Nimmersatt

Fadegrad Nimmersatt - Onlinebote SVP des Kantons Zürich 1

Im 'Fadegrad' ist Klartext angesagt. Bild: Pixabay

Rechtsgesinnte sind im Durchschnitt  zufriedener als Linke. Zu  diesem Schluss kommen diverse  Studien aus den USA, Dänemark  bis hin zur hiesigen ETH. Die Resultate,  für die Hunderttausende  von politisch interessierten Menschen  befragt wurden, sind zwar  unterschiedlich ausgeprägt, zeigen  aber alle eine gemeinsame  Tendenz auf: Je weiter links sich  eine Person im politischen Spektrum  einstufte, desto weniger zufrieden  schätzte sie sich selbst ein.

Nach sechs Jahren im links dominierten  Zürcher Gemeinderat bin  ich über dieses Ergebnis nicht erstaunt.  Das jüngste Beispiel lieferte  die SP Gemeinderätin Simone  Brander. Die Umwelt-Naturwissenschaftlerin,  die wie so viele Linke  beim Staat arbeitet, hält den Gemeinderat  seit Jahren mit Vorstössen  und Voten zur Klimaerwärmung  auf Trab. Wegen dervielen  Treibhausgase, die die Autofahrer  ausstossen, würde es immer wärmer  und immer weniger schneien.  Doch gewaltig irrt sich, wer nun  denkt, dass sich Frau Brander über  den kalten Januar mit Schneefall-  Rekord freute. Kaum hatte Frau  Holle Zürich endlich wieder einmal  in ein weisses Winterparadies  verwandelt, reichte sie einen Vorstoss  ein, in dem sie sich zu den  negativen Folgen des Schneefalls  auf den städtischen Strassen äusserte.

Für Menschen «die nicht  mehr so sicher zu Fuss unterwegs  sind», für «Eltern mit Kinderwagen  », besonders aber für Velofahrer  sei die Fortbewegung wegen  des starken Schneefalls schwierig  geworden. Sie beklagt sich über  «meterhohe Schneewälle» und  darüber,  dass es zu lange gedauert  habe, bis der lästige Schnee  von den Trottoirs entfernt wurde.  Sie fordert den Stadtrat deshalb  auf, künftig den Schnee zuerst  auf den Velowegen und Trottoirs  zu entfernen und erst danach auf  den Strassen.  Obschon die Linken hier in der erdrückenden  Mehrheit sind, können  sie sich selten an einem politischen  Resultat erfreuen. Werden  an einer Strasse sechs Parkplätze  gestrichen und durch einen Veloweg  ersetzt, ist ihnen der Veloweg  zu wenig breit. Streicht  der Stadtrat auf einer Schulanlage  sechs von acht Parkplätzen für  Lehrer, echauffieren sie sich über  die verbleibenden zwei. Kann  der Stadtrat einen privaten Bauherrn  in langen Verhandlungen  für ein Bauprojekt mit 30 % preisgünstigen  Wohnungen überzeugen,  weisen sie das Vorhaben zurück,  denn es müssen 100 % sein.

Erhöht der Stadtrat die Subvention  eines Theaters von jährlich  350 000 Franken auf eine halbe  Million, monieren sie verbissen,  das sei zu wenig. Nimmersatte  Raupen verwandeln sich irgendwann  durch ein Wunder der Natur  in (genügsame) Schmetterlinge.  Doch auf eine solch wundersame  Veränderung sollte man bei den  Linken wohl eher nicht hoffen.

11. Februar 2021 Stefan Urech