Mehr unternehmerische Führung statt Hinhalte-Taktik

National Mehr unternehmerische Führung statt Hinhalte-Taktik - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

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WORTE DES FRAKTIONSPRÄSIDENTEN

Das dominierende Thema in der vergangenen Woche sind nach wie vor die einschränkenden Massnahmen des Bundes zur Eindämmung der Corona- Pandemie. Der Testumfang nimmt zu, die Fallzahlen sinken und die Auslastung des Gesundheitssystems ist nicht mehr an der Kapazitätsgrenze. Trotzdem äussert sich der Bundesrat nicht oder nur zögerlich über Lockerungen des Lockdown.

Erfolgreiche Unternehmen haben eine inspirierende Vision und legen eine zukunftsfähige Strategie fest. Basierend darauf kann mit klaren Zielvorgaben in einzelnen Projekten die Umsetzung fokussiert werden. Damit wissen alle, was zu tun ist: Sie ziehen am gleichen Strick und erst noch in die gleiche Richtung im Bestreben, die gesetzten Ziele zu erreichen. Kurz: das Team und Mitarbeiter sind motiviert und es herrscht eine positive Stimmung, welche Voraussetzung ist nicht nur für Loyalität, sondern auch für Inspiration.

Das aktuelle Verhalten des Bundesrates im Umgang mit der Pandemie lässt wenig von dieser unternehmerischen Führungskultur spüren. Vielmehr gleicht es einem Erziehungsversuch, der Kindern immer wieder etwas verspricht, um dann wieder eine Ausrede zu finden, weshalb es jetzt doch wieder nicht geht. Lieber Bundesrat, das ist keine erfolgsversprechende Strategie, sondern eine Hinhalte-Taktik, die weder zielorientiert noch motivierend ist.

Dass ausgerechnet linke Kreise hinter diesem Kurs stehen, ist umso erstaunlicher, da sie es doch immer sind, die «etwas» wollen, wenn Unternehmen etwas erreicht haben. Das deckt auf, dass ihnen offenbar die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger weniger wichtig ist als hohe Entschädigungen, am liebsten in Form eines Grundeinkommens für alle.

Ganz nach dem Motto: Nehmen ist besser als geben. Wir brauchen angemessene Entschädigungen, keine Frage, aber wir brauchen auch ein Ausstiegszenario, dass der Bevölkerung bekannt ist. Die Mehrheit der Menschen sind keine kleinen Kinder, sondern mündige Erwachsene, welche eine Perspektive und vor allem Transparenz wollen.

Sie verstehen, dass es etappenweise geht, sie verstehen, dass es einen Schutz der vulnerablen Personen braucht, sie verstehen, dass es Schutzkonzepte braucht. Aber sie verstehen nicht, dass Massnahmen und Einschränkungen ohne Ansteckungsgefahr weiterhin gerechtfertigt sind.

Der Bundesrat tut gut daran, die eingereichten Petitionen wie «Stopp dem Lockdown» und «Beizen für Büezer », aber auch die Forderungen von zahlreichen Parteien als Aufschrei der Bevölkerung wahrzunehmen. Es braucht eine klare Kommunikation über die Öffnungsstrategie. Jetzt.

19. Februar 2021 Martin Hübscher