Erfolgreiche Kleinbank hilft dem Gewerbe

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Die Leihkasse Stammheim konnte im vergangenen Jahr wiederum auf der Höhe des Vorjahres ein sehr gutes Resultat erzielen. Bild zVg

GESCHENKGUTSCHEINE UNTERSTÜTZEN LOKALE BETRIEBE
Auch in diesem Jahr müssen die Aktionäre der Leihkasse Stammheim wegen Corona auf die beliebte Generalversammlung verzichten. Sie werden aber mit einem Einkaufsgutschein entschädigt, der im lokalen Gewerbe eingelöst werden kann.

RoMü. Die Leihkasse Stammheim kann erneut auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Doch dies darf auch in diesem Jahr nicht mit der sehr beliebten Generalversammlung zusammen mit den Aktionären als jährlicher Höhepunkt gefeiert werden. Der Verwaltungsrat entschied sich aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation erneut, die GV schriftlich durchzuführen. «Die Gesundheit unserer Aktionärinnen und Aktionäre hat oberste Priorität. Auch in den kommenden Monaten ist unter Berücksichtigung dieses Aspektes die Durchführung der Generalversammlung im gewohnten Rahmen kaum denkbar», sagt Bankleiter und CEO Michael Tanner. Doch in diesem Jahr werden die rund 940 Aktionäre, welche die 16 000 Aktien zu einem Nominalwert von 100 Franken halten, mit einem Präsent für die entgangene und durchaus gesellige Generalversammlung entschädigt. Sie haben bereits mit der Zustellung der Unterlagen für die schriftliche Durchführung der GV einen Geschenkgutschein im Wert von 50 Franken vom Gewerbeverein Stammheimertal erhalten. «Das Geschenk hat bei den Aktionären guten Anklang gefunden. Für uns ist es wichtig, das Gewerbe in der aktuellen Lage zu unterstützen», sagt Tanner. Er spricht von einer durchwegs positiven Resonanz. Bewusst hat man den Gutschein übertragbar gemacht, welcher nun in den über 60 dem Gewerbeverein angeschlossenen Betrieben eingelöst werden kann. Konkret beteiligte sich die Bank im vergangenen Frühling auch am Covid-19-Überbrückungskreditprojekt von Bund und Kanton. Gesamthaft konnte es entsprechend 19 vom Bund und Kanton verbürgte Überbrückungskredite im Umfang von 1,4 Mio. Franken gewähren. Ende Jahr beschäftigte die Bank 15 Mitarbeitende, welche 12,2 Vollzeitstellen teilen. Der Jahresdurchschnitt liegt bei 11,6 Vollzeitstellen.

Kundeneinlagen finanzieren Hypotheken

Die Leihkasse Stammheim konnte im vergangenen Geschäftsjahr die Bilanzsumme erneut um 11,3 Prozent auf 484,7 Mio. Franken steigern. Zugleich stiegen die Kundeneinlagen um 9,5 Prozent auf 356,8 Mio. und die Kundenausleihungen um 4,4 Prozent auf 390,4 Mio. Franken an. Die Bank dient grundsätzlich als wertvolle treuhänderische Drehscheibe zwischen dem Sparer und Kreditnehmer, indem sie 91,4 Prozent der Kundenausleihungen direkt aus eigenem ihr von den Kunden anvertrautem Geld abdecken konnte. Von den Kundenausleihungen sind 380,8 Mio. Franken (96 Prozent) hypothekarisch abgesichert. Erfreulich entwickelt sich auch das Eigenkapital, welches um 1,565 Mio. auf 41,616 Mio. Franken angestiegen ist. Darin stecken aber noch beachtliche stille Reserven. Allein der Börsenwert der 16 000 Aktien liegt bei 23,86 Mio. Franken.

Geld verdienen

Die Bank verdient ihr Geld grundsätzlich mit der Zinsmarge, die aus der Differenz der zu zahlenden Zinsen für Kundengelder und dem eingenommenen Zinsen aus den Ausleihen resultiert. Doch diese Marge schwindet als Folge der Tiefst-Zinsen immer mehr. Freuen dürfen sich am guten Abschluss einerseits die Aktionäre, indem eine Dividende von 23 Franken je Aktie gewährt wird. Doch auch der Fiskus profitiert, indem Steuern von 616 000 Franken fällig werden. Konkret heisst dies, dass die Bank pro Vollzeitstelle bei einer Bruttowertschöpfung von 534 000 Franken beachtliche 53 100 Franken Steuern generiert.

31. März 2021 SVP Kanton Zürich