Illegalen-Legalisierer und Genderwatch-Protokollanten

Stadt Zürich Illegalen-Legalisierer und Genderwatch-Protokollanten - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Nichts gegen Gleichstellung. Doch das «Genderwatch-Protokoll» im Zürcher Gemeinderat erinnert wohl eher an einen Scherzartikel. Bild Pixabay

ZÜRI SPINNT
Ist im oberen Stübchen der Stadt Zürich noch alles dicht? Eine Statistik soll im Zürcher Gemeinderat die Redezeiten von Männlein und Weiblein aufzeichnen, damit man dann ausgewogen diskutieren kann. Und die Stadtzürcher Stimmbürger winken die umstrittene Züri City-Card knapp durch, die das Leben von Sans-Papiers weiter entgegen gültiger Gesetze legalisiert.

Man glaubt nicht, wie rasant sich die Stadt Zürich verändert. Alles wird der politischen Korrektheit untergeordnet. Nun soll ein sogenanntes Genderwatch-Protokoll dazu führen, dass die Redezeiten von Männern und Frauen miteinander verglichen werden. Männer seien im Parlament deutlich übervertreten, deshalb sei ein «bewusster Umgang mit der Gesprächskultur» zentral, meinte unverfroren die Sprecherin der Grünen. Süffisant dokumentierte der «Tages-Anzeiger», dass in der Gemeinderats-Debatte sieben Wortmeldungen von Frauen 20 Minuten Redezeit benötigten und drei Männer sieben Minuten.

Darf auch ein drittes Geschlecht reden?

Ein solches «Genderwatch-Protokoll» lässt viele Fragen offen. Etwa, wie die Redezeit von Personen, deren Geschlecht nicht eindeutig ist – solche soll es nach linker Definition ja geben – statistisch erfasst wird.

Oder wie ist es, wenn die Wähler eine Männerpartei bevorzugen? Diese aber nicht gemäss ihrer Grösse reden darf? Das sind ernsthafte Fragen. Es ist geradezu erschreckend, mit was für Themen der Zürcher Gemeinderat seine bezahlten Redezeiten verschwendet. Auch anderweitig macht die Stadt momentan Schlagzeilen. Das Volk hat die Züri City-Card äusserst knapp angenommen.

Sie will nach eigener Definition einen Stadtausweis für die 10 000 Sans-Papiers in Zürich, die den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtere. Unterstützt wurde diese Karte für Illegale von sämtlichen Parteien ausser von SVP und EVP. Der als ach so bürgerlich gerühmte sozialistische Ständerat Daniel Jositsch setzte sich an die Spitze der Illegalen-Legalisierer.

Der knappe Ausgang der Abstimmung zeigt, dass diese Züri City-Card mit einer deftigen Nein-Kampagne wohl abgelehnt worden wäre.

19. Mai 2022 Reinhard Wegelin