Tempo 30 flächendeckend behindert Blaulichtorganisationen

Fadegrad Hasta la vista, Winterthur - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

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Die Absicht des Zürcher und Winterthurer Stadtrates, überall Tempo 30, auch auf Hauptstrassen, einzuführen, behindert die Blaulichtorganisationen und gefährdet damit direkt die öffentliche Sicherheit. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst werden gerufen, wenn «Not am Mann/Not an der Frau» ist und dann «pressiert’s ». Aber unsere Rettungskräfte werden zunehmend durch Tempo 30 und bauliche Verkehrsschikanen auf Hauptachsen ausgebremst.

Wenn Menschenleben in Gefahr sind, dürfen die Rettungskräfte mit Blaulicht und Horn die geltenden Strassenverkehrsvorschriften in engen Grenzen übertreten. Bei der Geschwindigkeit gilt die Faustregel, dass bei besten Verhältnissen die signalisierte Geschwindigkeit um das 1,5-Fache überschritten werden darf, also 75km/h in einer 50er-Zone und entsprechend nur 45km/h in einer 30er-Zone. Darüber hinaus riskiert der Fahrer des Fahrzeuges stets eine strafrechtliche Verfolgung, auch wenn es beim besagten Einsatz um Leben oder Tod geht. Folglich ist es so, dass die umfassenden Tempo- 30-Zonen, gerade auf Hauptachsen, unsere Rettungskräfte künstlich verlangsamen und die Retterinnen und Retter gut und gerne 40% langsamer unterwegs sind.

Das gefährdet direkt Menschenleben, denn gerade bei einem Herz- Kreislauf-Stillstand kommt es auf jede Minute an und die Überlebenschancen des Patienten sinken nach 10 Minuten gegen Null. Ähnlich verhält es sich bei Menschen, welche sich nicht mehr aus einem brennenden Haus retten können und dem giftigen Rauch ausgesetzt sind. Oft geht in dieser Thematik vergessen, dass in fast allen Gemeinden ausschliesslich Freiwillige Feuerwehrleute für die Bevölkerung im Einsatz stehen, aber auch in Städten wie Zürich oder Winterthur, wo Berufsfeuerwehren existieren, braucht es die Freiwilligen Feuerwehrleute gerade bei Zweitereignissen oder grösseren Einsätzen viele Dutzend Mal pro Jahr. Die Freiwilligen müssen im Ernstfall zuerst vom Arbeitsplatz oder von zu Hause ins Feuerwehrlokal fahren und dann von dort an den Einsatzort ausrücken.

Für die Fahrt ins Feuerwehrlokal gelten alle Verkehrsregeln uneingeschränkt. Diese freiwilligen, aber professionellen, Helfer werden damit durch die Temporeduktionen und Verkehrsschikanen doppelt behindert und können oft nur noch mit grosser Verzögerung der Bevölkerung zu Hilfe eilen. Tempo 30 in Quartieren und auf ausgewählten Nebenstrassen macht wohl Sinn. Aber die Absicht der Stadträte, zunehmend, ja flächendeckend Tempo 30 einzuführen (was bereits an vielen Stellen sang- und klanglos umgesetzt wurde) schiesst nicht nur verkehrspolitisch völlig über das Ziel hinaus, sondern verzögert die notwendige und rasche Hilfe von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst für die Bevölkerung. Solche fatalen Auswirkungen einer falschen, ideologischen Verkehrspolitik müssen mit aller Entschiedenheit bekämpft und verhindert werden! Es darf nicht sein, dass die links-grüne Verkehrspolitik Menschenleben kostet!

9. September 2021 Markus Reinhard