Klimaziel 2040 in Winterthur

Winterthur Winterthur: Quo vadis? - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Die Stadt Winterthur wird ihr Klimaziel 2040 verfehlen.

ENERGIEPROBLEME IN WINTERTHUR
Die Zeit läuft, und die Stadt Winterthur kann und wird es nicht allein schaffen, die hochgesteckten Ziele bis 2040 zu erreichen. Da hilft auch der EU-Entscheid nicht, ab 2035 keine fossilen Autos mehr zu bauen.

Woher soll dieser Strom kommen? Im Winter muss die Schweiz jetzt schon Strom importieren und wenn die AKW abgeschaltet werden, stellt sich die Frage, woher unser Strom kommen soll. Etwa aus Gaskraftwerken? Im Moment wollen oder müssen alle weg vom Gas, da wir ja wissen, woher der grosse Teil davon kommt.

In Winterthur wurde noch vor ein paar Jahren vonseiten der Stadt das Gas gefördert und mir wurde die Gasleitung noch umsonst ans Haus gezogen. Viele Hausbesitzer suchen Alternativen, welche meist stromintensive Wärmetauscher sind. Auch hier steigt der Stromverbrauch und wer nun denkt, dass der Strompreis nicht nach oben angepasst wird, schaut ziemlich optimistisch in die Zukunft.

Das nächste Problem ist, dass die Nachfrage nach Wärmetauschern und Fotovoltaikanlagen nicht gedeckt werden kann, denn überall herrschen Lieferengpässe. Da hilft wohl auch nicht viel, dass vonseiten der Politik gefordert wird, die Heizung um 1 bis 2 Grad zu reduzieren. Das Nächste, was kommen wird, ist die erhöhte CO2-Steuer, welche wieder das Gewerbe trifft, welches jetzt schon die hohen Benzin- und Dieselpreise verkraften muss. Eine Reduktion der Mineralölsteuer ist mit dem Entscheid des Ständerats in weite Ferne gerückt. Auch ist die Stadt auf das Gewerbe, private Hausbesitzer und Pensionskassen angewiesen, dass jene mit der Umstellung von Öl- und Gasheizungen mitziehen.

Alleine kann die Stadt die Ziele nicht erreichen. Sind alle diese Ressourcen lieferbar? Fernwärme ist zwar hypothetisch super, aber wie schnell werden Siedlungen effektiv ans Netz angeschlossen?

Man darf gespannt sein.

21. Juli 2022 Stefan Gubler