Endlich weg von der Klimahysterie, hin zur realen Energiepolitik

Energie, Kantonsrat Endlich weg von der Klimahysterie, hin zur realen Energiepolitik - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Die SVP setzt sich vehement ein für die Sicherung der Energieversorgung. Bild Pixabay

SICHERUNG UNSERER ENERGIEVERSORGUNG
Seit den Wahlen im Jahr 2019 dominiert die rot-grüne Klimabewegung die politische Agenda. Die Begrifflichkeiten wurden stufenweise verschärft. Zuerst war die Rede von Klimawandel, dann von Klimaerwärmung, Klimakatastrophe, Klimakrise und sogar Klimaapokalypse.

Links-grüne Utopisten wurden ins Parlament gespült und erklärten uns unverblümt, wie man die Welttemperatur analog einer Wohnzimmerheizung zu regulieren hat. Das Zauberwort lautet Dekarbonisierung. Doch genau dieser Aspekt der CO2- armen Energiegewinnung scheint bei der Energiestrategie 2050 in den Hintergrund gerückt zu sein. Die Kernenergie wurde im Keim erstickt, indem mittels Denkverbot jegliche Innovationskraft neuerer und günstigerer Kernkrafttechnologien abgewürgt wurden. Aber noch verhängnisvoller ist, dass die politischen Klimaaktivisten die Versorgungssicherheit der Schweiz aufs Spiel gesetzt haben.

Klimaeuphorie führt zu Energiekrise

Sicherheitspolitik ist eine Kernkompetenz der SVP. Dazu gehört auch die Sicherung unserer Energieversorgung, die gegen unseren Willen sträflich vernachlässigt wurde. Bereits vor den Sommerferien hat die SVP-Kantonsratsfraktion ein Postulat zur Strommangellage mit Unterstützung aller Parteien eingereicht. Langsam wird es auch ausserhalb der SVP klar, dass die Klimaeuphorie zur Energiekrise führen wird. Das Gefährdungsdossier Strommangellage der nationalen Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz 2020» zeigt auf, dass eine Strommangellage den höchsten aggregierten Schaden in Milliardenhöhe verursachen könnte. Erschreckenderweise tritt eine Strommangellage mit hoher Wahrscheinlichkeit auf – sogar höher als eine Influenza-Pandemie. Eine Strommangellage kann von Wochen bis zu mehreren Monaten dauern und somit zu grossräumigen Stromausfällen (Blackouts) bis hin zu Netzzusammenbrüchen führen. Die Auswirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft wären bei einer hohen Mangellage fatal und könnten für den Staat rasch ausser Kontrolle geraten. Unsere stark von Elektrizität abhängige Gesellschaft wäre in allen Bereichen schwerstens betroffen.

Steigender Energiebedarf

Der Energiebedarf unserer Gesellschaft wird in Zukunft weiter steigen und die Situation noch verschärfen. Trotzdem will man mit dem illusorischen Energiegesetzt auf 32 Prozent Kernenergie verzichten (Zum Vergleich: erneuerbare Energie 2,9%). Wir brauchen aber künftig nicht eine geringere, sondern eine höhere Stromproduktion, um dem Wachstum der Bevölkerung, der Mobilitätsveränderungen und der Ablösung fossiler Energieträger gerecht zu werden. Ziel muss sein, eine strukturelle Strommangellage zu verhindern, indem wir die Eigenproduktion erhöhen. Dabei müssen wir mehrheitlich auf eine unabhängige, verlässliche und inländische Stromproduktion setzen. Dazu eignet sich vor allem die Kernkraft und die Wasserkraft. In den drei Wintermonaten, in welchen eine Strommangellage am wahrscheinlichsten ist, benötigt die Schweiz ca. 20 TWh. Die Speicherkraftwerke verfügen über 8 TWh. Um das Defizit von 12 TWh zu decken, brauchen wir eine Erhöhung der Wasserspeicherkapazität, vor allem aber technischen Fortschritt und Innovation in Form von Kernkraftwerken 4.0. Diese ermöglichen es uns, 95% des nicht verwerteten Urans (Isotop 238) der Brennstäbe der letzten 40 Jahren zu verwerten.

Damit hätte die Schweiz die Energieressourcen für ein Kernkraftwerk 4.0 für die nächsten 800 Jahre gesichert.

Daher will die SVP …

– die Kapazität von Speicherkraftwerken erhöhen, um Überschüsse aus erneuerbaren Energien für die Wintermonate zu speichern

– den Ausbau der inländischen Stromproduktion, insbesondere der Wasserkraft und Kernkraft 4.0, fördern

– eine politisch motivierte, vorzeitige Abschaltung der bestehenden Kernkraftwerke verhindern.

9. November 2021 Tobias Weidmann