Elektroschock für die Schweiz

Zuschrift Corona-Berset als
LESERBRIEF

Im Abstimmungsbüchlein zur «Energiestrategie 2050» beruhigte uns der Bundesrat 2017 mit jährlichen Kosten von Fr. 40.–/Haushalt. Über SRF-Tagesschau bereitete uns Simonetta Sommaruga im Januar 21 auf Kosten von 100 Mrd. Franken vor. Das sind Fr. 12000.– Franken pro Kopf, bzw. 20 bis 30000.– Franken pro Haushalt. Neueste Berechnungen gehen von Kosten von 200 bis 860 Franken pro Jahr aus. So chaotisch die Angaben über die mutmasslichen Kosten sind, so chaotisch kommt die technische Umsetzung daher. Orientieren wir uns an der Aussage von Angela Merkel vom 12. Februar 2019, wonach die Energiewende als gescheitert zu betrachten sei und an der Meldung vom Januar 2021 aus dem windverwöhnten Holland, wonach es eine weitere Verschandelung des Küstengebietes ohne sichtbaren Nutzen nicht mehr hinnehme und auf Atomstrom setzen werde.

Die geplante Verteuerung des CO2 zielt auf die Umstellung auf Strom ab. Um die fossilen Brennstoffe zu ersetzen, sind 24000, für Atomstrom 6000 Windräder erforderlich. Bestand 2021: 37 Stück. Anstelle von Windrädern wäre eine Fläche von 700 km2 Sonnenpanels notwendig. Das ist ein Band von 2,5 km Breite von Genf bis St.Gallen. Unberücksichtigt ist die scheinbar nicht jedermann klare Tatsache, dass nachts die Sonne nicht scheint. Ebenso bläst der Wind, wann er und nicht wenn wir wollen. Für die Nutzung des Stromes über die Wasserstoffbrennzelle ist ein Zuschlag von 60% einzusetzen. Diese produziert 10 Liter Wasser auf 100 km. Wasserdampf ist gemäss den Klimawarnern mengenmässig mit über 60% das wichtigste Treibhausgas. Damit wird das Treibhausgas CO2 durch das Treibhausgas Wasserstoff ersetzt. Handfest ist die Aussage des Paul Scherrer Instituts, dass eine «einschneidende Transformation in der Produktion» und beim Stromimport erforderlich sei. Im Klartext heisst dies, die Verlagerung der Produktion nach China, wo jeden Monat ein neues Kohlekraftwerkt in Betrieb genommen wird. Im Winter fehlt überall erneuerbare Energie. Von wo um Himmels Willen soll der eingeplante Stromimport erfolgen? Wir sind drauf und dran, die noch funktionierende Energieversorgung mittels Planwirtschaft an die Wand zu fahren.

Ueli Gubler, Stettfurt

30. März 2021 Leserbrief