Präpubertärer Polyaktivismus

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Nicht weniger als 16 ernstzunehmende Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich am 13. Februar um einen Sitz im neunköpfigen Zürcher Stadtrat. 9 dieser 16 Kandidaten gehören dem linken Lager an, welches damit den ultimativen Machtanspruch in der tiefroten Stadt Zürich erhebt – Bürgerliche haben in dieser nordkoreanischen Logik keinen Platz mehr. Der auffälligste Kandidat aus dieser linken Phalanx ist Dominik Waser. Der 23-jährige Berufsaktivist ist bis anhin vor allem durch professionelles «Täubbelen» aufgefallen: Sein politischer Leistungsausweis erschöpft sich zu einem grossen Teil in seinem Engagement in der Klimabewegung, die in letzter Zeit ja bestenfalls noch durch kindische Aktionen wie die illegale Besetzung des Bundesplatzes aufgefallen ist. Höhepunkt seines «Schaffens » als Klimabewegter war ein Hungerstreik aus Protest gegen die Klimapolitik der Regierung: Er wolle eine Woche lang «aus Protest nichts essen, wenn nötig auch länger», gab Waser im Herbst 2019 den Medien zu Protokoll. Gesundheitliche Risiken wollte er aber keine eingehen. Wahrlich eine interessante Protestform – was für die einen ein Hungerstreik, ist für die anderen einfach eine Diät.

In der laufenden Stadtratskampagne fällt Dominik Waser jedoch weniger als Klimaaktivist auf, sondern als Aktivist für unkonventionelle Beziehungsformen: «Ich bin mit einer Frau und zwei Männern in einer Beziehung», betitelte die Pendlerzeitung 20 Minuten vor einigen Wochen einen Artikel über Waser, der sich selbst als «polyamor » bezeichnet. Nun könnte man einwenden, es solle doch jeder nach seiner eigenen Façon glücklich werden – solange er oder sie damit gegen keine Gesetze verstösst und niemanden in dessen Freiheit einschränkt. Nur, warum muss man derart intime Details aus dem eigenen Privatleben unbedingt an die grosse Glocke hängen? Der grüne Jungpolitiker gibt erklärend zu Protokoll, er wolle sich politisch für die polyamore Lebensform einsetzen und «dafür kämpfen, dass die Vorstellung des bürgerlichen Familienmodells durchbrochen wird».

Das übliche linke Denkmuster: man konstruiert sich eine Diskriminierung, egal, wie abstrus diese ist, um sie dann lautstark öffentlich bekämpfen zu können. Man könnte die Geschichte als Kuriosum aus dem links-grünen Biotop Zürich abtun. Es ist aber äusserst bedenklich, dass es sich beim polyamoren Polyaktivisten Waser um eine ernstgemeinte Kandidatur einer Partei handelt, die bereits mit zwei Stadträten in der Regierung vertretenen ist – schliesslich wäre der Jungspund im Falle einer Wahl Chef über Tausende Angestellte und verantwortlich für ein Budget von Hunderten von Millionen. Ob ihn ein Lebenslauf, bestehend ausschliesslich aus präpubertärem Klima- und Genderaktivismus, für diesen Job qualifiziert, müssen am 13. Februar die Wählerinnen und Wähler der Stadt Zürich entscheiden.

  

16. Dezember 2021 Ueli Bamert