SVP fordert massvolle und zeitgemässe Bürobedarfsplanung für kantonales Personal

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Die SVP fordert die Überarbeitung der Bürobedarfsplanung der engeren Zentralverwaltung. Bild Pixabay

KOMMENTAR ZUR RATSSITZUNG

Baudirektor Martin Neukom plant den Umbau der Verwaltungsgebäude der engeren Zentralverwaltung. Ungeachtet der einschneidenden Entwicklung des letzten Jahres in der Arbeitswelt wird das 300 Millionen Franken teure Projekt vom grünen Baudirektor Martin Neukom vorangetrieben.

Die engere Zentralverwaltung umfasst heute 1350 Arbeitsplätze an den Standorten Walcheplatz 1/2, Neumühlequai 8/10 sowie an der Stampfenbachstrasse 12/14 und 30 in der Stadt Zürich. Bereits im Jahr 2019 wurden eine erste Grobstudie erstellt und verschiedene Varianten für die bauliche Weiterentwicklung der engeren Zentralverwaltung geprüft. Im Dezember 2020 einigte sich der Regierungsrat auf die Variante Umbau mit geschätzten Kosten von rund 300 Millionen Franken.

Weiter wurde per 1. Januar 2021 eine Projektgruppe mit 4,5 Stellenprozenten ins Leben gerufen, welche die weiteren Bauplanungsarbeiten vorantreiben sollen. Wird das 300 Millionen Franken teure Projekt wie geplant umgesetzt, stehen der engeren Zentralverwaltung neu rund 1930 Arbeitsplätze zur Verfügung. 580 Arbeitsplätze mehr als heute.

Experten gehen aufgrund der Corona- Krise von einem geringeren Bürobedarf von bis zu 15% pro Mitarbeiter aus. Eine Mischform aus Homeoffice und Büroplatz wird in Zukunft in der Arbeitswelt weit verbreitet sein. Dazu steigt auch das Bedürfnis nach Teilzeit-Beschäftigungen. Die SVP fordert nun in einem Postulat, dass die Bürobedarfsplanung der Baudirektion überarbeitet und den aktuellen Bedürfnissen angepasst wird. Weiter sollen die budgetierten Kosten in den Finanzierungsplan des Kantons aufgenommen werden.

Die Anzahl der geplanten Arbeitsplätze scheint viel zu hoch zu sein und die Kosten für Umbau/Renovation der engeren Zentralverwaltung viel zu hoch veranschlagt. Am vergangenen Montagmorgen wurde das Postulat dank der Unterstützung von FDP und GLP als dringlich erklärt. Der Regierungsrat hat nun 5 Wochen Zeit, das Postulat entgegenzunehmen oder eine Begründung zur Ablehnung zu erarbeiten. Wir sind gespannt und bleiben am Ball.

15. Juli 2021 Domenik Ledergerber