Ehret das Alter, so ehrt Ihr eure Zukunft

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Die «Altersstrategie 2035» ist breit abgestützt, was sich auch im Gemeinderat widerspiegelte. Bild: pixabay.com

AUS DEM ZÜRCHER GEMEINDERAT 
An der Sitzung vom letzten Mittwoch hat sich der Gemeinderat mit der Weisung «Altersstrategie 2035» beschäftigt. Die Stadt Zürich soll in Zukunft noch altersfreundlicher werden, als sie es heute schon ist. Bekannt ist, dass die Menschen immer älter werden, was erfreulich ist.

In Zukunft wird der Anteil Rentnerinnen und Rentner stark steigen und zudem werden sich die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren ändern. Gesellschaftliche Trends und Entwicklungen machen auch vor dem Alter keinen Halt. Der Titel dieses Texts zeigt ein Thema auf, dem sich kein Mensch verschliessen kann, denn früher oder später sind wir alle davon betroffen. Ziel der «Altersstrategie 2035» ist, dass alle Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen können, und zwar unabhängig von ihrer gesundheitlichen, wirtschaftlichen, und sozialen Situation. Für die Entwicklung der «Altersstrategie 2035» hat die Stadt einen Mitwirkungsprozess angestossen, an dem neben der Fachwelt auch die Bevölkerung beteiligt war und wertvolle Erkenntnisse einbringen konnte. Die «Altersstrategie 2035» ist somit breit abgestützt, was sich auch im Gemeinderat widerspiegelte. Vier Handlungsfelder bilden die Grundlage der «Altersstrategie 2035».

Möglichst lange im gewohnten Umfeld

Im ersten Handlungsfeld geht es darum, dass alte Menschen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben können. Konkret braucht es mehr Alterswohnungen und die Spitex-Angebote müssen deutlich ausgebaut werden. Finanziell schwache Personen sollen unterstützt werden, damit auch sie so lange wie möglich zu Hause wohnen können. Pflegeplätze werden näher in die Quartiere verlegt. Im zweiten Handlungsfeld geht es um Angebote, Informationen und Beratungen, die stärker auf das Quartier ausgerichtet werden. Im dritten Handlungsfeld wird der öffentliche Raum angeschaut. Die Aufenthaltsqualität wird verbessert, indem Hindernisse abgebaut und zusätzliche Sitzgelegenheiten erstellt werden. Die Grünphasen bei Lichtsignalanlagen werden verlängert. Hindernisfreie Fahrzeuge und Haltestellen erleichtern älteren Menschen künftig das Reisen. Im vierten Handlungsfeld können jüngere Leute in Zukunft älteren viel einfacher und unkomplizierter in verschiedensten Bereichen Unterstützung geben. Schön!

Mein SVP-Kollege Rolf Müller SVP im Rat hat darauf hingewiesen, dass die SVP voll und ganz hinter der «Altersstrategie 2035» steht. In seinem Votum hat er aber auch das Thema der Kosten aufgegriffen und erläutert, dass jede einzelne Massnahme zur Umsetzung der «Altersstrategie 2035» entweder über das Budget oder eine Weisung dem Gemeinderat vorgelegt werden muss. Dieser Punkt ist zentral, denn die Vielzahl an Vorschlägen in der «Altersstrategie 2035» haben aktuell keine Preisschilder. Erfreulich ist, dass nicht nur die SVP, sondern auch alle Parteien der «Altersstrategie 2035» zugstimmt haben. Mit der Umsetzung der Massnahmen können wir das Leben vieler älterer Menschen in der Stadt Zürich deutlich angenehmer gestalten.

Fragliche Motion zu Kostendeckel

Weniger erfreulich war dann die Behandlung der Motion 2020/245, welche die SP eingereicht hat. Die Linke fordert die Schaffung einer Rechtsgrundlage zur Sicherung der Finanzierung mit Betreuung in einer Institution oder zuhause. Betroffen sind hier AHV-Rentnerinnen und -Rentnern mit Zusatzleistungen. Künftig soll es für die Finanzierung entsprechender Unterstützungsleistungen keinen Unterschied mehr machen, ob eine Person in einer Institution oder zuhause wohnt.

Die SVP steht voll und ganz hinter der Idee, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrer Wohnung bleiben können. Eine Deckelung der Kosten auf gleicher Höhe für Menschen, die zuhause leben, wie wenn sie in einer Institution wären, lehnt die SVP aus Kostengründen ab. Die Gebäude- und Infrastrukturkosten mit einer rund um die Uhr Pflege in einer Institution liegen deutlich höher und dürfen somit nicht als Obergrenze für die Kosten herangezogen werden. Aus dem Grund hat die SVP die Motion abgelehnt.

5. März 2021 Walter Anken