Selbstzerstörung für Personenfreizügigkeit?

Allerlei Selbstzerstörung für Personenfreizügigkeit? - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Hauptsache billigste Arbeitskräfte von irgendwoher: Das Fährunternehmen P&O macht sich in England derzeit richtig viele Freunde. Bild Pixabay

HINTERHÄLTIGER UMGANG MIT ARBEITNEHMERN
Ein Fährunternehmen in England hat sämtlichen 800 einheimischen Mitarbeitern gekündigt. Stattdessen wurde eine EU-Lizenz gelöst, die Arbeiter aus Indien erlaubt. Diese arbeiten für einen Fünftel der bisherigen Lohnsumme.
Die NZZ sprach von «unternehmerischer Selbstzerstörung». Das Fährunternehmen P&O betreibt einen Drittel der Fähren über den Ärmelkanal zwischen Dover und Calais. Nun versenkt es sich selbst. Damit wird es über Nacht zu einem der unbeliebtesten Unternehmen Grossbritanniens.

Krasses Lohndumping

800 einheimische Arbeitnehmer erhielten per Videoschaltung den Laufpass. Gleichzeitig wurde neues Personal aus Indien angestellt; angeheuert für einen Fünftel des britischen Mindestlohns. Dieses krasse Lohndumping wird möglich, weil die Fähren dieses Unternehmens nicht mehr in Grossbritannien, sondern im EU-Land Zypern registriert sind.

Das Unternehmen macht für diesen Schritt finanzielle Gründe nach Corona verantwortlich. Was wäre wohl passiert, wenn die Schweiz einer weitergehenden Personenfreizügigkeit zugestimmt hätte? Das massive Lohndumping in der EU ist nicht wegzudiskutieren oder zu beschönigen, wie dieses Beispiel aus Zypern klar belegt.

Triumph der Globalisierung

Der Eigentümer hat sich um sein Heimatland foutiert. Eine emotionale Beziehung gibt es nicht mehr. Nun kommen halt die billigen Arbeitskräfte aus Indien. Triumph der Globalisierung – Untergang des einheimischen Arbeiters.

8. April 2022 SVP Kanton Zürich