NGOs, Kirche und Bildung

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Das ergiebigste «Kässeli» der Kirchen ist nicht der Opferstock, sondern reichlich sprudelnde Steuergelder – vor allem auch zwangsweise von Unternehmen erhoben. Es wäre eine Frage des guten Stils, sich politisch konsequent neutral zu verhalten. Bild Pixabay

LINKE BOTSCHAFTEN IM DECKMÄNTELCHEN
Dass sich die Kirche immer öfters in die Politik einmischt, dürfte soweit allen bekannt sein. Dass sie dies auch auf Umwegen tut, wissen vielleicht nicht alle. Sie tarnt sich dafür mit den NGOs und setzt auf diese Art und Weise ihre linke Politik durch. Vielen Kirchenmitgliedern ist das spätestens bei der Konzernverantwortungsinitiative aufgefallen.

Da haben sie sich mit vorgefertigten Predigten oder den orangen Fahnen an den Kirchtürmen wieder einmal offen zu ihrer Einmischung in die Politik bekannt. Nicht alle goutieren dieses Vorgehen. Davon zeugen die vielen Kirchenaustritte, welche sie während des Abstimmungskampfes zu verzeichnen hatten. Das Magazin «global», mit dem Leitspruch: Politik für eine gerechte Welt, von «alliance süd» zeigt das kirchliche Engagement deutlich auf. Unter dem Deckmantel von NGOs wirken die Kirchen tatkräftig in der Politik mit. Die Arbeitsgemeinschaft Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Helvetas, Caritas und Heks beziehen Spendengelder von Kirchen.

Die Landeskirchen wiederum werden durch Steuergelder finanziert und müssten sich deshalb neutral verhalten. Sie haben sich aber das Politisieren auf die Fahne geschrieben. Die NGOs politisieren an vorderster Front. Kein Wunder sind die Mitglieder der Landeskirchen durch solches Verhalten enttäuscht und kehren ihren den Rücken zu. Die Kirchen haben den Kompass verloren. Nach der KVI-Abstimmung kam auch die politische Arbeit der NGOs ins Kreuzfeuer. Sie wurde auf Bundesebene zurecht mit eingereichten Vorstössen bezüglich ihrer Steuerfreiheit hinterfragt.

Beeinflussung unter dem Deckmantel der Bewusstseinsbildung

Zu den 17 Zielen in der Agenda 2030 der NGOs zählen als zentrale Komponenten die Sensibilisierungs- und Bildungsarbeit. Es sei eine wichtige Aufgabe, die Schweizer Öffentlichkeit, dabei insbesondere junge Menschen, über globale Herausforderungen aufzuklären. Auf dem Plan der «Zivilgesellschaft» – wer immer das ist – steht die Bewusstseinsbildung. Muss daraus geschlossen werden, dass sich die NGOs mit der Bewusstseinsbildung tatkräftig in die Ausbildung von Schülern und Studenten in der Schweiz einbringt? Heisst Bewusstseinsbildung eine Beeinflussung zugunsten von «alliance süd» mit Unterstützung des DEZA? Das DEZA ist die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, d.h. für internationale Zusammenarbeit im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, und nicht für die Bildung im Inland.

Deshalb äusserte das DEZA immerhin die Absicht, die Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit im Inland nicht mehr mitzufinanzieren zu wollen. Schüler und Studenten bekommen auf der Homepage von «alliance süd» Hilfe für Vorträge zu Themen wie Armut, Mann-Frau-Gender, Migration, «Sans Papier» und Klimawandel. Selbstverständlich alles aus neutraler Optik. Wer selbst Kinder in der Schule hat oder hatte, kennt diese sogenannte Bewusstseinsbildung. Bei unseren Kindern werden die Samen gesät, um sie für die entsprechende politische Richtung zu gewinnen. Auch auf der Homepage von Helvetas findet sich ein Leitfaden für die Maturaarbeit. Eine gute Note ist da auf sicher.

«reformiert» bejubelt illegale Hilfe an Sans-Papiers

Selbstverständlich darf jeder seine politische Meinung haben. Die Parteien bieten dafür mit ihren Programmen eine Heimat. Die Landeskirchen sollten aber bei ihrem ursprünglichen Auftrag bleiben und die frohe Botschaft des Evangeliums vermitteln und aus der Bibel zu erzählen. Nun feiern sie aber laut ihrem Blatt «reformiert», die Hilfe der Stadt Zürich an die Sans-Papiers. Anstatt das Gesetz durchzusetzen, machen sie sich stark, eine parallele Sozialhilfe für illegal Anwesende zu unterstützten. Die Zürcher Kirche will mit einer Million Franken Menschen helfen, welche während der Pandemie in Not geraten sind. Sie setzen sich für die Illegalität sprich «Sans-Papiers» ein und starten damit einen Versuch, unser gut ausgebautes Sozialsystem auszuhebeln.

Wer sich legal in der Schweiz aufhält, kann in einer finanziellen Notlage jederzeit Sozialhilfe beantragen. Damit nicht genug. Mit der Unterstützung des Projekts «Muslimische Seelsorge» finanzieren sie nun noch ihre «Konkurrenz». Als Trägerschaft des 2017 gegründeten Vereins QuaMS, (Qualitätssicherung der Muslimischen Seelsorge in öffentlichen Institutionen) fungiert die Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Zürich unter der Leitung von Regierungsrätin Jacqueline Fehr zusammen mit der Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich (VOIZ) und unseren Landeskirchen. Wollen die Kirchen ihrem Auftrag nicht mehr gerecht werden, sollen sie bitte konsequent sein und auf die Steuergelder verzichten. Speziell auf jene der Unternehmen. Diese können nicht zur Kirche gehen, müssen aber Steuern bezahlen, damit just solche Gelder gegen sie in Abstimmungskämpfen verwendet werden. Um ihre Anliegen politisch aufs Tapet zu bringen, stehen den Kirchen schliesslich die Parteien und ihre Mitglieder der EVP oder der CVP, beziehungsweise «der Mitte» zur Verfügung.

1. Juli 2021 Therese Schläpfer