Sie hielten sich für Götter

Fadegrad Hasta la vista, Winterthur - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Bild Pixabay

Ein Krieg entfesselt brachiale Gewalt und wird oft mit einer Lüge begründet. «Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit», lautet ein bekannter Spruch. So auch Putins irre Begründung für den Angriffskrieg: Die Ukraine mit ihrem jüdischen Präsidenten Selenskyj werde von Neo-Nazis geführt. Es klingt widersprüchlich: Selbst in einem brutalen und verlogenen Krieg gibt es Regeln. Aber daran hält sich der ehemalige KGB-Agent Putin nicht. Er lässt gezielt die Zivilbevölkerung bombardieren und massakrieren. Das Abschlachten von unschuldigen Kindern, Frauen und Männern ist durch nichts zu rechtfertigen. Putin ist ein Kriegsverbrecher.

Als sich Putin 1999 zum ersten Mal um die Präsidentschaft der Russischen Föderation bewarb, war er unbekannt und chancenlos. Dann gab es in Moskau mehrere Bombenanschläge. Über 200 Menschen starben – darunter viele Kinder. Putin startete als Ministerpräsident den zweiten Tschetschenien-Krieg und wurde durch die neue Popularität gewählter Präsident. Es gibt Hinweise, dass der russische Inlandsgeheimdient FSB, für den Putin tätig war, hinter den Bombenanschlägen auf die eigene Bevölkerung stand.

2008 führte Russland Krieg gegen das wirtschaftlich und militärisch vollkommen unterlegene Georgien. 2014 folgte die gewaltsame und widerrechtliche Aneignung der Krim. In Syrien liess Russland ebenfalls Spitäler bombardieren und setzte Giftgas ein. Das zeigt: Das kommunistisch geprägte Russland und Putin sind nicht mit westlich-moralischen Grundsätzen zu bewerten. Wer nur ein bisschen Interesse am Weltgeschehen hat, weiss das. Und die europäischen «Spitzenpolitiker»?

Sie hielten sich für Götter, denen selbst das Klima untertan ist. Sie spielen sich als globale Retter auf, die die herbeigeschriebene «Klima-Katastrophe» mit Weltuntergangszenario 2030 abwenden können. Solche «Götter» müssen doch auch einem «kleinen Mann» wie Putin überlegen sein – dachten sie. Diese Abgehobenheit ist mitverantwortlich für die Eskalation. Die Nato- und EU-Erweiterungen werden seit Langem von Putin als Gefahr angesehen. Er verlangte mehrmals Sicherheitsgarantien, dass die letzte Pufferzone Ukraine nicht noch weiter in den Einflussbereich des Westens gerät. Davon unbeeindruckt startete die EU im Jahr 2014 das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine. Putin hat nun auf abscheuliche Art neue Tatsachen geschaffen.

13. April 2022 Samuel Balsiger