Lex Netflix gerät in starken Gegenwind

Abstimmungsvorlage Lex Netflix gerät in starken Gegenwind - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Bei vielen Schweizer Filmen wird selbst das Popcorn zum Ladenhüter. Bild Pixabay

WIR WITTERN MORGENLUFT!
Die jüngsten Trendumfragen sind für alle ermutigend, die gegen die Lex Netflix sind. Der ursprüngliche, leichte Vorsprung der Befürworter ist dahingeschmolzen wie Schnee im April. Nun heisst es mit Blick auf Mobilisierung und Überzeugungsarbeit nochmals richtig Gas geben, damit eine satte Mehrheit am 15. Mai ein NEIN einlegt.

Die Argumente des Referendumskomitees verfangen. Faktisch – wenn man den sogenannten Fehlerbereich herausrechnet – liegen die Befürworter und Gegner der Lex Netflix mittlerweile gleichauf. 9673 Personen aus der ganzen Schweiz haben am 19. und 20. April an der zweiten Welle der Umfrage von 20 Minuten und Tamedia teilgenommen.

Aufschlussreiche Leserkommentare

Abgesehen vom Umfrageresultat an sich sind vor allem die Leserkommentare aufschlussreich, die auf die Publikation des Trends in den Online-Medien folgten. Auf 20 Minuten schwangen zum Beispiel ganz klar jene Leserstatements oben aus, welche die Vorbehalte gegen Lex Netflix klipp und klar auf den Punkt bringen. User «Res70» meint etwa: «Wir bezahlen schon Gebühren an den Staat, jetzt auch noch eine neue Abgabe. Definitiv NEIN – ich entscheide selber, welche Filme ich sehen will; da gehören nur wenige CH-Produktionen hin; da genügen die Serafe-Abgaben. Also – NEIN danke!» Noch lakonischer fasst sich «Jroh», der ebenfalls sehr viele Likes erntete: «Gute Filme werden freiwillig geschaut und dafür auch bezahlt. Schlechte nicht. Ganz einfach. Nennt sich Marktwirtschaft.» Treffend äussert sich auch «HarryKant»: «Wenn CH-Filme so toll wären, warum füllen sie die Kinos nicht?»

Vogel Strauss lässt grüssen

In ihrer ungemütlichen Lage fällt den Befürwortern nun nichts Besseres mehr ein, als den Gegnern das Verbreiten falscher Tatsachen vorzuwerfen. Oder sie machen Augen und Ohren zu, schotten sich von den Diskussionsbeiträgen anderer ganz ab.

User «Cholesche» zeigt, wie das geht bzw. wie man sich immer mehr aufs Glatteis begibt: «Bisher habe ich noch kein Argument gegen die Lex Netflix gehört. Die halten ja nichts von Kultur.»

Die Community tat diese Äusserung grossmehrheitlich als Quatsch ab. Wir schliessen uns diesem Verdikt gerne an.

 

 

 

 

 

28. April 2022 Thomas Ammann