Feinde der Freiheit machen gegen die Mobilität mobil

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Wenn eine gutgläubige Annahme des CO2-Gesetzes zu weitergehenden radikalen Forderungen führt: Wollen die Klimaaktivisten die Reisefreiheit durch die Natur mit dem dämonisierten Auto einschränken? Bild zVg

CO2-GESETZ: STEILPASS FÜR DIE BESEITIGUNG DER FREIHEIT
Wohl sind ausser der SVP alle Parteien für das CO2-Gesetz. Früher war das auch so in der Frage der EU-Mitgliedschaft. Inzwischen sind wir – ausser die Linke – mit den Erfahrungen klüger geworden. Die fundamentalistischen Gesinnungsethiker unter den Befürwortern des CO2-Gesetzes haben in ihrem Hype die Verantwortungsethik über Bord geworfen. Gerade diese Ethik müsste die weiterführenden Folgen eines solchen Gesetzes bedenken.

Es sind immer mehr Zweifel aufgekommen, ob das CO2-Gesetz wirklich dem Klima dient oder ob es nicht einfach ein politisches Vehikel der Profilierung ist – auf Kosten der Menschen. Wer sich die Augen angesichts der wirklichen Konsequenzen nach einer Annahme dann reibt, kommt zu spät – und die «bestraft dann das Leben», so ein Staatsmann, der eine Diktatur demontierte. Sieht man dieses Vorhaben mit dem CO2-Gesetz im Lichte der Wirklichkeit der auch hinter den Kulissen stattfindenden Debatte, verstärkt sich der Eindruck, dass dort, wo es Bandbreiten gibt, das Pendel in Richtung der Verschärfung ausschlagen dürfte, zumal die Klimaaktivisten auf der Strasse und in den Parteien diese Vorlage im Rahmen ihrer deklarierten Strategie als viel zu schwach kritisieren: Die massive Verteuerung von Kraftstoff, Flugreisen und Heizung ist ihnen ein Credo. Für weitere Folgen sind sie völlig blind: Gerade jetzt wird die Swiss für den massiven Abbau von Stellen scharf kritisiert. Die Linke kritisiert das, was die Grünen langfristig einbrocken. Denn genau das ist, was jene verursachen, die mit Abgaben und Indoktrination eine Flugscham auslösen wollen. Und in der langfristigen Ideologie der Ökofundamentalisten käme alles noch viel schlimmer.

CO2-Gesetz als Vorlage für eine Radikalisierung

Doch in Wirklichkeit erhoffen sie sich davon im Zuge ihrer wirklichen Strategie eine Art von Dammbruch, der es in einer zweiten Welle erlauben sollte, noch radikalere Gesetzesvorlagen zu fordern. Die neuen Ambitionen, die Ziele weiter zu verschärfen, sind schon in jenen fundamentalistischen Forderungen zutage getreten, gemäss denen Netto Null schon viel früher erreicht werden sollte. So ist in einer Zürcher Tageszeitung nicht nur davon zu lesen, dass man gegen Verbrennungsmotoren zu Felde ziehen muss; es wird sogar noch das Bashing auf die Elektromobile ausgeweitet. Es ist sicher richtig, dass die EAuto Fans geflissentlich übersehen, dass auch der Bau von Batterien problematisch ist und auch der Verbrauch von Elektrizität (wie auch bei der Eisenbahn) in Konflikt mit der Wende in der Energiepolitik kommen kann. Doch dazu ist dann in diesem Leit-Kommentar weiter zu lesen, dass «das Auto zum Verschwinden gebracht werden soll». Das wäre somit die Finalität des CO2- Gesetzes.

Wohin der Klima-Fundamentalismus führen könnte 

Aber damit noch nicht genug. Es geht darum, die Mobilität an sich als «böse» zu dämonisieren. Da war doch tatsächlich der «Umweltfreund» Benedikt Loderer im Forum am Radio SRF zu hören mit der fundamentalistischen Aussage: «Der wahre Naturfreund ist der Stubenhocker ». Das will heissen: Wer die Natur liebt, darf gar nicht mehr nach draussen gehen und die Naturschönheiten ansehen, geschweige denn sie erleben. Vielleicht dürften wir sie gemäss solchen Fundamentalisten noch auf Netflix oder anderen Kanälen streamen. So würden wir in der ökologischen Quarantäne eingekerkert. Da können Erinnerungen an den grausigen Film «Soylent Green» aufkommen: Dort werden in einer Zeit der Umweltüberlastung ältere Menschen in ein grosses Haus eingeladen. In Filmen dürfen sie sich noch einmal ansehen, wie schön eigentlich die Natur wäre. Dies sehen sie, während der von jungen Frauen verabreichte Drink wirkt und sie einschläfert, worauf sie als Leichen aus dem Ciendom abtransportiert werden.  Öko-

Wettrennen im Wahlkampf  

Ein Beispiel für eine unselige Dynamik kann man in in Deutschland beobachten, wo in der Vorwahlzeit neuerdings ein Wettrennen um neue Einschränkungen ausgebrochen ist; das ist die Folge davon, wenn Politisierende wie hypnotisierte Karnickel vor der grün gefärbten Klimaschlange kuschen – oder mit ihr kuscheln wollen. Sicher sind Ängste von Teilen der Jugend ernst zu nehmen, wenn diese fürchten, dass ihnen wegen des Klimawandels keine lebenswerte Zukunft bevorstehe. Doch sind diese Gefühle authentisch – oder wurden sie durch eine Indoktrination eingepflanzt? Angst müsste die Klimajugend vor Peking haben.

Die Krake aus dem «Gelben Meer»

Während wir uns mit Massnahmen, die auf das Weltklima null Wirkung haben, nur selber geisseln, werden in Ostasien derzeit neue Kohlekraftwerke gebaut; und Netto Null wird dort gemäss deklarierter Strategie erst auf 2060 ins Auge gefasst – wenn überhaupt. Und welches ist die wirkliche Strategie in Peking? Mit sprichwörtlicher chinesischer Geduld kann man im «Reich der Mitte» darauf warten, bis sich der Westen mit seinen kostspieligen Klimazielen selber in Rücklage gebracht und ausmanöveriert hat. Dann schlägt man zu.

14. Mai 2021 Bernhard im Oberdorf