Ein zweiter Frühling wie im Krieg

News Ein zweiter Frühling wie im Krieg - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Waren vor einem Jahr die Grenzen noch physisch abgeriegelt, so wird jetzt mit Drohungen und Verunsicherungen psychologisch abgeschreckt. Die scheinbare Offenheit kann perfider sein als Zäune und Gitter. Bild zVg

CORONA TYRANNIS ZWISCHEN LOCKERUNG UND VERSCHÄRFUNG
Zum zweiten Mal steht Ostern unter Beschuss: Wir haben die Entfremdung durch die Tyrannei des Corona-Virus satt. Im Vergleich zu zentralistischen Staaten leben wir in der Schweiz zwar trotz autoritärer Massnahmen relativ frei, doch wir fühlen uns zunehmend wie auf einem fremden Planeten. Das Versagen des BAG wird systemrelevant. Noch sind wir vor totalitären Übergriffen wie in China verschont – so lange wir uns nicht in Abhängigkeiten begeben.

Vor einem Jahr, als noch Unsicherheit herrschte und das Impfen noch hinter dem Horizont lag, da dachten wir alle, im Sommer werde es nach dem ersten Lockdown besser. Es war möglich, mit nötigen Papieren (dienstlich) ins Ausland zu kommen. Die Grenzen waren zwar verbarrikadiert. Das soll nie mehr passieren, war das Versprechen in der EU. Doch inzwischen scheinen die Grenzen im europäischen Raum des freien Personenverkehrs dichter denn je; ohne Barrikaden zwar, aber mit Quarantänedrohungen und Bussen sind sie faktisch geschlossen: Das Wiedersehen mit Freunden ist kaum möglich. Dies auch deshalb, weil mit vagen und sich ändernden Regeln einiges an Verunsicherung geschaffen wird. Inzwischen dauern die Schliessungen länger als am Anfang des Albtraumes vor einem Jahr, als es noch keinen Maskenzwang im ÖV gab; die Einschränkungen erscheinen uns strenger und endloser denn je. Selbst wenn Restaurants geöffnet wären, bliebe dies der kulinarische Nullpunkt: Zwar läuft der Küchenchef nicht mit dem Wallholz herum, dafür aber mit der Quarantänekeule: erweist sich einer im Lokal als positiv getestet, werden die anderen Gäste im Hausarrest eingesperrt: das ist nicht appetitlich, sondern zum Würgen; solche Aussichten könnten auch bei Hotelaufenthalten in der Schweiz den Gästen schlaflose Nächte bereiten.

Vermasselung von Perspektiven – Bund sei Dank

So sind wir in der Schweiz im Vergleich mit den drakonischen Ausgangssperren im Ausland vergleichsweise frei. Doch wo bleibt die Perspektive für den Sommer? Lange hofften wir auf den Frühling, nun ist sogar der Sommer kompromittiert. Bei den Impfungen hat nicht nur Brüssel versagt, sondern auch das BAG: Für zugelassene Stoffe fehlen die Bestellungen, für bestellte Vakzine die Zulassung; weiter hat man nicht nur geknausert, sondern Chancen wie jene von Lonza und Moderna wohl vermasselt. Die Verzögerungen bringen Tod und Kosten. Wie viele dank dem Impfgate beim Testen mitmachen, steht in den Sternen geschrieben: auch Tests haben ihre Nebenwirkungen. Nach dem Verbummeln der Impfkampagne und dem Desaster mit dem Impfpass versuchen die Spitzen des BAG mit salbungsvoller Stimme und Heiligenschein den Schaden klein- und die Strategien grosszureden. Dank den situativ unsinnigen Masken auf dem Podium bleibt vielleicht das maliziöse Lächeln jener erspart, die glauben, alles gut gemacht zu haben, auch wenn sie der Bevölkerung zumindest die Vorfreude, wenn nicht gar die Sommerferien ruinieren; Ferien in der Schweiz haben wir satt, vor allem dann, wenn einem gelegentlich, wie andernorts berichtet, auch Arroganz entgegenschlägt und internationale Hotelketten mit hohen Schweiz-Zuschlägen ihre Margen garnieren. So setzte man im BAG schon vor einem Jahr darauf, vor Reisen ins Ausland mit Quarantäne-Drohungen abzuschrecken; wer so daherredete wirkte auf uns – damals noch ohne Maske – eher wie ein Kerkermeister als ein Gesundheitsapostel.

Riesenkrake – Gefahr aus der Tiefe

Angesichts vieler Tragödien, grosser Schäden, immenser Kosten und massiver Einschränkungen ist die Wut der Bevölkerung verständlich. Die Corona Rebellen müssten vor den chinesischen Botschaften und Konsulaten demonstrieren, denn es ist klar  – auch wenn dies aus falscher Rücksicht auf chinesische Befindlichkeiten unter den Teppich gekehrt wird – dass die ganze Welt diese gewaltige Krise einer Clique von Machthabern in Peking verdankt, die aus Angst vor einem Machtverlust jene zum Schweigen gebracht haben, die vor dem warnten, was sich anbahnte. Verschwörungstheorien sind jene Behauptungen einer Staatspropaganda, wonach das Virus schon im Dezember in Europa unterwegs gewesen sei. Auch wenn Spuren davon in Abwasserproben in Norditalien gefunden wurden, so waren dort Zehntausende von Chinesen niedergelassen  – und seltsame Lungenerkrankungen hat man bei Sportwettbewerben im Reich der Mitte schon im Oktober festgestellt. Angriff gilt vielerorts als die beste Verteidigung: So wird heute von Peking über Verletzungen von Menschenrechten hinaus nicht nur eine immer aggressivere Aussenpolitik betrieben, sondern man will auch einigen Ländern chinesischen Impfstoffe zur Verfügung stellen; wohl kaum aus Hilfsbereitschaft, sondern im eiskalten Kalkül, Abhängigkeiten zu schaffen. Eine grosse Gefahr droht, wenn wir uns mit unserem Versagen in die Fänge von totalitären Regimes begeben, die Europa und den Westen mit berechnenden Eigeninteressen wirtschaftlich und technologisch langsam und unbemerkt in Besitz nehmen: Greifen da die Fangarme einer Riesenkrake aus dem chinesischen Meer nach dem Westen?

3. April 2021 Bernhard im Oberdorf