Gewerbebetriebe leiden immer mehr

Kanton Gewerbebetriebe leiden immer mehr - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Mit symbolischen 10er-Notenbündeln zeigte der Unternehmer und Kantonsrat Paul Mayer eindrücklich auf, wie gross die Last von Abgaben und Gebühren seines Betriebes ist. Bild zVg

ERDRÜCKENDE STAATLICHE LAST
Im Rahmen eines Polit-Lunchs zeigte der Marthaler Unternehmer und Kantonsrat Paul Mayer auf, wie KMU-Betriebe immer mehr mit der staatlichen Last zu kämpfen haben. Es ist dabei die Vielzahl der Massnahmen, welche beachtliche Summen verschlingt.

RoMü. Am politischen Smalltalk in Marthalen stand Kantonsrat und Unternehmer Paul Mayer im Fokus. Vor 28 Jahren startete er mit einem Einmannunternehmen und hat seither einen KMU-Betrieb mit 35 Mitarbeitern aufgebaut. Zugleich bildet er acht junge Berufsleute in vier verschiedenen Berufen aus. Die KMU-Betriebe haben immer mehr mit der Last an Gebühren, Abgaben und der staatlichen Bürokratie zu kämpfen. Bereits 2014 wurden im Kanton Zürich die Verkehrsabgaben neu festgelegt und zulasten der KMU-Betriebe oftmals deutlich höher angesetzt. Allein diese Massnahme führt im betriebseigenen Fahrzeugpark zu jährlichen Mehrkosten von 5600 Franken. Doch es sind auch Versicherungsbeiträge, welche seinen Betrieb sehr belasten. So macht die staatliche SUVA bei der Nichtbetriebsunfallversicherung ihre grosse hohle Hand, wo weitere 22 000 Franken fällig sind. Zudem verursachen Mayer die Staustunden Bauchweh. «Meine Mitarbeiter stehen pro Jahr rund 1440 Stunden im Stau», sagt Mayer. Rund

300 000 Franken in einem Jahr

Neu sind für den Betrieb nun Radiound Fernsehgebühren im Umfang von 1500 Franken fällig. Ebenso sorgt die LSVA direkt und vor allem indirekt für massive Mehrkosten. Mayer beziffert diese für seinen Betrieb mit 62 000 Franken. Es sind ferner Auflagen wie beispielsweise für die Zertifizierung, welche in seinem Betrieb zu Kosten von 30 000 Franken führten. Zugleich ächzten die Betriebe unter dem ständig steigenden Aufwand für Statistiken, welche fast wöchentlich staatlichen Stellen unentgeltlich abzuliefern sind. Die neuen Bestimmungen rund um CO2 schlagen mit weit über 10 000 Franken zu Buche. Mayer spricht weiter von oftmals «versteckten » Kosten wie beispielsweise die VOC-Abgabe auf flüchtig organischen Verbindungen, welche in seinem Betrieb stolze 9000 Franken verschlingt. Schlussendlich sind es über 300 000 Franken in 10er-Notenbündeln, welche sich vor dem Referenten aufgetürmt haben. Ein Gesamtbetrag, den das Unternehmen jährlich weitgehend ungeachtet des Geschäftsverlaufs stemmen muss. «300 000 Franken, welche für Innovationen und Entwicklungen in unseren Betrieben fehlen», so Mayers Fazit. Bezüglich seiner Branche im Metallbau weht dieser zugleich ein extrem starker Konkurrenzdruck vor allem aus Osteuropa entgegen. Dort wird oftmals viel günstiger produziert. Gleichzeitig dreht man in der Schweiz munter an der Kostenschraube. Die Folgen sind für den Schweizer Arbeitsplatz fatal, indem immer mehr Betriebe ihre Produktion entsprechend ins billigere Ausland auslagern und sich nur noch auf Verkauf und Montage konzentrieren. «Meine Konkurrenz sind nicht Betriebe aus der Region oder aus der Schweiz, sondern sie kommen aus Polen und anderen Ost-EU-Ländern», macht Mayer deutlich. Ungünstig ist auch die Mitte-Links- Mehrheit im Kantonsrat, welche gemäss Mayer alles und insbesondere grüne Anliegen ungeachtet der Kostenfolgen für das produzierende Gewerbe durchboxen kann. Gerade der jüngste Beschluss, dass der Kanton Zürich nach der Ausrufung des Klimanotstandes vor zwei Jahren nun verbindlich den Klimaschutz in die Kantonsverfassung schreiben will, zeigt auf, dass weitere Forderungen und Belastungen auf die KMUBetriebe zukommen werden.

16. Juli 2021 SVP Kanton Zürich