Heuchlerische, grüne Welle

Zuschrift Heuchlerische, grüne Welle - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Leserbrief Bild: unsplash.com

LESERBRIEF

Der Pulverdampf nach den Abstimmungen über die drei schädlichen Umweltinitiativen, über die wir am 13. Juni 2021 bekanntlich befunden haben, ist noch immer nicht abgezogen. Im Dunst der krachenden Niederlage der linksgrünen Ökomarxisten erstaunt nicht wirklich, dass keine Woche nach der Abstimmung über die Trinkwasser-Initiative, bei welcher uns bis zum letzten Tag landauf landab medial verkündet worden ist, wie schlimm, vergiftet und gefährdet unser Trinkwasser ist, mittels eines Flyers an alle Haushalte mitgeteilt worden ist, dass das Trinkwasser für die Bevölkerung der Stadt Winterthur nach wie vor von allerbester, vorzüglicher Qualität sei. Die Gedanken sind bekanntlich frei. Aber die Frage tut sich doch auf, weshalb man diese beruhigende und erfreuliche Mitteilung nicht vor der Abstimmung verkündet hat. Ich behaupte mal, dass alle diese links-grünen Anliegen gar niemand so richtig ernst nehmen will und alles nur der Bewirtschaftung der eigenen Wählerschaft dient. Ja, eventuell geht es auch darum, unser ganzes Wirtschaftssystem an die Wand zu fahren! Sie meinen, das stimmt nicht? Ich belege es. Die Stadt Winterthur hat bekanntlich das CO2-Gesetz mit beinahe 65% Ja-Stimmen angenommen. Ein unglaublich hoher Ja-Anteil und man sollte meinen, dass weit über die Hälfte aller Einwohnerinnen und Einwohner auch danach leben würde. Wie heuchlerisch aber tatsächlich gelebt wird, zeigt der Umstand, dass von den knapp 54 000 Haushalten in der Stadt Winterthur nicht einmal 1250 Haushalte reinen (100%) Ökostrom beziehen. In Zahlen ausgedrückt sind das gerade mal 2,3% aller Haushalte! Und wo sind alle anderen, welche das Gesetz angenommen haben? Es zeigt einmal mehr, dass wenn man selber etwas für die Umwelt beitragen und aus dem eigenen Portemonnaie Mehrkosten aufbringen sollte, auch bei den fundamentalsten Ökomarxisten jegliches grünes Verständnis beendet wird. So lange KMU und die Wirtschaft den Grossteil dieser gigantischen Umverteilungsgelder stemmen müssen, kann jeder noch so grüne Aktivist unter dem Radar der Öffentlichkeit fliegen.

6. Juli 2021 René Isler