Klima und CO2

Hintergrund Klima und CO2 - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Auf ihn hörte in Klimafragen die demokratische US-Regierung unter Obama: Steven E. Koonin. Bild Wikipedia

TRICKSEREIEN DER IPCC SCHONUNGSLOS AUFGEDECKT
Um in 20 oder 30 Jahren keine Enttäuschung zu erleben, würde es sich lohnen, das neue Buch von Steven E. Koonin «Unsettled» zu lesen. Er ist ein Physiker, weltweit anerkannter Wissenschafter und war unter Obama zuständig für die Klimawissenschaft.

Er hat direkten Zugang zu allen Quellen der Klimaforschung und bestätigt die Klimabeeinflussung durch Treibhausgase, primär CO2 und Methan, die durch Menschen und Tiere entstehen. Dann wird aber schonungslos mit Fehlinformationen durch Wissenschaft und Medien abgerechnet. Schwergewichtig mit der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), die den Input zum Pariser Abkommen geliefert hat.

Differenziertes Bild

Alle Ausführungen werden mit Grafiken und Tabellen unterlegt und durch Quellenangaben gestützt. Die wichtigsten Aussagen sind:

– Es ist heute noch nicht möglich, mit Computer-Modellen das globale Klima darzustellen – es hat zu viele Einflussfaktoren und die Leistungsfähigkeit selbst der modernsten Supercomputer ist um Faktoren zu gering.

– Die IPCC-Modelle wurden durch Trickserei (tuning) zu den gewünschten Resultaten verzerrt, können die Vergangenheit nicht darstellen und die Zukunft nicht voraussagen.

– Weder Dürren noch Waldbrände, Tornados und Fluten haben einen Zusammenhang mit der Klimaveränderung, sondern werden zugunsten von Schlagzeilen in den Medien überhöht dargestellt. Tatsächlich haben sich Heftigkeit und Vorkommen diese Naturphänomene seit 50 Jahren reduziert.

– Die Meeresspiegel steigen seit Jahrhunderten um 1–3 mm pro Jahr und folgen einem Zyklus, der nicht durch den Menschen beeinflusst wurde und oft mit tektonischen Verschiebungen in Zusammenhang steht.

– Der Einfluss des Menschen auf alle beobachteten Phänomene ist zwar vorhanden, jedoch gering und in jedem einzelnen Fall abzuklären.

– Vulkanausbrüche haben starken reduzierenden, jedoch auf einige Jahre beschränkten Einfluss auf die globale Temperatur.

– Die Sonne mit ihren Aktivitäten hat erheblichen Einfluss auf die Erdtemperatur, was von IPCC heruntergespielt wird. Der Hintergrund zu diesen Aussagen ist, dass viele Einflüsse noch nicht genauer erforscht sind, insbesondere auch deren Wechselwirkungen untereinander. Dazu kommt die Tatsache, dass der Anteil menschengemachtes CO2 mit 4% von 410 ppm (0,00164 %) in der Luft äusserst gering ist, sodass selbst kleinste Effekte berücksichtigt werden müssen, welche die Modelle gar nicht erfassen können. Nicht umsonst hat der Klima-Guru der ETH, Prof. Reto Knutti, dieses Jahr ein millionenschweres Projekt namens EXCLAIM gestartet, um Wetter und Klima innert den nächsten 6 Jahren lokal modellieren zu können. Offenbar fehlen der Forschung noch wichtige Zusammenhänge, um glaubwürdige Antwort auf die Erderwärmung zu geben.

Hausaufgaben lösen

Die Schweiz sollte sich lieber Gedanken machen, wie man die fossilen Brennund Treibstoffe intelligent und wirtschaftlich verträglich ersetzt und das Verbot zum Bau von neuen und modernen Kernkraftwerken aufhebt, um den steigenden Strombedarf zu decken. Dies würde auch die Problematik des Stromabkommens mit der EU lösen, denn es ist heute schon klar, dass Deutschland und Frankreich in absehbarer Zeit keinen Strom im Winter in die Schweiz liefern können. Damit könnten wir die erfolgreiche Produktion von CO2-freien Strom fortsetzen und etwas Konkretes für die Umwelt tun. Es fällt auf, dass je geringer das Wissen der am Klima interessierten Kreise ist, desto kürzere Termine werden für Massnahmen zur CO2-Reduktion vorgeschlagen. Insbesondere möchte die fremdgesteuerte «Klimajugend» und «Friday for Future»-Schulstreiker die Ziele möglichst bis morgen realisieren. Der Wissensstand in diesen Gruppen ist praktisch null, dennoch nehmen sich Politiker deren Forderungen als Berechtigung für parlamentarische Vorstösse. Diese Jugendlichen vorzuschieben, ist für die profitierenden Parlamentsmitglieder und für eine seriöse Politik eine echte Konkurserklärung. In welcher Zeit man Treibhausgase reduzieren kann, wird noch viel Forschung, ökonomische Überlegungen und weltweite Koordination erfordern. Eine professionelle Projektplanung fehlt, sondern es wird ausschliesslich auf einmal festgelegten Zielen beharrt, ohne dass die Verantwortlichen jemals zur Rechenschaft gezogen werden können. Ein Vorpreschen der Schweiz mit dem undurchdachten CO2-Gesetz ist jedenfalls nicht der Weg, der uns weiterbringt.

11. Juni 2021 Stephan Amacker