Neuer Parteisekretär zu Gast in Benken

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SVP-Bezirksparteipräsident und Kantonsrat Paul Mayer dankt dem Gastreferenten Werner Gartenmann für seinen Auftritt in Benken.

SVP-POLITLUNCH BEZIRK ANDELFINGEN

Am SVP-Politlunch in Benken stellte sich Werner Gartenmann als neuer Parteisekretär der Kantonalpartei vor. Zugleich zeigte er die Schwerpunkte der Politik zu den aktuellen politischen Fragen auf.

RoMü. Anfang Oktober hat der 56-jährige Berner Oberländer Werner Gartenmann seine neue Aufgabe als Parteisekretär der SVP Kanton Zürich angetreten. Jetzt war er bereits am SVP-Politlunch in Benken zu Gast. Als Tierarztsohn im Emmental aufgewachsen wurde er vom Militär, aber auch von politischen markanten Köpfen wie Otto Fischer oder Christoph Blocher geprägt. Er war während Jahren in verschiedenen Funktionen für die AUNS tätig.

«Vor der Diskussion über die EWR-Abstimmung sagte mir die damalige EG nichts», führte Gartenmann aus. Für ihn ist die Schweiz indessen gewiss keine Insel. Er verwies dabei auf erste europäische Karten im 14. Jahrhundert, wo die Eidgenossenschaft erstmals als kleines «Chräbeli» mitten in Europa zu sehen ist, welches aber die Jahrhunderte hinweg immer grösser wurde. Dies sei der Hartnäckigkeit der Eidgenossen zu verdanken, welche nie nachgegeben hätten und auf die Eigenständigkeit ohne fremde Richter pochten, führte Gartenmann aus. Doch es gab auch wieder einschneidende geschichtliche Epochen, aus deren die Schweizer ihre Lehren gezogen haben. Er nannte dabei die Schlacht bei Marignano oder auch den Einzug von Napoleon. Der konnte allerdings mit den Eidgenossen ebenfalls nichts anfangen und liess sie wieder selber gewähren.

«Am Wiener Kongress ist die Eidgenossenschaft sehr glaubwürdig aufgetreten und konnte sich so mitten in Europa als unabhängiges Land behaupten », so Gartenmann rückblickend. Die erste Verfassung und die spätere Einführung von Referendum und Volksinitiative hat die Schweiz stark gemacht. Damit konnte auch die schwere Zeit von 1939 bis 45 durchgestanden und auch viele Menschen gerettet werden. Kritik übte er aber an jenen, welche heute im Rückblick eine ganze Generation beschuldigten, dass sie damals alles falsch gemacht hätten.

Dorn im Auge der EU

Für die EU ist die Schweiz aus der Sichtweise von Gartenmann sehr unbequem. «In Brüssel sind wir gar ein Dorn im Auge», sagte er. Dies mag daran liegen, dass die Schweiz im Gegensatz zur EU keine Obrigkeit schätzt. Dies führt er auch auf die Kleinräumlichkeit der Schweiz zurück, wo man immer auf Augenhöhe miteinander spricht und verhandelt. Grosse Stärken der Schweiz sieht Gartenmann in den regelmässigen Abstimmungen und darin, dass die Schweiz keine Hauptstadt kennt. Zudem singt man nicht die Nationalhymne, sondern den Schweizerpsalm. «Die Schweiz hatte immer den Zug und den Willen für die Freiheit. Dies wird auch mit der Übergabe der persönlichen Waffe über die Schweizer Fahne gestärkt», sagte Gartenmann.

Die Bestätigung des Kleinstaates Schweiz sieht er auch in grossen Persönlichkeiten und Leistungen des Volkes wie Henry Dunant oder im Übertritt und in der Aufnahme von 88 000 Soldaten der Bourbakiarmee. Für die aktuelle politische Arbeit hält sich Gartenmann an das Parteiprogramm der SVP, wo die Rede von einer Schweiz in Sicherheit und Freiheit ist. Gerade in den aktuellen Diskussionen um einen möglichen Strommangel sieht er die SVP bestätigt, indem er auf die 2017 erfolgte Abstimmung über die Energiestrategie verwies, wo die kritische und ablehnende Stellungnahme und Warnung vor einer raschen Energiekrise der SVP scharf kritisiert wurde. Jetzt sind aber jene Argumente der Vorbehalte bereits von der politischen Realität eingeholt worden, indem alle von einer möglichen Stromknappheit reden. Deshalb sieht er eine der Kernaufgaben der SVP darin. sich für die Schweiz in Freiheit und Unabhängigkeit einzusetzen. «Ich hoffe, dass wir auf der Karte in über 100 Jahren auch immer noch als kleiner Flecken mitten in Europa zu finden sind», so Gartenmanns Schlusswort.

11. November 2021 SVP Kanton Zürich