«Stille Nacht, heilige Nacht»

Weihnachten «Stille Nacht, heilige Nacht» - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Maria und Josef waren in einem Stall, weil sie in keinem Hotel in Bethlehem einen Platz fanden. Bild Pixabay

KIRCHLICHE FEIERTAGE
Bald steht Weihnachten vor der Türe. Das Fest, an dem eine Geburt gefeiert wird. Eine Geburt, die anders war. Eine Geburt, welche die Geschichte dieser Welt verändert hat. Die Geburt eines Gottes. Die Geburt eines Knaben. Die Geburt von Jesus.

Die Geburt fand nicht in einem Kreissaal in einem top eingerichteten Krankhaus statt, sondern in einem Stall. Schon damals nicht der Ort für eine Geburt. Maria und Josef waren in einem Stall, weil sie in keinem Hotel in Bethlehem einen Platz fanden. Bethlehem lässt sich noch heute auf den Karten finden. Die Ortschaft liegt im heutigen Westjordanland. In Bethlehem waren sie, weil der damalige römische Kaiser Augustus, auch bekannt als Oktavian, eine Volkszählung angeordnet hat und jeder sich in seiner Heimatstadt eintragen musste. Josef als Nachkomme Davids musste nach Bethlehem, der Heimatstadt vom alttestamentlichen König David (1. Samuel 16). Und da kam Jesus auf die Welt. Eines Königs nicht würdig. Wie ein Randständiger kam er damals auf die Welt. Dennoch ist er auch heute noch präsent. «Und du, Bethlehem- Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll.» Micha 5,1a.

Es war vorhergesagt
Die thematischen Fäden im Alten Testament weisen auf diese Geburt hin. Vieles, was im Neuen Testament gelesen wird, kann bereits im Alten Testament gefunden werden. «Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben.» Jesaja 7,14. Immanuel bedeutet Gott mit uns (Matthäus 1,23). Etwas später im selben Buch. «Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.» Jesaja 9,5. Weitere Propheten haben das Reich Gottes vorhergesagt, welches mit Jesus in diese Welt gekommen ist. Bereits im ersten Buch der Bibel wurde ein Hinweis gestreut, dass da ein Same der Frau der Schlange den Kopf zertreten wird (1. Mose 2,15). Same bedeutet Nachkomme. In vielen weiteren Büchern wird eine Hoffnung verbreitet, dass da Einer kommen wird, welcher sein Königreich aufrichten wird und den Israeliten Frieden bringt. Diese Hoffnung war von Anfang an für die ganze Welt gedacht. Gott sprach zu Isaak im 1. Mose 26,4 «Und ich will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels, und ich will deinem Samen das ganze Land geben; und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Völker der Erde.»

Gott wird Mensch
Jesus ist diese Hoffnung. In Jesus wurde Gott Mensch. In Jesus wird der Masterplan Gottes für diese Schöpfung eines Tages zur Vollendung kommen. Gott wird diese aus dem Ruder gelaufene Welt ins Lot bringen. Jesus heilte Menschen, predigte, betete, vergab Sünden und vieles mehr. In Jesus durften die Menschen damals sehen, wie Gott ist. Denn Jesus selbst sagte: «Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn.» (Johannes 5,19). Heute können wir in der Bibel lesen und Gott so kennenlernen. Das Wirken von Jesus manifestiert sich am Kreuz und bei der Auferstehung. Der Tod wurde besiegt, der grösste Feind des Lebens. Alles begann mit der Geburt in einem Stall bei Bethlehem. Jesus wurde wie ein Knecht. «Siehe, das ist mein Knecht, den ich erhalte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt; er wird das Recht zu den Heiden hinaustragen. Er wird nicht schreien und kein Aufhebens machen, noch seine Stimme auf der Gasse hören lassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen; wahrheitsgetreu wird er das Recht hervorbringen. Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf Erden das Recht gegründet hat, und die Inseln werden auf seine Lehre warten. So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schuf und ausspannte und die Erde ausbreitete samt ihrem Gewächs, der dem Volk auf ihr Odem gibt und Geist denen, die darauf wandeln: Ich, der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden; dass du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis führst und aus dem Kerker die, welche in der Finsternis sitzen.» Jesaja 42,1–7.

16. Dezember 2021 Benjamin Stricker