Kavalleriemusik spielte schon an der ersten Albisgüetli-Tagung auf

Albisgüetli- Tagung Kavalleriemusik spielte schon an der ersten Albisgüetli-Tagung auf - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Die Kavalleriemusik wird im Jahr 2022 losgelöst von der Tagung ins Albisgüetli zurückkehren, anlässlich des Ratsherrenschiessens vom 18. Juli.

EIN KRÄNZCHEN ZUM ABSCHIED

Zum grössten politischen Event der Schweiz gehört seit Anbeginn auch ein passender musikalischer Rahmen. An dieser Stelle verdankt der Zürcher Bote das Engagement der Kavalleriemusik. Alt Nationalrat und Präsident des Bläserensembles Max Binder blickt im Gespräch zurück.

Die Kavalleriemusik war seit Anbeginn für die musikalische Umrahmung der Albisgüetli-Tagung zuständig. Gibt es noch Mitglieder im Ensemble, die schon 1988 mit von der Partie waren?

Karl Suremann aus Mönchaltorf ist der einzige Musikant, der schon beim ersten Auftritt dabei war und heute noch mit über 80 Jahren aktiv Trompete spielt. Er ist auch noch der einzige Kavallerist und war als Dragoner eingeteilt in der Zürcher Dragoner-Schwadron 18.

 Wie kam es zum Erstauftrag?

In den Jahren 1988/89 sammelte die Kavalleriemusik Geld für die Neuuniformierung vom 26. Mai 1990. Wer einen bestimmten Betrag spendierte, dem wurde ein Konzert der Kavalleriemusik offeriert. Alt Bundesrat Blocher, damals Nationalrat und Parteipräsident der SVP des Kanton Zürich war der Kavalleriemusik sehr wohlgesinnt und steuerte einen wesentlichen Betrag für neue Uniformen bei. «Sein Konzert» fand dann im Rahmen der ersten Albisgüetlitagung vom 3. Februar 1989 statt. Seither war das geschichtsträchtige Korps für die musikalische Umrahmung des jährlich grössten SVP-Anlasses in der Schweiz zuständig. Im Jahre 2019 durften die Musikanten den Jubiläumsmarsch, komponiert von Willi Schuler, uraufführen. Nun wird die Kavalleriemusik Zürich u. Umgebung an der Albisgüetlitagung nicht mehr zu hören sein. Veränderungen gehören zum Leben. Neue Leute – neue Ideen! Die Musikanten der Kavalleriemusik bedanken sich für das langjährige Engagement. Sie werden im Jahre 2022 trotzdem ins Albisgüetli zurückkehren, anlässlich des Ratsherrenschiessens vom 18. Juli.

 Die Geschichte der Kavalleriemusik selbst geht viel weiter zurück. Gegründet wurde sie am 20. Oktober 1935. Was gab damals den Anlass dazu?

Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg wurde durch eine Armeereform die berittene Kavallerie – Trompeter und Hornbläser aus den Dragoner- Schwadronen – entfernt. Das wollten die Betroffenen nicht einfach so hinnehmen. Folgerichtig gründeten sie im Jahr 1935 auf ausserdienstlicher Basis die nicht berittene Formation «Kavallerie-Musik Zürich und Umgebung», um die alten Traditionen wenigstens teilweise zu erhalten. Die heutige Uniform entspricht der Ordonnanzuniform von 1898.

Als Dirigent leitet heute Berufsmusiker Cyrill Oberholzer das Ensemble. Wie viele Stücke gehören zum Repertoire und wie oft wird geprobt?

Das heutige Repertoire umfasst ca. 30 Kompositionen. Sie stammen alle aus der traditionellen Blasmusikliteratur. Gespielt werden vorwiegend Märsche, Walzer und Polka, dem Anlass entsprechend aber auch die Landeshymne oder ein Choral. Im Normalfall kommt das Ensemble alle 14 Tage in Mönchaltorf zur Probe zusammen. Vor Corona trat die Kavalleriemusik jährlich an rund 14 Konzerten öffentlich auf. In den Jahren 2020 und 2021 musste auf die meisten Proben und fast alle öffentlichen Auftritte verzichtet werden.

Sie selbst haben ein Tenorsaxofon und können daher in der Truppe von Blechbläsern nicht direkt mitwirken. Welches ist Ihr Lieblingsmarsch, wenn die Kavalleriemusik aufspielt?

Tatsächlich habe ich Tenorsaxafon gespielt, allerdings seit gut 20 Jahren nicht mehr. Wenn unser Korps aufspielt höre ich am liebsten den Marsch «Arosa» von Oscar Tschuor.

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Max Binder: «Veränderungen gehören zum Leben. Neue Leute – neue Ideen! Die Musikanten der Kavalleriemusik bedanken sich für das langjährige Engagement.» Bild Wikipedia

14. Januar 2022 SVP Kanton Zürich