Ein ausserordentliches Amtsjahr

Kantonsrat Ein ausserordentliches Amtsjahr - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Fraktionspräsident Martin Hübscher dankt dem Kantonsratspräsidenten Roman Schmid herzlich für seine geleistete Arbeit. Bild Christian Mettler, Kantonsrat

AUS DEM KANTONSRAT
Der Tradition folgend – und die SVP ist eine traditionsbewusste Partei – durfte der SVP-Fraktionspräsident dem scheidenden Ratspräsidenten Roman Schmid im Namen der SVP, aber auch im Namen aller Anwesenden, ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen.

Roman Schmid war im vergangenen Amtsjahr als Kantonsratspräsident der höchste Zürcher. Er hat es gut gemacht und den Rat mit charmant jugendlich straffer Hand geführt. Er hat in diesem besonderen Amtsjahr den Rat im Provisorium in Oerlikon sec geleitet. Besonders war dieses Amtsjahr, weil das ganze Jahr die Pandemie dominierte und die fleissigen Kantonsrätinnen und Kantonsräte mit dutzenden dringenden Vorstössen die Traktandenliste immer wieder neu aufwirbelten. Besonders war das Jahr auch, weil Roman Schmid als jüngster Präsident im 20. Jahrhundert den Kantonsrat leiten konnte. Ausserdem tagte der Rat in seiner Geschichte noch nie ein ganzes Jahr nicht im Rathaus. Als erster Präsident konnte Schmid das neue Kantonsratsgesetz und Kantonsratsreglement umsetzen. Neu war auch, dass er als Kantonsratspräsident virtuell an diversen Veranstaltungen teilgenommen hat und die Grussworte des Kantonsrates virtuell überbringen konnte. Dadurch war er vermutlich der Kantonsratspräsident mit den wenigsten Anlässen.

Ein ausserordentliches Amtsjahr

Ja die physischen Anlässe waren ihm fast verwehrt. Glücklicherweise konnte der gesellschaftliche Anlass stattfinden, an welchem Roman Schmid den Gästen eindrücklich demonstrierte, dass die Stadt Opfikon im Herzen ein Dorf geblieben ist. Vermutlich wussten die wenigsten der Ratsmitglieder, dass in Opfikon auch Trauben wachsen. Mit seinem Kantonsratsgeschenk hat er auch anschaulich demonstriert, dass nicht alle Politiker zwangsläufig Theoretiker sind: Mit seinen einheimischen Blühstreifensamen können alle etwas für die Biodiversität tun und müssen nicht nur darüber parlieren. Dazu eine Schere, die sowieso in jedem Haushalt immer wieder gebraucht wird und meistens am falschen Ort ist, wenn man sie sucht. Eines ist klar: Roman denkt nach und handelt praktisch. Genauso hat er auch den Rat geführt.

Erfolgreiche Geschäftsführung

Das Kulturelle musste in diesem Jahr leiden. So konnte weder das Skirennen noch die spannend geplante GL-Reise ins Südtirol der Pandemie wegen durchgeführt werden. Umso mehr hatte er in seinem Präsidialjahr ein gerüttelt Mass an Arbeit zu bewältigen. Nebst dem für das Präsidium doch recht anspruchsvollen Budget – zum Glück mit rechtzeitig zur Verfügung stehender Abstimmungsanlage – hatte er noch all die dringenden Vorlagen rund um Corona. Mit seiner Planung ist es gelungen, innert kürzester Zeit ein Gesetz zu verabschieden für die Auszahlung der Corona-Entschädigungen. Auch konnte er im Kantonsrat drei Stichentscheide fällen – es sei vorweggenommen: er hat richtig entschieden – und damit all jene Leute Lügen gestraft, welche das wunderschöne Amt eines Kantonsratspräsidiums mit politischen Eunuchen verglichen haben. Einmal ging es ums Lotteriefondgesetz, einmal ums Jagdgesetz und einmal um eine Nichtüberweisung eines Postulates. Nun blieb noch, dem abtretenden Kantonsratspräsidenten herzlich zu danken und ihm etwas geruhsamere Tage, vermehrt Zeit für die Kinder und seine Hobbies zu wünschen. Roman Schmid bleibt in der Geschäftsleitung des Kantonsrates und wird als SVP-Kantonsrat weiterhin politisch tätig sein.

7. Mai 2021 Martin Hübscher