Moderne Kindererziehung

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Ist die Puppe künftig nur mit Warnhinweis erhältlich? Dass Rosa bei vielen Mädchen hoch im Kurs steht, schade laut SRF entwicklungspsychologisch und habe destruktive Folgen. Bild Pixabay  

DIDAKTISCHE RATSCHLÄGE VON SRF
Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen ist keine einfache Angelegenheit. Darum sollte man eigentlich die diesbezüglichen Ratschläge unserer Journalisten dankend annehmen. Sie wissen viel, und sie wissen
alles besser – ob es um die richtigen Spielzeuge oder um Kinderbücher geht. Aber aufgepasst, die Empfehlungen aus den Redaktionen sind mehr als nur ein bisschen ideologisch eingefärbt.

Die Jugendbuchhelden der TKKG-Bande wurden in den Medien neulich heftig kritisiert. Die Geschichten seien voll von schlimmen Geschlechterklischees. Tim, der Anführer, sei mutig und stark, seine Freundin Gaby hingegen brav und vorsichtig. Das war bereits genug, um die Eltern unter den Zeitungslesern vor diesen Krimis zu warnen.

Nun hat ein besorgter Journalist aber noch viel Schlimmeres entdeckt: Die TKKG-Bande stehe politisch rechts und sei konservativ. Belegt wurde diese Aussage damit, dass die Bösewichte in diesen Geschichten häufig einen Migrationshintergrund hätten, also zum Beispiel Mafiosi oder Betrüger aus Russland seien. Auch politisch links stehende Punks seien in einem TKKG-Buch einmal kriminell. Klar, dass Journalisten da einen Skandal der Literaturgeschichte wittern. Darum warnten nun zahlreiche Tageszeitungen vor den TKKG-Krimis. Die Geschichten sollten von den Kindern nur noch mit begleitenden Erklärungen seitens der Eltern gelesen werden dürfen, lautete die Empfehlung aus den Redaktionen.

Die böse Farbe Rosa

Noch schlimmer als die TKKG-Geschichten ist aber die Realität. Zumindest für die News-Redaktion des Schweizer Fernsehens, die sich kürzlich ebenfalls dem Thema Erziehung widmete. Es sei fast unmöglich, genderneutrales Spielzeug zu finden, beschwerten sich die gebührenfinanzierten Journalisten. Die an Mädchen gerichteten Spielsachen seien nach wie vor häufig in der Farbe Rosa gehalten.

Das zu diesem Thema interviewte Mädchen schien sich daran allerdings nicht zu stören. Sie möge die Farbe Rosa und darum auch die Spielsachen in dieser Farbe. Das konnte das Schweizer Fernsehen aber beim besten Willen nicht so stehen lassen. Eine solche Einstellung schade entwicklungspsychologisch und habe destruktive Folgen. Die Spielwarenindustrie habe zu­dem ein Interesse an der Beibehaltung der traditionellen Geschlechterordnung und hinke der gesellschaftlichen Entwicklung hinterher, hielt der Bericht mit erhobenem Zeigefinger fest. Vermutlich weiss die Spielwarenindustrie aber besser als das SRF, was bei den Kindern beliebt ist und sich gut verkaufen lässt.

Aber beim Schweizer Fernsehen darf man Ideologie leben und muss keinen Gewinn erwirtschaften.

Kickboxen statt Bücher

Eine ganz andere Art der Erziehung durfte der junge Straftäter Brian, vormals bekannt als Carlos, geniessen. Statt in die Schule gehen oder Bücher lesen zu müssen, durfte er sich in ei­nem Sondersetting zum Kickboxer ausbilden lassen. Der Nutzen dieser Massnahme ist bekannt. Brian wurde infolge Gewalttätigkeiten vom teuren Sonderschüler zum teuren Gefängnisinsassen. Oder waren vielleicht die falschen Bücher und Spielzeuge daran schuld? Nein, aber eine UNO-Expertengruppe hat inzwischen eine andere Ausrede gefunden: Brian sei das Opfer von Rassismus. Mit weisser Hautfarbe hätte er niemals das gleich hohe Strafmass bekommen, behauptet die Kommission, ohne einen Beweis dafür vorlegen zu können. Die US-Amerikanerin Dominique Day, die Vorsitzende dieser UNO-Experten, hält die Lösung gegen Rassismus in der Schweiz aber schon bereit: Es brauche in den Schulen mehr Lehrer mit schwarzer Hautfarbe. Keine TKKG-Bücher und keine rosa Puppen mehr, dafür mehr Lehrer mit schwarzer Hautfarbe, und alle Probleme sind gelöst. Tatsache dürfte aber etwas ganz anderes sein: Man hätte Brian in seinem teuren Sondersetting besser das Spielen mit rosa Puppen beigebracht, anstatt ihn mit Kickboxen zur gefährlichen Kampfmaschine auszubilden. Das wäre zur Freude des Schweizer Fernsehens auch eine genderneutrale Erziehung gewesen.

17. Februar 2022 Tobias Infortuna