Rentnerleben im Vorruhestand

Kolumne Rentnerleben im Vorruhestand - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

"Finanziert von seinen Leserinnen"... und - so hoffen die links angehauchten Redaktoren - bald noch mehr vom Staat.

Sie sind entspannt, ausgeschlafen, gutgelaunt. Und immer schön gebräunt. Ihr grösstes Problem ist die Bewältigung der Freizeit. Gemeint sind die Journalisten des Online-Magazins «Republik». Die meisten andern Medienmacher ächzen unter dem Druck ihrer fordernden, ewig unzufriedenen Vorgesetzten, die sie antreiben, mehr, Besseres und schneller zu liefern. Bei der «Republik» haben fünfzig gut bezahlte Journalisten eine Tagesleistung von einem bis drei Artikeln.

Solch paradiesische Bedingungen scheinen wie aus der Zeit gefallen. Weil bei der «Republik» auch die Chefs gerne ein lockeres Leben führen, drangsalieren sie ihre Mitarbeiter nicht. Wer gerne dem Nichtstun frönt und links tickt – eine durchaus nicht seltene Kombination –, ist bei der «Republik» bestens aufgehoben. Laut Eigenwerbung besteht die Crew aus kompetenten Journalisten, «den besten, die wir finden konnten». Wen hat man finden können? Es sind Schreiber, denen der bisherige Job zu anstrengend war. Oder die gar nie die Chance auf einen anstrengenden Job bekamen. Die «Republik»-Journalisten führen ein Rentnerleben im Vorruhestand. Es handelt sich um eine Art frühreifer Greise, die ihre Pension in Lohnform beziehen. Das Einzige, was sie allenfalls beunruhigt, ist die Zukunft. Ende 2019 stand die «Republik» beinahe vor dem Aus. Es fehlte an Abonnenten, und die mitfinanzierenden Millionen- Erben wollten ihre Beiträge nicht beliebig erhöhen.

Doch jetzt naht Hilfe: Mit einem Subventionsgesetz, über das wir am 13. Februar abstimmen, soll der Staat künftig jährlich 150 Millionen Franken Steuergeld an die Schweizer Medien ausschütten. Zu den Gewinnern des «Medienförderungsgesetzes » gehört auch die Online-Zeitung «Republik». Das zuverlässig sozialdemokratische Magazin hat in Bundesrätin Simonetta Sommaruga eine verlässliche Förderin. Künftig soll der Staat die defizitären Online- Redaktionen bezahlen. Aus Privatrentnern werden Staatsrentner. Denn die «Republik» kann mit sehr viel Steuergeld rechnen. Dann gilt für das Magazin endgültig: Müssiggang ist aller Zaster Anfang.

7. Januar 2022 Christoph Mörgeli