«Neue Tür – neues Glück»

Partei Beiträge «Neue Tür – neues Glück» - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Paul Mayer, Kantonsrat und Metallbauunternehmer: «An einem Abend kann man sich zwischen 25 und 40 Kontakte erarbeiten.»

HAUSTÜRWAHLKAMPF: INTERVIEW MIT PAUL MAYER
Bei wildfremden Leuten klingeln? Kantonsrat Paul Mayer setzte beim letzten Wahlkampf als Kandidat genau auf diese Karte. Die positiven Erfahrungen in seinem Bezirk Andelfingen lassen sich auf die bevorstehenden Kommunalwahlen übertragen – ob in einem Dorf oder einem Grossstadtquartier. 

Einfach bei unbekannten Leuten zu klingeln, das braucht schon etwas Mumm. Wie hast Du Deine wohl natürliche, anfängliche innere Hemmschwelle überwunden?

Es hat mich einfach Wunder genommen, wie die Leute reagieren und was ich damit bewirken kann. Etwas Überwindung hat es anfänglich schon gebraucht. Nach einigen Besuchen wurde es aber eigentlich Routine. Dann bin ich nie allein hingegangen aus verschiedenen Gründen. Meistens waren wir zu zweit oder zu dritt unterwegs. Zu Mehreren macht es mehr Spass und ist sicherer. Auch kann der oder die Helfer/in unterstützend Einfluss in die Gespräche nehmen. Z.B: Schreiben Sie den Kandidaten 2× auf die Liste, Sie helfen so. Wenn wir zu dritt auf Tour waren, hat der Dritte das «SVP-Sünneli»-Kostüm übergezogen. Das hat natürlich vor allem bei den Kindern gezogen, die dem Sünneli die Hand geben wollten. Man kam so ganz einfach zu einem Gespräch mit den Eltern. Und eine Eigenmotivation kann man sich selbst einreden. Bei jeder Türe sagte ich mir: Neue Türe, neues Glück!

Nach welchen Kriterien lässt sich eine Route planen?

 In meinem Bezirk Andelfingen bin ich in den grösseren Orten den Neubauquartieren und den Mehrfamilienhäusern nachgegangen. So habe ich Zuzüger, junge Familien oder Pensionäre erreicht. Auch das Zeitfenster für die Besuche war eingeschränkt. Von ca. 17.15 bis 18.30 Uhr waren die Leute am besten erreichbar und noch nicht am Nachtessen. An einem Abend kann man sich zwischen 25 und 40 Kontakte erarbeiten. Mit einer beschrifteten Leuchtweste gibt man allen sofort zu erkennen, wer man ist und von welcher Partei. Es sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber man gewöhnt sich daran.

 Wenn jemand die Tür öffnet: Wie beginnst Du das Gespräch?

Guten Abend, mein Name ist Paul Mayer, ich bin von der SVP. Dann wartete ich die Reaktion der türöffnenden Person ab. Alle waren überrascht. Weiter erklärte ich den Leuten, dass ich in den Kantonsrat möchte und mich so bekannter machen möchte. Dabei habe ich ein kleines Präsent und einen Flyer von mir abgegeben. Erstaunlicherweise hatten viele Freude über den Besuch und die Gespräche waren meistens gut und kurz. Die wenigsten Dialoge gingen tief auf politische Themen ein. Von einigen habe ich Zuspruch erhalten und sie motivierten mich in meinem Engagement.

Was empfiehlst Du, wenn das Gegenüber offenkundig gar kein Musikgehör für unsere Standpunkte hat?

 Das hat es im Weinland nur selten gegeben. Einen hatte ich an einem Abend zugute. Türe auf, dann SVP geht gar nicht, Türe wieder zu. Oder bei Nichtinteresse freundlich wieder verabschieden und weitergehen. Neue Türe, neues Glück!

Nun wird es auch Situationen geben, in denen jemand vom Hundertsten ins Tausendste kommt. Was dann?

 Bei einem Besuch war man am Kochen und ich wollte mich schon wieder verabschieden. Da gab es dann aber das längste Gespräch. Zwischendurch fragte ich freundlich nach, ob nichts anbrennen kann. Doch die meisten Gespräche waren kurz, so ein bis drei Minuten.

Ob Stadt – sprich Parlamentsgemeinde – oder Dorf: Warum lohnt sich der Aufwand für den Hauswahlkampf auf jeden Fall?

Mehrmals bin ich nachträglich von fremden Leuten angesprochen worden. Sie sind doch der Kantonsratskandidat, der bei meiner Mutter geläutet hat? Hallo Paul, letzte Woche warst du bei meinem Bruder usw. Die Besuchten haben es in ihrem Verwandten- und Freundeskreis weitererzählt. An einem Abend habe ich die regionalen Pressevertreter eingeladen, mir zu folgen. Dies benutzten zwei Reporter. Das Resultat war, dass diese Zeitungen jeweils mindestens eine halbe Zeitungsseite über die Besuche mit Foto berichteten. Das war so eine gute Gratis-Werbung, die von vielen gelesen wurde. Nur wer sich selbst motiviert und es probiert, kann diese guten Erfahrungen auch sammeln. Einige Stimmen mehr erzielen, macht vielleicht eine Wahl aus. Allen wünsche ich viel Glück bei der nächsten Türe und eine erfolgreiche Wahl.

25. November 2021 SVP Kanton Zürich