Ein klares JA für unseren Wirtschaftsstandort

News Ein klares JA für unseren Wirtschaftsstandort - Onlinebote SVP des Kantons Zürich
ABSCHAFFUNG DER EMISSIONSABGABE
Die jüngste Trendumfrage zeigt, dass die Abschaffung der Emissionsabgabe nicht in trockenen Tüchern ist. An sich erstaunlich, denn bei nüchterner, ausgewogener Betrachtung überwiegen die Vorteile deutlich. Das Zünglein
an der Waage dürfte der Mobilisierungsgrad der Befürworter spielen. Daher müssen wir geschlossen an die Urne.

Die Frage um den künftigen Verzicht der Stempelabgabe ist viel grundsätzlicher, als es die abstrakt anmutende Vorlage zunächst vermuten lässt: Will man im Geschäftsleben das Schuldenmachen begünstigen oder will man entlasten, wer als Unternehmer eigenes Geld in die Finger nimmt, um etwas aufzubauen?

Wohlstandsmotor

Unserer Gesellschaft geht es überdurchschnittlich gut, weil wir nicht primär auf Pump wirtschaften, sondern weil Firmeninhaber und Firmengründer bzw. Teilhaber ein mit ihrem eigenen Kapital substanzielles Risiko eingehen. Wer Eigenkapital zur Verfügung stellt, wagt etwas und ist gleichzeitig darauf aus, seinen Einsatz nicht in den Sand zu setzen.

Und bei allem Innovationsgeschick sowie grösstmöglicher Umsicht beim Entscheid für einen bestimmten Business Case weiss man im Voraus nie, ob Erfolg die Mühen krönt. Doch wenn sich der Einsatz lohnt, profitieren nebst jenen, die Kapital eingeschossen haben, sehr viele: Angestellte und ihre Familien dank sicheren, zukunftsfähigen Arbeitsplätzen ebenso wie der Staat über ein wachsendes Steuersubstrat – denn Unternehmen, die nachhaltige Gewinne erwirtschaften, füllen auch die Lohntüten gut. Aus eigenem Interesse: Schliesslich will man ein attraktiver Arbeitgeber bleiben.

Inflationsgefahr akzentuiert Handlungsbedarf

Es ist somit per se ein Unding, wenn Unternehmen Eigenkapital bzw. Risiko­kapital einsetzen und nur schon dafür mit der Stempelabgabe zur Kasse gebeten werden. Indirekt fördert dies eine stärkere Finanzierung mit Fremdkapital. Doch das ist vor dem Hintergrund einer mittlerweile akut höheren Inflationsgefahr brandgefährlich. Fremdka­pital mag über die letzten Jahre und gegenwärtig noch «billig» sein. Das kann sich allerdings sehr schnell ändern. Zinserhöhungen werden für Unternehmen mit hohem Verschuldungsgrad zum Klotz am Bein. Für die Stabilität der gesamten Wirtschaft und die Beibehaltung des Wohlstandes ist diese (übrigens unbestrittene) Erkenntnis grundlegend. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Schweizerische Nationalbank z.B. die Banken zu einer solideren Unterlegung ihres Geschäftsmo­dells verpflichtet hat. Linke Kreise verschliessen sich dogmatisch einer Abschaffung der Stempelsteuer. Sie spielen mit dem Feuer. Sie befeuern fremdfinanzierte Unternehmen, bei welchen im schlimmsten Fall nicht in erster Linie die Eigentümer (Aktionäre) sondern die Kreditgeber (z.B. Pensionskassen) und Lieferanten Geld verlieren. Ausgenommen von diesem Szenario sind selbstredend privilegierte parastaatliche Firmen und öffentlichrechtliche Anstalten – ganz im Sinne der SP.

Falsch bleibt falsch

Eine falsche Abgabe bleibt eine falsche Abgabe, auch wenn wir als Privatpersonen auf den ersten Blick die direkte Betroffenheit übersehen. Bei näherer Betrachtung sind wir eindeutig alle betroffen. Bleibt diese Stempelabgabe, weckt das Gelüste nach mehr. Die Abschaffung des Eigenmietwertes rückt dann mit Sicherheit noch weiter in die Ferne. Es kann nicht sein, dass wir einerseits Innovationen und Start-ups fordern und staatlich fördern und andererseits private Initiativen zur Kapitalbeschaffung von ebensolchen «bestrafen». Am 13. Februar ist somit ein klares JA zur Änderung der Stempelabgabe angezeigt.

 

 

10. Februar 2022 Martin Hübscher