war damals wie heute ein Vorteil. Ich sehe da keine Konkurrenz, sondern sehr viel Potenzial für eine gute Zusammenarbeit. Wir haben viele gemeinsame Interessen, die wir als «Geberkantone» in Bern vereint vertreten sollten.

An einen Repräsentanten des Kantons Zug darf die Frage nicht fehlen, warum die 99%-Initiative der JUSO ein (weiterer) Unsinn ist?

Es geht der JUSO nicht um Gerechtigkeit. Was die JUSO zusammen mit anderen linken Nutzniessern wirklich wollen, ist mehr Staat und weniger Freiheit und Eigenverantwortung für die Bürger. Sie vergessen dabei, dass genau diese Leute, welche sie mit der 99%-Initiative abzocken wollen, verantwortlich sind für sehr viele Arbeitsplätze und sehr hohe Steuereinnahmen. Das sind fleissige, erfolgreiche Geschäftsleute und wenn uns diese verlassen, verlieren wir nicht nur Steuersubstrat, sondern auch Arbeitsplätze. Die Schweiz muss sehr gut aufpassen, in welche Richtung sie sich entwickelt. Durch immer mehr neue Gesetze erhält der Staat immer mehr Aufgaben, Verantwortung und Macht, während dem Bürger immer mehr Freiheit und Eigenverantwortung abgenommen wird. Die Annahme dieser Initiative würde genau diesen Trend noch verstärken.

Sie kennen die Stadt Zürich gut, unter anderem weil Sie bei der Stadtpolizei Leiter Kinderschutz sind. Angenommen, Sie wären Kreisparteipräsident in einem seit Jahren von links und grün dominierten Grossstadtquartier. Wie würden Sie dagegen angehen?

Ich bin froh, bin ich nicht Kreisparteipräsident in Zürich, und es steht mir nicht zu, Ratschläge zu geben. Die Stadt Zürich ist aktuell fest in links-grüner Hand und steht trotz sehr hoher Staatsausgaben finanziell gut da. Es bleibt wohl nichts anderes übrig als mit viel Ausdauer der Bevölkerung die Vorzüge der verlässlichen SVP-Politik näher zu bringen. Denn mit tieferen Steuern, mit mehr Sicherheit, keiner unkontrollierten und masslosen Zuwanderung, aber mehr Freiheit und Eigenverantwortung für die Bürger, wäre die Stadt Zürich noch attraktiver als sie es jetzt schon ist.  

 

Steckbrief Thomas Werner

Privat/Beruf: Aufgewachsen in Oberägeri, verheiratet mit Carmen Werner, Vater von zwei Kindern. Hobbies: Politik, Bier brauen, Sport (Tennis, Mountainbike, Ski) Beruf: Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten in der US-Firma Bourns AG in Zug, anschliessend selbstständig (Tennis- und Sportplatzbau), 1995 Eintritt in die Stadtpolizei Zürich, ab 2000 Ermittler bei der Kriminalpolizei, diverse Weiterbildungen, ab 2012 Chef der Ermittlungsgruppe Kinderschutz der Stadtpolizei Zürich.

Politik: 2010 Wahl in den Kantonsrat des Kt. Zug; 2012, Wahl zum Präsidenten der Justizprüfungskommission des Kt. Zug und Wahl zum Vizepräsidenten der SVP Kt. Zug. 2021 Wahl zum Präsidenten der SVP Kt. Zug Weitere Infos sind auf www.thomaswerner. ch zu finden.  

 

23. Juli 2021 SVP Kanton Zürich