Tiefere Grundstückgewinnsteuer für langjährige Hauseigentümer

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Ab 28 Jahren Eigentumsdauer soll die Ermässigung der Grundstückgewinnsteuer 90% betragen. Bild Wikipedia

FISKUS SOLL LANGZEITBESITZ HONORIEREN
Als Erstunterzeichnerin habe ich zusammen mit Kantonsrat Fabian Müller, FDP, eine Parlamentarische Initiative zur Änderung der Regelung der Grundstückgewinnsteuer, namentlich betreffend Änderung § 225 Abs. 3 StG eingereicht. Mit diesem Vorstoss wollen die SVP- und FDP-Kantonsrätinnen und -Kantonsräte die Ermässigung bei länger dauerndem Eigentum erhöhen und pro weiteres Eigentumsjahr in 5%-Schritten die Ermässigung bis hin zu 90% erhöhen.

Ab 28 Jahren Eigentumsdauer soll die Ermässigung 90% betragen. Die beantragte neue Regelung sieht hingegen eine geringfügige Verringerung der Ermässigung des Steuerabzuges bei einer Eigentumsdauer von 5 bis 9 Jahren vor (und somit eine erhöhte Grundstückgewinnsteuer), denn Personen, die ihr Grundstück bereits nach kurzer Zeit verkaufen, sollen einen kleineren Rabatt erhalten. Zwischen 10 und 20 Jahren bleibt die Ermässigung unverändert zur jetzigen Regelung.
Wer sein Grundstück verkauft und dabei einen Gewinn erzielt, was ja meistens der Fall ist, muss einen grossen Teil dieses Erlöses dem Staat abliefern. Für Gewinne über CHF 100 000 Franken fordert der Staat 40% des Gewinnes als Grundstückgewinnsteuer. Momentan wird der Betrag der Steuer maximal um 50% ermässigt, dies bei einer Eigentumsdauer ab 20 Jahren. Dies ist nicht gerecht, daher muss die Ermässigungsskala weitergehen.

Schon mehrfach be- und versteuert
Langjähriges Eigentum bedeutet auch langjährige Versteuerung des Grundstückes. Daher muss eine Herabsetzung der Grundstückgewinnsteuern im Verhältnis zu der Eigentumsdauer honoriert werden.
Die Ermässigung der Grundstückgewinnsteuer kommt vor allem Eigentümern zugute, welche eine lange Eigentumsdauer vorweisen können und bereits über Jahrzehnte hinweg für ihr Grundstück jedes Jahr dem Staat Vermögenssteuern entrichten mussten. Zudem wurde das Grundstück zumeist durch Einkommen erworben, welches auch schon versteuert wurde. Der Staat konnte daher schon in genügendem Masse von der Eigentümerschaft profitieren.
Langjährige Eigentümer sollten nicht auch noch beim Verkauf in einem derart hohen Mass erneut durch den Staat geschröpft werden dürfen.
Eine langjährige Eigentumsdauer sollte deshalb steuerlich berücksichtigt werden. In einigen Kantonen, so auch im Kanton Glarus, ist dies bereits so geregelt. Einige Kantone haben sogar eine Ermässigung der Grundstücksteuer von 100% nach 30 Jahren Eigentum.
Die Änderung des Steuergesetzes kommmt vor allem älteren Eigentümern zugute, die beispielsweise in eine kleinere Wohnung umziehen und ihr Haus oder Wohnung verkaufen.
Fällt die Grundstückgewinnsteuer hoch aus, bleibt am Ende viel weniger vom Verkauferlös übrig und sie sind so viel früher auf Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen angewiesen.

Neue beantragte Regelung von § 225 Abs. 3:
3 Die gemäss Abs. 1 berechnete Grundstückgewinnsteuer ermässigt sich bei einer anrechenbaren Eigentumsdauer von
vollen 5 Jahren um 4%
vollen 6 Jahren um 7%
vollen 7 Jahren um 10%
vollen 8 Jahren um 13%
vollen 9 Jahren um 16%
vollen 10 Jahren um 20%
vollen 11 Jahren um 23%
vollen 12 Jahren um 26%
vollen 13 Jahren um 29%
vollen 14 Jahren um 32%
vollen 15 Jahren um 35%
vollen 16 Jahren um 38%
vollen 17 Jahren um 41%
vollen 18 Jahren um 44%
vollen 19 Jahren um 47%
vollen 20 Jahren um 50%
vollen 21 Jahren um 55%
vollen 22 Jahren um 60%
vollen 23 Jahren um 65%
vollen 24 Jahren um 70%
vollen 25 Jahren um 75%
vollen 26 Jahren um 80%
vollen 27 Jahren um 85%
vollen 28 Jahren und mehr um 90%

Die jetzige Regelung von § 225 Abs. 3:
3 Die gemäss Abs. 1 berechnete Grundstückgewinnsteuer ermässigt sich bei einer anrechenbaren Besitzdauer von
vollen 5 Jahren um 5%
vollen 6 Jahren um 8%
vollen 7 Jahren um 11%
vollen 8 Jahren um 14%
vollen 9 Jahren um 17%
vollen 10 Jahren um 20%
vollen 11 Jahren um 23%
vollen 12 Jahren um 26%
vollen 13 Jahren um 29%
vollen 14 Jahren um 32%
vollen 15 Jahren um 35%
vollen 16 Jahren um 38%
vollen 17 Jahren um 41%
vollen 18 Jahren um 44%
vollen 19 Jahren um 47%
vollen 20 Jahren und mehr um 50%

16. April 2021 Maria Rita Marty