Ja zum Verhüllungsverbot

National Ja zum Verhüllungsverbot - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

In der Sonnenstube der Schweiz beeinträchtigte das Verhüllungsverbot den Touristenstrom aus Nahost nicht im Geringsten, trotz anfänglicher Bedenken. Bild: zVg www.verhuellungsverbot.ch

Volksabstimmung vom 7. März
Nein, mit religiösem Glauben hat die Ganzkörperverhüllung, wie sie in muslimischen Staaten Frauen aufgezwungen wird, nichts zu tun. Weder der Koran noch andere religiöse Gebote verpflichten Muslimas, ihre Körper vollständig zu verhüllen. 

Eine Diskriminierung und nichts anderes ist der Zwang, ausserhalb der eigenen vier Wände einen Nikab oder eine Burka zu tragen – damit wollen männlich dominierte Obrigkeiten in der muslimischen Welt der Frau ihre Zweitrangigkeit demonstrativ zur Kenntnis bringen. Woraus diese Obrigkeiten ihr «Recht» ableiten, Frauen als ihnen untertane, als minderwertige Wesen zu behandeln. Zwar gibt es in Westeuropa vereinzelte Nikab-Trägerinnen, die behaupten, sich aus freien Stücken vollständig zu verhüllen. Fast all diese auf dem Nikab beharrenden Westeuropäerinnen sind allerdings Konvertitinnen, radikale Vertreterinnen eines aggressiven Islamismus. Die aus dem Jemen stammende Politologin Elham Manea, die in ihrer Jugend selbst dem Verhüllungszwang unterworfen war, hat die Hintergründe des männlichen Verhüllungsbefehls kürzlich (Sonntagszeitung, 24. Januar 2021) eindrücklich offengelegt: Gemäss fundamentalistischer Interpretation des Islam sei die Frau auf ewig unmündig, brauche also zeitlebens einen männlichen Vormund. Und wörtlich sagt sie: «Der Mann darf seine Frau schlagen, wenn sie ihm nicht gehorcht. Kinderehe ist erlaubt, oft ab dem Alter von neun Jahren». Der Westen, sagt diese Kämpferin gegen Unterdrückung, sei gut beraten, an seinen Werten der Gleichberechtigung, der Achtung eines jeden Menschen, ob weiblich oder männlich, als eigenständige, ebenbürtige Freiheit geniessende Person festzuhalten. Diese Werte dürften keinesfalls dem Islamismus geopfert werden.

Scheinargumente

Es werden hierzulande zuweilen auch materielle Interessen vorgebracht: Die Begleiter ganzkörperverhüllter Touristinnen aus muslimischen Ländern seien grosszügige Geldausgeber. Das wolle man nicht aufs Spiel setzen. Allerdings: Bevor der Kanton Tessin vor wenigen Jahren das Verhüllungsverbot durchsetzte, stemmten sich dort Tourismus- Institutionen vehement gegen diese Massnahme. Ungefähr ein Jahr nach Einführung des Verhüllungsverbots zeigten diese Tessiner Tourismus-Verantwortlichen immerhin die Grösse, einzuräumen, dass das Verhüllungsverbot den Touristenstrom aus Nahost nicht im Geringsten beeinträchtigt habe. Jene wenigen vollständig verhüllten Touristinnen aus muslimischen Ländern würden – wenn sie höflich auf die hierzulande geltenden Gesetze aufmerksam gemacht würden – in aller Regel den Gesichtsschleier sofort ablegen – oft von einem Lächeln begleitet. Tourismus-Vertreter müssen sich dazu aber auch die generelle Frage gefallen lassen: Will irgend jemand allen Ernstes die Schweiz ausländischen Touristen mit einem Verhalten, das vor menschenrechtsverachtenden Praktiken beide Augen verschliesst, schmackhaft machen?

Untauglicher Gegenvorschlag

Völlig untauglich ist der vom Bundesrat vorgelegte Indirekte Gegenvorschlag: Einerseits – das ist kaum zu fassen – «vergisst» dieser Gegenvorschlag kurzerhand, dass sich die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» ausdrücklich auch gegen gesichtsverhüllte Randalierer, gegen verhüllte Hooligans und Gewalt-Demonstranten sowie maskierte Verbrecher richtet. Dazu steht im Gegenvorschlag kein Wort. Hat der Bundesrat Angst vor verhüllten Krawallanten? Die Antwort des Bundesrats auf die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» besteht in einer vagen Absichtserklärung, man wolle einen gross aufzuziehenden Beratungsapparat schaffen, der sowohl in der Schweiz als auch im Ausland (auch in muslimischen Ländern?) Frauen berate und unterstütze, die Opfer von Diskriminierung und Erniedrigung geworden seien. Das nützt diskriminierten Frauen nichts, schafft höchstens teuren Funktionären neue Betätigungsfelder. Fazit Die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot » packt das Übel an der Wurzel. Sie verbietet Totalverhüllung generell. Für Zwang zur Verhüllung – sichtbares Symbol islamistischer Unterdrückung – ist in der Schweiz, dem Land der Freiheit, kein Platz. Nirgendwo und unter keinen Umständen. Das muss in unserer Bundesverfassung verankert werden, ein für alle Mal.

JA zum Verhüllungsverbot.

30. Januar 2021 SVP Kanton Zürich