So zocken uns Stadtlinke und Luxus-Sozialisten ab

Eidgenössische Politik So zocken uns Stadtlinke und Luxus-Sozialisten ab - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Krass: Die Stadt Zürich gibt für Kindertagesstätten pro Kopf zehnmal mehr aus als der übrige Kanton. Bild Pixabay

STADT–LAND
Wir beobachten seit Jahren den wachsenden Einfluss der immer stärker links-dominierten grossen Städte. Die Bürgerlichen haben aufgrund der dort herrschenden Mehrheitsverhältnisse so gut wie keine Möglichkeit mehr, irgendetwas zu gestalten. Wenn die SVP nicht entschieden Gegensteuer gibt, werden die rot-grün regierten Städte bald die ganze Schweiz dominieren und links umpflügen.

Die Stadt-Land-Thematik ist Bestandteil einer gründlich und längerfristig angelegten Parteistrategie. Den Auftakt gemacht hat alt Bundesrat Christoph Blocher dieses Jahr an der Albisgüetli- Rede der Zürcher SVP, an der er auf die politische Gefahr der Stadtlinken aufmerksam gemacht hat.

Sie haben sich bei der Konzernverantwortungsinitiative oder beim CO2- Gesetz beinahe durchgesetzt und bei der bevormundenden Zweitwohnungsinitiative oder beim Jagdgesetz gewonnen. Sogar die kommunistische 99-Prozent- Initiative fand in den Städten Zürich, Bern, Basel und Lausanne eine Mehrheit.

In Bern betrug der JA-Anteil 62 Prozent! Auch in der EU-Frage ticken die linken Städte unschweizerisch.

Nicht gegen Städte, gegen linke Politik

Seit Frühjahr ist eine Arbeitsgruppe der SVP Schweiz am Werk, und es wurden wichtige, sorgfältige Grundlagenpapiere erstellt. In seiner 1.-August-Ansprache hat Ständerat Marco Chiesa, Präsident der SVP Schweiz, das Thema Stadt–Land ebenfalls aufgenommen. Die grosse öffentlich-mediale Resonanz zeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen haben.

Der Stadt-Land-Graben betrifft nicht alle Kantone, ganz sicher aber Zürich und Bern mit je zwei grossen Städten, die Waadt, Luzern und teilweise auch St. Gallen und Solothurn. Das Thema ist parteipolitisch wichtig, denn daraus können in diesen Kantonen wirkungsvolle Vorstösse eingereicht werden.

Selbstverständlich versuchen die Medien, die selber in den Grossstädten sitzen, die SVP auseinanderzutreiben. Fallen wir nicht auf diese Tricks herein! Wir haben immer und von Anfang an gesagt: Der Kampf der SVP richtet sich nicht gegen die Städte und gegen die Städter, sondern gegen die linke Politik in diesen Städten. Und wir tun das auch und gerade für die städtischen Büezer, Angestellten, Gewerbetreibenden, Unternehmer und guten Steuerzahler.

Denn diese tüchtigen, fleissigen Leistungsträger sind heute in den Städten dermassen in der Minderheit, dass sie nichts mehr bewegen können.

Schmarotzende Linksprofiteure

Wir wollen der SVP, der bürgerlichen Politik und den Unternehmen in den Städten zu Hilfe kommen. Diese Unternehmen bezahlen in den Städten üppige Steuern, die aber zumeist von Bewohnern der Landschaft und der Agglomerationen – sprich Pendlern – erarbeitet werden. Auch kann ein Unternehmen bekanntlich bei Wahlen und Abstimmungen nicht mitbestimmen.

Unsere sorgfältigen Untersuchungen haben ergeben, dass die links-dominierten Städte finanziell in erheblichem Ausmass vom Land profitieren. Solange sie auf Kosten der Land- und Agglomerationsbevölkerung schmarotzen können, wird sich auch politisch nichts ändern. Sobald sie aber für ihre Kosten selber aufkommen müssen, werden sich die Städter ganz genau überlegen, ob sie weiterhin rot und grün wählen wollen.

Haben wir es nicht mit typischen Stadtlinken und Unternehmensvertreibern zu tun, wenn die Einwohner der Städte Zürich und Winterthur steuerfinanzierte staatliche Dienstleistungen im Umfang von 1,2 Milliarden Franken beziehen, für die sie nicht mit ihren Steuern bezahlen? Ein Steuerzahler in der Stadt Zürich zahlt 2500 Franken zu wenig. In Winterthur beträgt der Fehlbetrag sogar 4800 Franken. Umgekehrt stellt sich die Situation für die Bewohner im übrigen Kanton Zürich dar: Jeder von ihnen bezahlt 1480 Franken zu viel. Die Stadt Zürich gibt für Kindertagesstätten pro Kopf zehnmal mehr aus als der übrige Kanton.

Die SVP muss bei den Wahlen der Jahre 2022 und 2023 anstreben, die Landschaft und die Agglomerationen bis an die Grenze der Städte zurückzuerobern beziehungsweise ihren Wähleranteil zu verteidigen.

28. Oktober 2021 Thomas Matter