Städter profitieren immer mehr von der Landbevölkerung

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Die Landbevölkerung zahlt manche Eskapaden der teuren Städte. Thomas Matter brachte die Belege dafür.

NATIONALRAT THOMAS MATTER AN DER HERBSTPARTY DER SVP RUSSIKON

An der traditionellen Herbstparty der SVP Russikon zeigte Nationalrat Thomas Matter auf, wie stark die Landbevölkerung für das teure Leben in den Städten Winterthur und Zürich aufkommen muss.

svp. Im Landgasthof Krone konnte der Gemeinde- und SVP-Parteipräsident Hans Aeschlimann Ehrengast Nationalrat Thomas Matter sowie viele Mitglieder und Freunde herzlich willkommen heissen. Das gemeinsame Nachtessen mit dem traditionellen «Bure-Schinken» stärkte die gut gelaunte Gesellschaft.

Geteiltes Land

Nationalrat Thomas Matter sprach über die zunehmende Differenz zwischen Stadt und Land. Die Städte werden immer bevölkerungsdichter. Sie leben urban, aber möglichst verkehrs- und lärmfrei. Sie wollen «mit den Finken» raus aufs Tram, aber dass dies auf dem Lande anders ist, wollen sie nicht wahrhaben. Die linksregierten Städte wollen das Auto auf die Schiene verlagern und das Benzin so verteuern, dass sich der normale Mittelstand und alle Büezer das Autofahren möglichst nicht mehr leisten können. Abgesehen davon will die Stadt Zürich gezielt durch Verkehrsverhinderungsmassnahmen wie viele Rotlichter, Strassenzölle, Tempo-30-Zonen, Bodenschwellen, Spielstrassen, Parkplatzaufhebungen und mittlerweile mit 62 Mio. Franken Bussen, die durch die Polizei jährlich ausgesprochen werden, den Zugangsverkehr der Agglomeration und der Landschaft abriegeln. Wird in der Stadt Zürich eine sozialsubventionierte Wohnung frei, wird sie inzwischen in zehn verschiedenen Sprachen ausgeschrieben, betonte Matter. Es finden regelmässig am Freitag Velodemos statt, welche mittlerweile nicht nur den Autoverkehr behindern, sondern teilweise auch den öffentlichen Verkehr lahmlegen. Auch schauen die Linken immer auf sich selbst, wenn es um das Geldverteilen geht. So hat die ehemalige SP-Stadträtin Claudia Nielsen in Erwartung, dass sie sowieso nicht mehr gewählt wird wegen ihrem Spitaldebakel, auf eine Wiederwahl verzichtet und hat eine Abfindung von 850 000 Franken erhalten. Auch Roberto Rodriguez SP-Schulpräsident hat freiwillig den Job gewechselt und eine Abfindung von 650 000 Franken erhalten. Dafür müsste ein normaler Büezer zehn Jahre arbeiten.

Linker Hofstaat

SVP-Parteipräsident Marco Chiesa hat am 1. August 2021 das Thema Stadt und Land zum ersten Mal angesprochen und offenbar einen Nerv getroffen. Er hat die Schmarotzerstädte, die Luxussozialisten, und die Beformundungsgrünen beim Namen genannt. In Zürich hat sich langsam ein Hofstaat dank der linksgrünen Regierung gebildet. So hat ein Stadtangestellter fünf bis sieben Wochen Ferien, kann sich mit 58 pensionieren lassen, bekommt 60 Prozent Pensionsanteil bezahlt und kann dank einem Lunchcheck in allen Restaurants zum halben Preis essen.

Vom Land finanziert

Tatsache ist aber, dass ein grosser Teil dieses Luxus für die Städter vom Land finanziert wird. Genau hier müsse die SVP den Hebel ansetzten, sagte Matter, der auch Mitglied der schweizerischen Parteileitung ist. Denn sobald die Städter ihren Luxus selbst zahlen müssten, sind sie vermutlich nicht mehr ganz so links. Die SVP muss bei den nächsten Wahlen versuchen, in den Agglomerationen bis zu den Städten den Wähleranteil zu erhöhen oder wenigstens zu halten. Jeder Steuerzahler in der Stadt Zürich bezahlt 2515 Franken zu wenig Steuern, in Winterthur ist es noch schlimmer; da sind es 4800 Franken zu wenig. Umgekehrt ist es auf dem Land, da bezahlt jeder Steuerpflichtige 1481 Franken zu viel Steuern zu Gunsten der beiden Städte. Das beunruhigende Fazit ist, die beiden grossen Zürcher Städte dominieren in Wahl und Abstimmungen immer mehr die Landbevölkerung, sind aber von den finanziellen Konsequenzen der Abstimmungen weniger betroffen als das Land. Nach dem Vortrag ging man sofort zu einem Lotto über, bei dem es grossartige Preise zu gewinnen gab.  

30. September 2021 SVP Kanton Zürich